Faule Königinnen ???

  • Liebes Forum,


    meine Nachzuchten aus zugekauften F1-Königinnen, welche ich am eigenen Stand vermehrt und begattet habe, füllen kaum eine Zarge. Die Königinnen sind sowas von legefaul. Die Ableger vom Vorjahr sollten eigentlich dieses Jahr meine Wirtschaftsvölker bilden.


    Es sind genügend leere ausgebaute Waben im Kasten vorhanden, jedoch werden nur jedesmal bloß die auslaufende Brutzellen wieder neu bestiftet und entsprechend klein ist das Brutnest. Das Besprühen der Waben mit Wasser brachte kein Erfolg, die Königin bleibt auf ca. 2-3 Waben und bebrütet nur kleinste Flächen. Das Volk will daher nicht so richtig wachsen. Derzeit sitzt es auf einer Zarge und belegt ca. 5 Wabengassen.


    Für viele wäre dies ein Grund, das Volk aufzulösen und mit einem andern zu vereinigen. Ich möchte aber aus der Sachlage auch etwas lernen, und behalte daher die Entwicklung solcher Nachzuchten noch bis zum Herbst im Auge.


    Kann mir einer erklären, unter welchen Umständen eine Königin solch eine schlechte Legeleistung aufweist?


    Übrigens: bei allen drei meiner im Vorjahr gebildeten Ablegern finde ich dieselbe Situation vor.

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!


  •  
    Hallo Kopmeier!
     
    Ich bin der Meinung, das liegt an der Erbanlage.
    Das gleiche Problem habe ich auch mit einer Königin von einen "Züchter".
     
    Mit freundlichen Grüßen
    IMME

  • Hallo


    ich habe das gleiche Problem mit meiner Königin von meinem Völkchen dem ich mit Heizung geholfen habe. Die Königin hat 6 Brutwaben darüber geht sie nicht hinaus.das Volk hat eine Drohnenwabe, eine MW ausgebaut die Königin hat sie nicht bestiftet, wurden voll Honig getragen. Auch 2 Leerwaben die ich ans Brutnest hängte, wurden voll Honig getragen. 4 Leerwaben im Honigraum wurden nur zögerlich angenommen.
    Die Königin saß heute auf einer Wabe und wurde von 6-8 Bienen "beleckt" oder umgeben, hat sich aber kam bewegt. Auch am 2.Baurahmen wird gebaut, da lässt sie sich auch nicht sehen,sie müsste aber über zwei noch nicht verdeckelte Honig-Pollenwaben. Weiselnäpfchen waren angesetzt. Mal sehen was wird.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin,


    für mich hört sich das auch nach dem Erbgut an. Nicht jede F1 oder auch Reinzuchtkönigin muss aufgrund ihrer Bezeichnung die gewünschte Leistung haben. Wie waren denn die Mütter, sprich die F1? Kannst DU was über die Herkunft sagen?


    Da müsste der Heterosiseffekt doch entsprechend gewirkt und die Mädels ne ganz gute Leistung erbracht haben. Wenn dem nicht so war, würde ich einfach mal andere Quelle ausprobieren.


    Meine F1er haben überwiegend sehr gut losgelegt - je höher die F-Generation dann aber fortschreitet, desto eher (jedoch nicht zwingend) gehen die in der Leistung zurück. Die Reinzuchtköniginnen sind im Erbgut jeweils etwas enger und damit i.d.R. nicht ganz so leistungsstark (wobei das natürlich nur eines unter vielen wichtigen Nachzuchtkriterien ist). Allerdings hat mich heute ein Peschetz-Reinzuchtvolk sehr überrascht, weil ich ihm 48 kg Frühtracht entlocken konnte.


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Zusammen,
    zu klein gestartet.
    Der Raumsinn der Bienen steht noch auf Ableger.
    Vom Gefühl der Bienen her: wir sind ein kleines Volk mit wenig Raum, was brauchen wir da viel Brut?
    Das mittlerweile Mehr Raum vorhanden ist, haben sie noch garnicht mitbekommen...
    Hast Du eine Bienenkönigin gekauft, weil sie "Reinrassig" ist?
    Nun, äußere Merkmale allein lassen noch keine Rückschlüsse auf innere Werte zu.
    (dafür werde ich gesteinigt:wink:)
    Bei gekauften Königinnen:
    im gleichen Jahr noch eine kleine Probeserie nachzüchten, dann sieht man, was der Nachwuchs leistet.
    Dafür reichen fünf bis zehn Völker, minimal.
    Für diesen Aufwand wird man im nächsten Jahr dann schon mit Drohnen dieser Königin als Erbgutverbreiter belohnt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • :lol: Hallo, Lothar,
    :p_flower01::liebe002: für dich!
    Genau das ist es.
    Ich predige doch nicht umsonst, daß man keine Einzarger in den Winter schicken soll, sondern sie so fett wie nur möglich machen soll, auch auf 3 Zargen, wenn sie das packen.
    *Jetzt* werden die Grundlagen für das nächste Jahr gelegt bei den Jungvölkern.
    Klar hat man dann das Pseudo-Problem mit dem Schwärmen nächstes Jahr, aber das haben wir ja wohl alle im Griff.:cool::wink:
    Das Bienenjahr 2009 fängt für die Ableger/KS etc. jetzt schon an, und alle Maßnahmen wirken sich auch auf 2009 aus.
    Also handelt entsprechend.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  •  
    Das gleiche Problem habe ich mit einer Königin von Michael2!
    Trotz Anraten, auch vom Züchter die Königin abzudrücken, habe ich sie behalten.
    Jetzt habe ich von dieser legefaulen (Standbegattet von Michael2) nachgezogen und auf meinen Stand begatten lassen -> beste Wirtschaftsköniginnen, die ich bis jetzt hatte!!!
    Auch der Rat von "alten" Züchtern muß nicht immer der Beste sein.
    Hätte ich mich von der "faulen" getrennt, wäre mir viel verlorengegangen!
    Michael2: Doch noch was gutes d´raus geworden!
     
    Mit freundlichen Grüßen
    IMME


  • SaBiene , das hat was!


    Ich glaube nicht, dass bei allen Ablegern die Königin schuld ist.
    Wie stark wurden denn die Ableger gemacht? Wann wurden sie gemacht? Fütterung ausreichend und mit was wird gefüttert?


    Gruss Peter

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.

  • Genau das ist es.


    Ich predige doch nicht umsonst, daß man keine Einzarger in den Winter schicken soll, sondern sie so fett wie nur möglich machen soll, auch auf 3 Zargen, wenn sie das packen.


    Einspruch Sabine, ich gehe grundsätzlich mit einem Raum 10 ÖBW in den Winter.


    Zitat

    Zitat Kopmeier


    Für viele wäre dies ein Grund, das Volk aufzulösen und mit einem andern zu vereinigen. Ich möchte aber aus der Sachlage auch etwas lernen, und behalte daher die Entwicklung solcher Nachzuchten noch bis zum Herbst im Auge.

    Nicht auflösen, sondern verstärken oder allenfalls zwei zusammenlegen. Der Grund für die schwache Legeleistung der Königin dürfte nicht an ihr selbst gesucht werden, sondern hier sind vermutlich, aus welchen Gründen auch immer, einfach zuwenige Pflegebienen vorhanden.


    Zitat

    Zitat Kopmeier


    Übrigens: bei allen drei meiner im Vorjahr gebildeten Ablegern finde ich dieselbe Situation vor.

    Wie waren die im Spätsommer/Herbst beisammen? Vor allem wäre hier die Legeleistung der Königin besonders interessant. Notenbewertung, wenn Du so etwas machst. Ferner, wie und mit was wurde gefüttert und wie war der Allgemeinzustand beim auswintern?


    Fragen über Fragen also.


    Josef

  • Hallo Zusammen
    Bei 2 (Grübe..)Völkchen (7Waben belegt)sieht es so aus ,im Februar wo es ein für ein paar tage wärmer wurde gingen beide voll in Eilage .Wie es dann wieder Kalt wurde gingen beide aus der Brut .Seit der Zeit kommen beide nicht wieder in die Pötte. Ich glaube was mir übrig bleibt ist vereinigen oder
    Brut zuhängen.:Biene:
    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd..

  • Update:


    Bei den schwachen Völkchen hat sich gewaltig was getan, worüber ich euch berichten möchte:


    - Vermutlich hat Josef (Jofl) genau den Punkt getroffen, der bei einigen Imkern für klein bleibende Völker gesorgt hat: zu wenig Pflegebienen.


    - Erinnern wir uns an die kalte Ostertage: Dies hat auch mit dazu beigetragen, daß die kleineren Völkchen nicht so richtig in Brutlaune waren.


    - Zunächst habe ich zwei kleine Völkchen mit Absperrgitter dazwischen übereinandergestellt.


    - Dabei hat sich herausgestellt, daß selbst nach vier Wochen und wärmerem Wetter die unterste Königin nicht so richtig legte, wogegen die oberste immer besser wurde.


    - Als Notmaßnahme habe ich jedem der beiden Völker zunächst eine oder zwei verdeckelte Brutwaben aus einem starken Volk zugehängt.


    - Als die unterste Königin auch mit mehr Pflegebienen nicht fleißiger legte, habe ich sie abgedrückt und einen Tag später durch entfernen des Absperrgitters beide Völker vereinigt.


    - Bei der Nachschau gestern war ich verblüfft: Das schwache Volk hat den Turbo eingeschaltet; alle Brutwaben sind bestiftet bis in die äußersten Ecken, Nektar und Pollen werden eingetragen und eine ganze Mannschaft ist emsig am Drohnenrahmen ausbauen.


    Fazit:

    Die anderen Mitschreiber haben richtig getippt:


    - Es waren ggf. zu wenig Pflegebienen vorhanden!


    - Es liegt nicht immer an der Königin!


    - Dieses Jahr machen die Bienen was sie wollen, und nicht wie es in den Imkerbüchern steht.


    - Auch wenn man die Ableger einzargig (11 Waben DNM) in den Winter schickt, diese zuvor ausreichend mit Apiinvert füttert und gut gegen die Varroa behandelt: die plötzlichen Wetterumschwünge, das Auftreten von Nosema, Ruhr und Maikrankheit können ein Völkchen, welches im Februar noch munter 3-4 Wabengassen besetzt, nochmals arg dezimieren bis hin zum Tod.

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo Kopmeier,
     
    Entschuldigung, bitte. Aber an dieser Stelle mal kurz eingehakt:
     

    Zitat

    welches im Februar noch munter 3-4 Wabengassen besetzt


    Nach meinen langjährigen Wintertraubenbeobachtungen sind 3-4 WG die unterste Grenze dessen, was gerade noch so(ohne Krankheiten!) überlebensfähig ist! Ohne spätere Hilfe ist kaum ein Honigertrag zu erwarten. 3 WG ist im Winter sogar die absolute Untergrenze. Mit nur 2WG ist das "Volk" spätestens bei der nächsten Kälte tot.
     
    Mit Herzlichen Grüßen, Torsten

  • Hallo Torsten,


    Das scheint bei mir dieses Jahr eine normale Auswinterungsstärke gewesen zu sein, da ich dies bei allen Ablegern beobachten konnte.


    Im Sommer kurz vor der Winterauffütterung und Varroabehandlung waren noch ca. 6-7 Wabengassen bienengefüllt.

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo,
     
     

    Zitat

    Im Sommer kurz vor der Winterauffütterung und Varroabehandlung waren noch ca. 6-7 Wabengassen bienengefüllt.


     
    wenn das beabsichtigt war, dann paarten sich wohl Können, Zufall(milder Winter) und Glück!
     
    :daumen:
     
    Aber im Ernst! Ab 8WG bei Kälte und mind. "Fussballdurchmesser" kommt im Frühjahr richtig Freude auf!:lol:
     
    Herzliche Grüße, Torsten