Imker - die letzten Mohikaner?

  • Wir müssen vom Mais weg, wir müssen von den Genfeldern weg,
     
    ja: Kreizkruzif..... in welches Biosphärenreservat dürfen wir denn noch?
     
    Werden sie uns zurückholen, wenn sie sehen, daß man Geld nicht essen kann, wie der Indianer zu sagen pflegt?
     
    Selbst wenn ich manchmal resigniere, seh ich doch noch positive Sachen:
     
    Die Biobauern werden mehr und ich habe noch keinen jammern gehört, der diesen Schritt bereut hätte. Im Gegenteil, den meisten geht es besser als zuvor.
     
    Wir können auch alle Menschen ernähren, ohne Gendreck/PSM und Kunstdünger u. Co., das steht fest.
     
    Vielleicht müssen wir uns wirklich anders organisieren um den Verbraucher zu sensibilisieren und ihn auf die wirklichen Probleme der Menschheit aufmerksam zu machen, damit er anders agiert.
     
    Das braucht Zeit, haben wir die noch?
    Nichts desto trotz, sollte man damit beginnen.
     
    Selbst wenn uns dies gelingen würde, einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu machen, stimmt mich traurig, zu lesen, daß das Varrooseproblem nun auch in Afrika und Asien (obwohl Heimat der Varroa,
    aber durch Import westlicher Honigbienen) auftaucht und dadurch es bald kein Biowachs mehr geben wird, weil, ja weil sich da jemand freuen wird, daß dem so ist, und seine Mittelchen eben dort verkaufen wird, weil wir ja so böse Imker sind und fast keinen Umsatz damit mehr machen.
    Hols der Geyer, sprach der Bayer.
     
    In Angesicht dessen, drängt sich der Vergleich: Imker - Indianer schon auf. Sind doch beide mit Rauch, Feder und spitzem Eisen bewaffnet und die Tage gezählt, wann abgerechnet wird.
     
    Holladrio, die Welt ist rund und wir gesund, na Und?
     
    Simmerl

  • ...und dann liest ein Blinder dem Tauben den Struwwelpeter für,
    hinter dreifach verriegelter Tür... (BAP:"Kristallnacht")


    Hallo Simon, noch rennen die Endzeitpropheten nicht durch die Städte und verkaufen Ablassbriefe, noch hängen wir nicht zu Dutzenden an den Bäumen.
    Noch sind wir da, und jedem Ende liegt auch ein neuer Anfang zugrunde.
    Wenn uns die "moderne" Gesellschaft in ein Reservat abschiebt, dann gehen wir halt. Denn, eines steht fest, wenn wir die Einzigen sind, die gesunde Nahrungsmittel verkaufen können, dann werden sie sich an uns erinnern.
    Und bis dahin kann ich persönlich in meiner Nische sehr gut leben.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Auch wenn ich mich nicht wirklich entscheiden kann, wovor mir mehr Angst und Bange wird, den Entwicklungen da draußen oder aber den Reaktionen der Funktionsträger:


    Das Ganze kann trotz allem viel schneller wieder eine positive Wendung nehmen, als wir vielleicht befürchten. Ich hab in den letzten 20 Jahren schon so manch eine Kampagne erlebt, die schneller gewonnen war, als man die dazugehörigen Flyer nachdrucken konnte. Und viele davon nicht einmal erwarteter Weise...


    Die Frage ist nur, wie schnell man das bis dahin zerbrochene Porzellan wieder geklebt kriegt...


    So wie es heute allem Zweiflern zum Trotz etwa im Bereich Windenergie riesige Jobzuwächse gibt, wird vielleicht in ein paar Jahren ne Menge Geld verdient, kontaminierte Anbauflächen wieder zu sanieren...


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Tachchen ihr Aufrechten,
    lasst uns alles mit viel Geld richtig versauen, um es dann mit noch mehr Geld sauber zu machen!
    Die "Leute" wollen es so.
    Geitz ist geil und Billig ist super!
    Das viele sinnlos verballerte Geld könnte besser eingesetzt weden, nur es macht ja keiner.
    Schade das man aus Honig keinen BIOkraftstoff herstellen kann, sonst würde man uns das Zeug aus den Kisten reißen. Wir hätten Fördermittel ohne Ende und würden alle an der 10. Mille arbeiten.
    Knäcke

  • ... so scheint es wohl.
    Und sie werden uns zurückholen. Aber dann wird es bereits zu spät sein.


    Wir schreiben den 05.06., in unserer Aue siehst du keinen Schmetterling, keine Hummel , keine Wildbiene, keine Käfer, du hörst keinen Grashüpfer, keine Grille zirpen. Kein Frosch, keine Eidechse. Selbst die allgegenwärtigen Rasenameisen sind nicht zu finden. Nichts, man hat das Gefühl durch eine absolut sterile Landschaft zu wandeln. Keine Bewegung, kein Geräusch. fast wie eine perfekte Computergrafik, aber eine die noch nicht ganz fertig ist. Manchmal ist das schon unheimlich.


    Es ist nicht 5 min. vor zwölf, es ist bereits fünf nach.


    Man kann nur schützen und erhalten was noch da ist. Bis zum Horizont sehe ich bei uns Raps und Weizenfelder. Alles in wundervollem Grün, aber eben nur grün. Da blüht nichts mehr, da kann auch kein Volk mehr überleben. Und täglich sieht man die Sprühfahrzeuge irgendwo auf den Schlägen. Da ist nichts mehr was noch erhalten werden kann.
    Der Wahnsinn geht weiter, und jeder weiß es, aber keiner derjenigen die es stoppen könnten ist bereit dazu. Denn es hängt zu viel Geld daran , und der eigene Job. Kritiker werden zum Schweigen gebracht , auch von denen die sie eigendlich vertreten sollten. Die Varroa ist das Grundübel, so tönt es allerorten. Und damit ist alles begündet und alles klar.
    Chemie , Umweltgifte ? ... nie und nimmer.
    Haut ordentlich Medikamente und Chemie in die Völker und der Honig wird fließen, natürlich nur das was zugelassen ist und auch ordendlich kostet. Schließlich wollen ja alle verdienen. ....


    Umweltschutz ist ein Milliardengeschäft. Man drückt beide Augen ganz fest zu wenn die Umwelt mit vielen Milliarden zerstört wird, und dann werden mit viel Geschrei und noch mehr Milliarden Potemkinsche Dörfer errichtet die dem Verbraucher zeigen wie viel doch für eine gesunde Umwelt getan wird.
    Egal wo wir hingehen, die Erde ist rund , wir können nicht mehr weg. Der Wind und der Regen wehen um die ganze Erde, Genveränderte Pollen, Chemischen Gifte, Atomare Stäube, ... werden uns immer einholen.


    Wir haben die Büchse der Pandorra geöffnet. Was nun kommt weiß niemand.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.


  • Wow. Kann das bitte mal jemand 1:1 auf ein Titelblatt drucken?


    Danke!


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • .....wir müssen auch lernen, mal an einem Strick zu ziehen!
     
    Erst einmal, müssen Imker wieder Imker werden und sich so benehmen und sich nicht "rassemäßig" begutachten.
    Wenn hier und bei der ökologisch notwendigen Umstrukturierung, Einigkeit herrscht, sollte man Kontakt zu anderen Verbänden (Umweltschützern/
    Naturschützern/Verbraucherschützern/Greenpeace und und und aufnehmen)
     
    Notfalls sollte man auch mal schwimmen lernen.
     
    Man muß die Sterne nehmen, wie sie fallen,
    auch wenn sie Funken sprühen.
    Nicht auf die Seite lehnen,
    denn sonst kommt man ins Schwimmen,
    auf dem Strom, der endlos ist,
    der ohne Anfang, ohne Ende,
    auf dem der Krieger stirbt.
     
    Gruß Simmerl