• Hallo ihr Bienenfreunde!
    Habe in einem meiner Völker bei der letzten Durchsicht eine Biene gesehen mit einer stecknadelkopf großen braunen Milbe. Ich nehme an das war eine der gefürchteten Varroamilben.
     
    Nun habe ich beim Stammtisch gefragt was zu tun ist aber lauter unterschiedliche Meinungen gehört.
     
    Unter Strich wurde mir nur klar dass der Honig wohl durch die Ameisensäure verdirbt und mir evtl durch die Behandlung die Königin kaputt gehen kann. Ich habe 2 Völker und einen Ableger.
     
    Ein Imker sagte dass ich den Honig aus der HZ des einen Volkes in die HZ des anderen setzen soll. Dann auf die Rähmchen der verbliebenen Brutzargen jeweils ein Schwammtuch mit 50 ml Ameisensäure. Das einen Tag liegen lassen bis die Säure verdampft ist. Das Ganze am nächsten Tag wiederholen. Vorher die Königin heraus fangen und in Käfig setzen.
    Dann Honig ins behandelte Volk und alles beim nächsten Volk wiederholen. Den momentan weisellosen Ableger direkt behandeln.
     
    Ein anderer Imker meinte dann wäre der Honig hinüber und ich solle einfach warten, Mitte/Ende Juli ernten und dann behandeln.
     
    Bin Anfängerin und etwas ratlos. Ich denke erste Maßnahme wäre es noch einmal die Drohnenrähmchen heraus zu nehmen (wurde Anfang Mai schon mal gemacht) und durch Leerrähmchen zu ersetzen, oder?

  • Hallo, sherry,
    bleib ruhig...
    Es gibt auch Bienenläuse, harmlos, die kann man auch gern für Milben halten.
    Solange du keine Bienen mit verkrüppelten Flügeln frühmorgens (danach siehst du keine mehr, weil sie zu Fuß um die Beute im Gras unterwegs sind) oder offensichtlicher Paralyse siehst (tritt meist zuerst bei den Drohnen auf und NICHT bei den Arbeiterinnen), brauchst du keine Panik zu kriegen.
    Du machst jetzt gar nix bis zu deinem Erntetermin, danach Schwammtuch mit je 2ml AS 60% pro Wabe, und dann erst wieder Weihnachten OS träufeln oder dampfen.
    Wirklich wichtig sind nur die erbrüteten Winterbienen im Agust/September, die leben bis nächsten Mai...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,


    das hört sich in der Tat nach ner Varroa an. Allerdings ist das, sollte ihr Antreffen auf einer Biene derzeit nicht häufiger vorkommen, nicht unbedingt grundsätzlich problematisch. Sehr wohl jedoch eine Ameisensäure-Stoßbehandlung bei den derzeitigen Temperaturen. Bevor ich hier aber gleich gehauen werde, muss ich gleich dazu sagen, dass ich kein AS-Spezi bin, weil ich mit anderen Mitteln behandle.


    Kontrollierst Du den natürlichen Milbenabfall in den Bodeneinlagen der Beuten? Aus der hochgerechneten täglichen Zahl ließe sich der Befallsgrad und die erforderliche Eile einer Behandlung besser abschätzen. Bei einem hohen Befall wäre ein Abwarten bis Mitte Juli eher kritisch zu sehen - ich würde dann im Notfall auf den Honig dieses Volkes lieber verzichten und lieber mit Milchsäure (schonender) oder unterstützend mit Bienenwohl im Sprühverfahren behandeln, um das Volk stark in den Winter und ins Frühjahr zu bringen. Melde Dich gerne für Details. Wobei Du hier bestimmt auch noch ne Menge anderer Antworten bekommen wirst - es gibt zum Glück ja mehr als eine gute Methode, die Varroa zu bekämpfen..


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich denke das war ein Fehlalarm. Denn dieses "Tier" war groß wie der Glaskopf einer Stecknadel. Denke mal Varroen sind doch um etliches kleiner.
    Ich werde aber auf jeden Fall die Drohnenrähmchen ausschneiden,
    Ausserdem dachte ich daran unten in die Beute eine Platte zu legen und darauf ein großes weißes Blatt Papier um zu sehen was oben heraus fällt. Ist doch sicher sinnvoll, oder? Danke für die Hilfe. :Biene:
    PS: Wo bekomme ich überhaupt Ameisensäure?

  • Hallo sherry,
    wenn du die verdeckelte Drohnenwabe für ein paar Stunden in den Gefrierschrank legst, dann kannst du die Zellen später auseinander brechen und nachsehen, ob auf den schneeweißen Drohenkörpern schwarze Punkte sind. Dann wüsstest du, wie eine (gefrorene) Milbe aussieht und hättest wenigstens schon mal die Gewissheit ob oder ob nicht.
    Grüße, Martin.

  • Je nach Entwicklungsstatus sind die Milben auch hellbraun oder weiß wo man sie dann auf der weißen Larve nicht wirklich sieht.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Ich denke das war ein Fehlalarm. Denn dieses "Tier" war groß wie der Glaskopf einer Stecknadel. Denke mal Varroen sind doch um etliches kleiner.
    Ich werde aber auf jeden Fall die Drohnenrähmchen ausschneiden,
    Ausserdem dachte ich daran unten in die Beute eine Platte zu legen und darauf ein großes weißes Blatt Papier um zu sehen was oben heraus fällt. Ist doch sicher sinnvoll, oder? Danke für die Hilfe. :Biene:
    PS: Wo bekomme ich überhaupt Ameisensäure?


     
    Nee, Varroen sind nicht kleiner. Das wird schon eine gewesen sein. Deine anderen Maßnahmen, Drohnenrähmchen ausschneiden (soweit es zu dieser Jahreszeit überhaupt noch ein Rähmchen mit verdeckelter Drohnenbrut gibt) und eine Befallskontrolle haben noch nie geschadet.
    Ameisensäure- oder auch andere Behandlungen darfst Du auf jeden Fall nur machen, wenn Du dieses Jahr aus diesen Völkern keinen Honig mehr ernten willst. Da hilft auch kein Tauschen von Honigräumen etc. weil die Bienen den Honig im Brutraum zwischenlagern und dadurch belasteter Honig in den Honigraum hochgetragen wird.

  • :eek: Du schreibst aber nicht das wirklich, was ich da grad lese?
    Wir haben die rückstandsfreien organischen Säuren, und wer gut ist, und nicht in Maisfallen steht, kommt damit sehr gut zurecht.
    Die Chemiebomben brauchn wir nicht, ich komm ganz gut ohne alles aus, außer in Ausnahmefällen.
    Chemie ist KEINE Antwort auf Varroa oder sonstige Parasiten - es gibt IMMER Resistenzbildung.:evil:


    Wer bist du?
    Leeres Profil und Chemie-Lobpreisungen, dazu mit abgeschafften Mitteln?
    Agent provocateur Nr. 3?:evil:
    Vergiß es.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo ksaeuberlich,
    wass soll dieser Beitrag uns sagen?
    In welcher Zeit lebst Du eigentlich?
    Wir reden hier im Forum und nicht nur hier von chemiefreier Behandlung und wie man/frau die letzten P-Behandler bekehren bzw. zu Umkehr bewegen kann und dann dieser Beitrag!!
    Gruß Eisvogel
    Nachtrag: Da diese Dein zweiter Beitrag im Forum ist der in der gleichen Tendenz geschriebn ist gehe ich von gezielter Provokation aus.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk