Diskussion zur Schwarmimkerei nach der "Methode 2"

  • Hallo miteinander,


    vielleicht können wir Meinungen zur Schwarmimkerei-Methode 2 sammeln, denn ich sammel noch Für und Wider-Aspekte der Methode.


    Hier die Idee (ursprünglich Umsiedlung von einer Rähmchenbeute in eine Warrebeute):




    Wenn man den Faden weiterspinnt, könnte man diese Methode in den Folgejahren nach der Umsiedlung auch bei den Warre praktizieren. Einfach schwärmen lassen (je nach Umfeld) oder mit Schwarmfangsack abfangen und in neue Beuten einschlagen. Die abgeschwärmten Stöcke einfach vereinen.


    Ideen, Anregungen und Tomatenwürfe erwünscht :wink:


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Warum die abgeschwärmten
    Stöcke vereinigen ?
    Ist doch je EIN neues volk ?
    Das ist wenns gut die Verdoppelung der Warre'völker ,jedes Jahr.
    Volk 1 bleibt Volk 1,bis die Beute irgendwann(vielleicht viele Jahre)bienenleer ist.
    Alles Andere ist Ok.
    Gruß
    Helmut

  • Kunstschwärme gehören stets nach der Bildung gefüttert, denn sie starten mit leerem Tank. Paar Rauchstöße reichen nicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Nie mehrer Zellen stehen lassen und auch auf Nachschaffungszellen nach dem Brechen kontrollieren wenn man keine Nachschwärme will.
    Es kommt immer wieder vor, dass selbst abgeschwärmte Völker, denen man alle Zellen bis auf eine bricht, nachschaffen.
     
    (Vorsorglich, würde der Drohn die Zellen schneiden und in Zanderkäfigen mit Plastikabsperrgitter auf ein Hürdenrähmchen setzten, damit Prinzessinen für Mehrwaben-Begattungskästchen vorhanden sind!!!)
     
    Der Vorschlag Brut zu opfern ist gelinde gesagt Quatsch!!!
     
    Nach 24 Tagen ist alle Brut ausgelaufen und das Volk kann abgestoßen werden ohne dieses Opfer!
    Sollte es weisellos sein, hat man nun ja das Begattungskästchen.
     
    Der
    Drohn

  • Hallo,


    sam : Brutscheune im Imkerforum diskutiert


    Henry : Daß Kunstschwärme generell gefüttert werden sollen, entspricht der allgemeinen Auffassung. Ian Rumsey hat jedoch Leitregeln aufgestellt, damit die Biene mit den Milben zurecht kommt. Eine davon lautet, unter keinen Umständen zu füttern. Leider wird diese Regel nicht weiter erläutert und leider ist Ian Rumsey meines Wissens verstorben, so daß eine Nachfrage nach einer detaillierten Begründung nicht möglich ist.


    Nachdem ich mir aber die Reihe von Karl von Frisch's Versuchen angesehen habe, vermute ich, daß die Bienen sehr stark über das Futter lernen. Oder eben ver-lernen.


    Mit der Fütterung verlernen die Bienen also die Verbindung zu der zur Verfügung stehenden Tracht. Sie ballern darauf los und entwickeln sich unabhängig von der Außenwelt. Das ist ja einerseits nicht schlecht, aber vererben sie das erlernte Verhalten an die Nachkommen? Soweit ich kürzlich aufgestöberte wissenschaftliche Papiere in Erinnerung habe (Quellen folgen bei Gelegenheit) erlernen die Bienen eine Menge von den adulten Bienen im Stock. Also durch die gesamte Palette an Kommunikationsmöglichkeiten (Vibration, Berührung, Geräusche, Düfte, etc...) wird aktiv Wissen vermittelt. Eine Bienenschule im Stock :Biene:


    Ich glaube, da ist noch viel zu beobachten.


    Ob man allerdings einem Anfänger dazu raten soll, zunächst eine Fütterpause einzulegen - das ist bedenklich. Ich werde die Passage ändern, zudem es ursprünglich auch 1 Tag heissen sollte. 3 Tage halte ich das Futter bei Naturschwärmen zurück (da sie teilweise durch das Füttern zum Weiterziehen stimuliert werden). 1 Tag bei Kunstschwärmen.


    Nach 24 Tagen ist alle Brut ausgelaufen und das Volk kann abgestoßen werden ohne dieses Opfer!


    Da ist was dran.


    Wie verhalten sich eigentlich die Varroen in dieser Zeit, wenn sie merken, daß die letzte Brut ausläuft?



    Sollte es weisellos sein, hat man nun ja das Begattungskästchen.


    Von Begattungskästchen wollte ich eigentlich weg. (Beziehungsweise will ich erst garnicht hin :wink:) Wenn Prof. Tautz schildert, daß die Königin auf ihrem Flug begleitet wird, dann möchte ich die Bienen als Begleitung haben, die sie aufgezogen haben und die dafür aus dem Stock stammen. Wer weiß welche Mechanismen es da noch gibt, die wir nicht kennen.



    Viele Grüße,


    Bernhard


  •  
    Verstanden??
     
    Der
    dickäugige
    Drohn

  • Noch nicht, aber was nicht ist, kann noch werden!
     
    Wers gern ansieht, macht looky, looky in Böttcher/Zander, Zucht und Haltung der Biene, da ist die Blumenhaltungbegattungskästchenbetriebsweise beschrieben.
    (abgekupfert vom Griechenkorb):daumen:
     
    Na, dann:Biene:mal rüber nach Bayern, du Topfimker, bevor es Dir zu naß wird!
     
    Gruß Simmerl

  • Ja... Töpfe hätte ich (leider sonst keinen Peil) ... und hoffe, dass es bald mal klappt mit dem Besuch


    Liebe Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hi bernhard,
    bevor es hier noch weiterabdriftet:
    Ich habe das Gefühl,du beginnst dich wg Ungeduld zu verzetteln.
    Wenn die Warre' durch Schwärme,Vorschwärme oder Kunstschwärme belegt worden ist,
    hat auch der Imker die Finger in der Tasche zu halten.
    Wenn aus der Warre' ein Schwarm abgeht kannst du doch nicht alles auseinanderreißen um Schwarmzellen zu brechen.
    Das widerspricht allem was ich bisher gehört habe.
    Warum gehtst du von dieser Linie ab
    Uns war doch klar,das wir noch einige Jahre,nach alter Methode Bienen halten müssen,um Schwärme oder Vorschwärme haben zu können
    Die Warree müssen wir sich selbst überlassen.
    Bis zum bitteren Ende (notfalls Varroabehandlung)
    Na klar ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht wie ich meine restlichen 3 Warre' besiedeln soll
    Schwärme sind nicht mehr zu erwarten(alles abgedüst,was Flügel hat.)
    Sammelbrutableger und Königinnenzucht sind nicht erwünscht !
    Da bleibt,ich mag keinen Kunstschwarm mit Zuchtköniginnen,nur noch ein Brutableger,
    mit selbstgezogener Weisel,der bei Brutbeginn in die Warre' gegeben wird,und mit Honigraum bienen(dann Standortwechsel) verstärkt wird.
    Sofort mit Honigwasser füttern
    Ob ich den Brutableger,wenn die Chefin begattet ist,an Ort und Stelle in die Warre stecke,
    oder sie an einen anderen Ort verbringe,weiß ich noch nicht,ist aber auch egal,ist geruchsmäßig eine Familie.
    Es sollte jedem abgefegten Brutableger,der bis Ende Juni erstellt wird ,gelingen ,bei der Warre' mit guter Honigfütterung,rechtzeitig ein gutes Volk zu erstellen.
    Mit etwas Fingerspitzengefühl und Augenmaß geht auch fast keine Brut verloren
    Alle sind geschlüpft,die Junge hat noch nicht viel gelegt.
    Solltest du noch irgendwelche Versuche planen,gib mir Nachricht.
    Noch habe ich 3 Warre' frei.
    Siehe Helmuts Warre' 2,Bericht und Bilder.
    Aufgestellt in 3 Himmelsrichtungen,Flugloch in jeder Beute, keine Richtungsvorgabe,was müssen wir sonst noch ausprobieren ?
    Leeres Magazin über Kopf habe ich bei Warre' 1 ja auch schon.
    Das ist mein Vorteil,das ich all die schlauen Bücher nicht gelesen habe.
    Auch die weltweit verbreiteten englischen Forschungsergebnisse können MEINEN kleinen
    Versuch nicht beeinflussen.
    Gruß
    Helmut.
    Ich werde weiter unter Helmut Warre`Zwei über meine Warre'bienen berichten

  • Hallo Helmut,


    vielleicht hätte ich stärker betonen sollen, daß diese Methode nur zur Umsiedelung von einer Rähmchenbeute in eine Warrébeute dienen soll.


    Ich bleibe also weiter dabei, nicht in den Warrébeute rumzufingern :p_flower01:


    Viele Grüße,


    der geduldige Bernhard