Dunkle Biene, Landrasse, Apis mellifera mellifera...Fragen

  • Hallo, ich fange gerade erst mit der Imkerei an und da ich gelesen habe das die Dunkle Biene robust und für Anfänger ideal sei dachte ich ich frage mal nach ob hier jemand Erfahrungen mit der heute gehaltenen Dunklen hat.
    Die Imkermeister hier raten alle von der Haltung ab, weil die Dunkle ein ganz übler Stecher gewesen sein soll. Ist das heute noch so wie damals, oder haben die Landrassenimker mittlerweile eine umgänglichere Biene ausselektiert?
     
    Wie ist es eigentlich mit der größe, die mellifera x2 ist ja größer als die carnica, ligustica und buckfast... passen die überhaupt durch ein Absperrgitter?
     
    Was denkt ihr von der Dunklen, sollte man sie wieder mehr halten oder lieber abstand nehmen?

  • Hallo, ich fange gerade erst mit der Imkerei an und da ich gelesen habe das die Dunkle Biene robust und für Anfänger ideal sei dachte ich ich frage mal nach ob hier jemand Erfahrungen mit der heute gehaltenen Dunklen hat.
    Die Imkermeister hier raten alle von der Haltung ab, weil die Dunkle ein ganz übler Stecher gewesen sein soll. Ist das heute noch so wie damals, oder haben die Landrassenimker mittlerweile eine umgänglichere Biene ausselektiert?
     
    Wie ist es eigentlich mit der größe, die mellifera x2 ist ja größer als die carnica, ligustica und buckfast... passen die überhaupt durch ein Absperrgitter?
     
    Was denkt ihr von der Dunklen, sollte man sie wieder mehr halten oder lieber abstand nehmen?


    Hallo Wabenklau,


    diese Frage ist berechtig, ich rate dir davon aber ab.


    Die Hauptprobleme, liegen in der weiteren Auslese die kaum ein Anfänger oder Normalbienenhalter durchführen kann, ich als Carnicareinzüchter hatte schon eine Dunkle Linie, die Enttäuschung war sehr groß, ohne Schleier war ein Arbeiten nicht möglich, der Honigertrag lag weit unter meiner Carnicalinie und diese Bienen waren die ersten die am Baum hingen.


    Schlicht und einfach gesagt Schrott, diese Königin hatte 40 Euro gekostet, das war Sie nicht wert, das meiste dunkle Bienenmaterial ist nicht rein und sind Bastarde.


    Da wird leider viel Wind um nichts gemacht.
    Eine Standbegattung kann man vergessen!
    Als Anfänger sollte man besser die Finger davon lassen, man macht sich keine Freunde damit, solche Bienen kann man keinem zeigen geschweige denn im Wohngebiet aufstellen.


    Es mag sein das es friedlicher gibt, nur die Weiterzucht ist kaum rein möglich, und ohne künstliche Besamung kaum möglich.


    Für Anfänger völlig ungeeignet.

  • Hallo Michael,
    genau diese Antwort könnte ich auf die Carnica gemünzt schreiben,
    wenn Wabenklau nach der Carnica gefragt hätte.
    Warum keine Dunkle, wenn man eine bekommen kann?
    War ja früher auch eine Anfängerbiene, wer hatte denn schon Ligustica oder Carnica?
    Erst die Verbastardisierung mit diesen (und der Heidebiene) machte daraus Stecher und Schwärmer.
    Diese mußten und müssen bei Beschreibungen der Dunklen immer herhalten.
    Über die schwarmträgen Nigra und Braunella liest man dagegen selten mal was.
    Also Wabenklau, die mir bekannte Dunkle aus Belgien ist eine recht robuste Biene.
    Sie ist auch umgänglich.
    Zugegeben, im Nestbereich etwas unruhiger und nervöser als Carnica.
    Aber ich kenne auch Carnicas mit ähnlichen Verhalten.
    Aber, um Ärger mit Deinen Nachbarimkern zu vermeiden, nimm erst mal eine Bienherkunft aus Deiner Umgebung;
    später kannst Du ja immer noch, mit etwas mehr Erfahrung als Vergleichsmöglichkeit, eine Dunkle Herkunft nehmen.
    Ach ja, zweimal so groß, das tu mal als Märchen ab.
    Ist ja keine Apis dorsata.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Danke für die Antworten (auch die PM's), ich möchte hier natürlich mit meinen Imkerkollegen keinen Stress haben, darum werde ich meine Dunklen Experimente wohl erstmal bis auf weiteres verschieben (vielleicht findet sich ja irgendwann einmal ein Standplatz, weit ab vom Schuss dafür).
     
    Es hat mich ein wenig erstaunt wie emotional die Debatte über die gute alte :Biene: teilweise geführt wird, ich fang erstmal mit unserer hiesigen Mischbiene an (Buckfast-Carnica mix) und seh dann weiter :)

  • Und Kollege aus Soest,


    hast' Dir immernoch einen Bären über unsre einheimische Biene aufbinden lassen?
    Stress machen sich die Imkerkollegen, die gegen eines ihrer natürlich vorkommenden
    Wildtiere wettern bzw dieses wagen auszurotten, nur wegen Profit (Honig Ausbeute *Gier*)
    oder weil man keine Lust hat Dunkle Bienen die quasi "totgemischt" wurden wieder herzurichten
    sich eindeutig selbst. Naja ....... und was wir von solchen Sprüchen wie vom Carnicazüchter
    Michael2 zu halten haben wissen wir ja. Nicht weil er Carnica züchtet, sondern weil er allen Anschein
    nach nur Mist im Bezug auf die Mellifera verbreitet.


    Lothar : Die Braunelle und Nigra sind wunderbare Tierchen und garnicht soweit von unserer
    hier einst einheimischen Mittellandbiene abgespalten. Ich meine vom Ökotypen her.
    Braunellen und Nigra fliegen hier auch wieder.

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    geht das etwas sachlicher ?


    was wir von solchen Sprüchen wie vom Carnicazüchter
    Michael2 zu halten haben wissen wir ja. Nicht weil er Carnica züchtet, sondern weil er allen Anschein
    nach nur Mist im Bezug auf die Mellifera verbreitet.



    Es hat mich ein wenig erstaunt wie emotional die Debatte über die gute alte :Biene: teilweise geführt wird, )


    Das erstaunt mich auch immer wieder. Wer wie der Nordbienenimker argumentiert, trägt nicht gerade zu einer vernünftigen Diskussion bei. Der Schaden ist größer als der Nutzen und wenig erbaulich zu lesen. Bei einer solchen Wortwahl findet Ihr Ihr nie eine friedliche Basis für vernünftige Gespräche. Schade eigentlich, ist es doch ein spannendes Thema. Jetzt hast Du einem Kollegen eins vor den Latz gehauen,anstatt Ihn und alle Anderen sachlich zu informieren.
    Das Thema ist im Eimer und es gibt nur Verlierer.
    Schade.
    Vielleicht solltest Du in Deinem nächsten Beitrag das Ganze einmal anders angehen.


    Gruß aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Für Neulinge ist die Biene nichts, da man keinen Paten findet. Es weiss ja kaum einer wie man sie richtig führt. Gib einem C Imker ne B, oder umgekehrt, dann holen die auch nicht das Maximum raus.
    Schade ist, dass die Imkerei immer nur auf kg Honig ausgerichtet ist.

  • ..... Es weiss ja kaum einer wie man sie richtig führt. Gib einem C Imker ne B, oder umgekehrt, dann holen die auch nicht das Maximum raus.


    ... ich weiß nicht... diese Argumente kommen bei "Diskussionen" von Carnica- und Buckfast-Imkern auch immer hoch..... ich halte sie - mit Verlaub - für Quatsch und nur vorgeschoben.
    Ein Imker, der seine Bienen gut beobachtet und in der Lage ist, sie so zu führen, dass sie sich optimal entwickeln, der kann mit jeder Biene erfolgreich arbeiten. Natürlich erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit.
     
    Was mich auch immer wieder verwundert: Man weiß, welche Bienenrasse man am Stand hat, hat aber noch nie nach rassetypischen Merkmalen geschaut und macht meist Standbegattung .... :roll:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Wenn es Schade ist, dass es immer nur auf die Kg ankommt, dann ist es doch egal, wenn der Pate "nicht das Maximum rausholen kann"... :confused::confused:


    Moin , Moin aus Hamburg ,
    Maximum als Synonym für "wesensgemäß". Hat nicht unbeding etwas mit Ertrag zu tun. Das ist eben so als wenn Oma einen Schlittenhund in einer total überheizten
    1 Zimmerwohnung hält und einmal am Tag mit Ihm um den Block geht.


    Jeder Bien entwickelt sich nach Rasse, Jahreszeit, Trachtangebot, Witterung, Region und ..........anders.
    Man muß den jeweiligen Bien begreifen/verstehen damit sich alles optimal entwickeln kann. Da Du ja mit dem Bien arbeitest, bist Du es , der wesentlich in seine Entwicklung beeinflusst. Alles was seiner Entwicklung nicht dienlich ist, verhindert das MAXIMUM dessen, was der Bien zu seiner optimalen Entwicklung braucht. Auch dieses kann man als Maximum sehen. Eben ganzheitlich.:wink:Daneben gibt es natürlich einseitige Maxima. Eben alles eine Sache der Betrachtungsweise.
    Ergebnis ist jedenfalls, das "Herr und Hund" zusammenpassen müssen. Sonst fühlt sich keiner wohl.
    (Deswegen hat der doc auch einen Dackel :cool:) )


    Beste Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Mit meinem Wissen was ich mir so nach und nach in Praxis und Theorie aneigne.
    Das reicht mir.


     
    Hallo,
    ich denke wir beide sind nicht alt egnug um beurteilen zu können wie die "alte Mittellandbiene" war. Schon Gerstung hatte 1923 Mühe noch reine Stämme dieser Biene zu finden. Dass die Brauelle und Nigra als Ökotypen - also an das jeweilige Ökosystem angepasste Population - nicht weit von der braunen Biene Mitteldeutschalnds weg ist, nun ja, da ist schon Zweifel angebracht. Von alleine hätten sie es NIE von Tirol nach Hessen gebracht, oder scih aber auf dem Weg dorthin sauber verändert (in Anpassung an die jeweilige Umgebung). Der Postweg überspringt diese Anpassung. Genotypisch ist z.B. die Nigra und Belgische schon ein ganzes Stück auseinander.


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space