Die Biene 06/2008

  • Hallo,
    in "Die Biene" 06/08 ist ein Script des landlive-chats mit Dr.Ritter abgedruckt, in dem er auf die Frage nach der Forschung zu einem Ausrottungsmittel der Varroa sinngemäß antwortet "wenn wir die Finanzierung der Forschung sicherstellen können, werden wir in Richtung einer Impfung arbeiten".
    HÄ?
    Ich denke, ER meint eine eventuelle Impfung der Völker gegen AFB, aber doch ganz gewiß nicht gegen Milben?
    Oder wie soll das funzen?
    Wer hat denn da jetzt Schwachsinn produziert, er oder die Redaktion beim Transkribieren?:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo
    Ich habe auch Hä gedacht. Beim Impfen kommt mir immer die Spritze in den Sinn. Also viel Vergnügen.
    Nein im Ernst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solcher Experte solch ein Antwort gibt. Sonst hätte er sicher noch genauer Ausgeführt wie er sich so etwas vorstellt.
    Es ist aber schade, dass so etwas veröffentlicht wird. Die Redaktion sollte hier versuchen die Fehler möglichst klein zu halten.
    Warten wir also auf die nächste Ausgabe welche sicher diese Frage klären wir.
    Gruss
    Hugo

  • Vielleicht sind aber garnicht die Milben das Problem, sondern die Viren. Und wenn man gegen die Viren impfen würde, würde die Aussage wieder einen Sinn ergeben.


    Wenn man mit einer bösen Zunge reden würde, würde man sagen - Ja, damit sichern sich die Forscher und die Pharmaindustrie langfristige Aufträge. Denn so eine Impfung muß ständig wiederholt und der Impfstoff muß der Evolution der Viren nachentwickelt werden. Aber wir reden ja nicht mit bösen Zungen :wink:


    Interessanter wäre für mich zu erforschen, was das Immunsystem derart beeinträchtigt, daß es nicht mehr mit den Pathogenen umgehen kann.


    Wenn Geld ein Problem ist, warum richten wir nicht einen freien Bienenforschungsfond ein, aus dem die Wissenschaftler Gelder von uns Imkern erhalten?



    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Moin, Bernhard,

    Zitat

    Interessanter wäre für mich zu erforschen, was das Immunsystem derart beeinträchtigt, daß es nicht mehr mit den Pathogenen umgehen kann.


    Dafür reicht bereits einseitige Ernährung über zwei, drei Jahre.
    Wenn die Versorgung mit z.B. Spurenelementen nicht sichergestellt ist, können wichtige Enyzme und sonstige Eiweiße nicht mehr korrekt gebildet werden und behindern das ganze System.
    Andersrum ist ein Überschuß an Schwermetallen ebenfalls schwer immunschädigend.
    Und von direkten Giften wollen wir doch gar nicht erst anfangen...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • Wenn Geld ein Problem ist, warum richten wir nicht einen freien Bienenforschungsfond ein, aus dem die Wissenschaftler Gelder von uns Imkern erhalten?


    Dann würden wahrscheinlich sogar wir Praktiker und unsere Sorgen und Einwände von den Wissenschaftlern erst genommen werden. Zu finanzieren etwa über ein paar Cent pro Glas Honig, wenn man, was sicher nicht einfach wird, die Masse der Imker zum Mitmachen bewegt. Plus ergänzendes Geld von Stiftungen, aus Erbschaften usw.


    Könnte funktionieren...


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter