Wann schleudern?

  • :lol: Sorry, wirklich stoppen tut er ihn nicht, nur extrem verlangsamen, was bei Raps zu unspürbaren Kristallen führen kann, reinste Sahne...aber das dauert...bei anderen Honigen noch länger, ich hab hier Linde, die ist immer noch halbliquide seit einem Jahr...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke!


    Jetzt nach dem Schleudern ist vieles klar!
    Bei der Einsicht Gestern ist von den Honigwaben der Nektar nur so herausgespritzt und verdeckelt war etwa ein Drittel!
    Da hab ich mich überhaupt nicht drübergetraut und wollte noch warten.
    Doch heute in der Früh, es war um einiges mehr verdeckelt und auch kein Spritzen mehr.....Warum? Weil ich gestern bei schönsten Flugwetter geschaut hab und das was mir an Honig entgegen tropfte frisch eingetragener Nektar war. Darum dachte ich der Honig wäre noch nicht reif!
    Aber was alles so aus den Lappen rausgeschleudert werden kann ist ja irre!


    14 DNM = 23Kg eine Freude ist so eine erste Ernte!!!:-D


    Werner


  • dann ist der honig aber immernoch viel zu nass, wenn gestern noch eingetragen wurde.
    mfg jeffrey

  • Hm, muss ich messen lassen. Getropft ist nix mehr.


    Wie soll ich verhindern das die Bienen eintragen? Nur während langen Schlechtwetterperioden Schleudern?


    Oder wenn keine Tracht vorhanden ist?`Aber wann ist das schon, das gar nicht mehr zu finden ist?


    Bis dann


    Werner


  • hallo,
    genau, nur wenn keine tracht ist schleudern. oder eben einfach nur vll verdeckelte waben. des ist eh das beste.
    deswegen spritzprobe gerade bei möglicher tracht machen, weil n ur wenn dann nichts spritzt wiurd auch nichts eingetragen.
    mfg jeffrey

  • Hallo, Jeffrey,
    wenn man die Wabe morgens rausnimmt, sind die ziemlich trocken, weil da ja die ganze Nacht getrocknet & verdeckelt wurde und nix neues reinkam.
    Nachmittags kann das schon in die Hose gehen, speziell bei Akazie, der ist so dünn.
    Ich lege nachmittags die Bienenfluchten ein und am nächsten Morgen früh die Waben raus, bisher null Probleme.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke.
    Ich kann mir unter Trachtfrei einfach nichts vorstellen. Die Bienen fliegen einfach bei gutem Wetter und finden doch immer etwas zu holen.


    Bei mir hat der Raps zu blühen aufgehört, das ist sicher was die Tracht betrifft ein ziemlich großer Brocken, der wegfällt.
    Aber in der Gegend wo ich wohne sind auch viele unterschieldiche Vegetationen. Felder, viele Wiesen, und die ganzen Gärten bei den Häusern.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da nichts finden lässt.


    Also, wenn schon Tracht, dann auf alle Fälle in der Früh?


    Werner

  • Hallo, Werner,
    Trachtende merkst du sofort, denn dann siehst du an den Kisten auch Bienen, die nicht zielsicher im Landeanflug aufs Flugloch zustürzen, sondern waagerecht scannen, was da steht, wie es riecht, und auch ungerichtete Landeversuche unternehmen.
    Wenn man es gesehen hat, erkennt man es sofort, ab da ist Alarm, denn dann sind alle schwächeren Völker gefährdet.
    Und hast du an einem Flugloch erst eine schmierige "Matte", ist es schon zu spät, wenn es keine Prügeleien mehr am Flugloch gibt.
    Prügeln sie sich noch, hilft sofort weit weg umsetzen (Außenstand), aber wenn keine Gegenwehr mehr erfolgt, sitzt irgendwo oben ein verschrecktes letztes Häuflein Getreuer um die Königin, aber eigentlich ist dann schon Ende...:-(
    Varroa juckt mich kaum noch, Räuberei ist mein größtes Problem, Buckis finden jede Schwachstelle und jeden Tropfen Honig...:oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Aha.
    Das bedeutet das Carnis das Problem nicht so stark haben?
    Haben die Bienen dieses von dir beschriebene beobachtbare Verhalten auch, wenn Trachten zB stark wechseln? zB Der Raps verblüht ist?
    Oder ist so etwas eher, wenn man rein in einer Rapstracht steht und daneben einfach nichts zu finden ist?
    Bei mir gibt es recht vielfältige Vegetation, dafür aber keine Linden oder Ahornwälder. Dafür verstreut recht unterschiedliches!


    mfg
    Werner

  • Hallo!


    Das Trachtende bzw. eine geringe "Tröpfeltracht" läßt sich am einfachsten erkennen, wenn man eine honigfeuchte Wabe aus dem Wabenschrank nimmt und sie für wenige Minuten in der Nähe des Bienenstandes aufstellt! Diese Wabe muß dann für diese Zeit dauernd beobachtet werden.


    Wenn sich in dieser Zeit keine oder nur vereinzelt Bienen um diese honigfeuchte Wabe (kann auch ein wenig Honig auf einem Stück Papier sein) kümmern, so ist dies ein sicheres Zeichen daß noch Tracht herrscht! Anderenfalls suchen die Bienen nach jeder Art von Trachtquelle und alle Möglichkeiten an geschleuderten Honig etc. zu gelangen muß unterbunden werden (Räubereigefahr)!!!


    Zur Schleuderreife ist zu sagen, daß Honig nach drei bis vier Tagen Schlechtwetter (ohne Flugbetrieb) geschleudert werden kann. Dies unabhängig davon, ob der Honig verdeckelt ist oder nicht. Speziell das letzte Ausschleudern vor dem Einfüttern wird kaum verdeckelte Honigwaben bescheren! Die Schleuderung sollte nach Möglichkeit am Vormittag durchgeführt werden, da dann, wie bereits in einem anderen Beitrag geschrieben, der Honig über Nacht von den Bienen verarbeitet wurde und nicht mehr spritzt. Ein Bienenvolk kann pro Nacht Wassermengen von mehr als einem Liter aus dem Bienenstock "treiben" (fächeln)!


    Übrigens: Verdeckelung der Waben bedeutet nicht automatisch, daß der Honig unter 20% Wassergehalt besitzt!!! Der Wassergehalt ist von vielen Faktoren abhängig. So kann schon die Aufstellung der Bienenvölker an einem ungünstigen Ort zu höherem Wassergehalt im Honig führen. So hatte ich z. B. bei meinen Bienenvölkern in schattiger Freiaufstellung regelmäßig einen um 1% höheren Wasseranteil im Honig gemessen als bei dem Honig, der an anderem Ort im sehr warmen Bienenhaus geerntet wurde.


    Am besten ist die Anschaffung oder Ausleihe (ev. im Imkerverein) eines Honigrefraktometers. Der Honig wird geschleudert und in einem größeren Gefäß (Honigeimer etc.) für 24 Stunden (fest verschlossen) stehen gelassen. Danach wird die obere Schaumschicht mit einem Löffel etwas beiseite geschoben und mit dem Refraktometer der Wassergehalt gemessen. Sind mehrere Gefäße mit geschleudertem Honig vorhanden und die Meßwerte unterschiedlich, so sind die Mengen so zu mischen (zu verschneiden) daß nach weiteren 24 Stunden der Wassergehalt überall unter 20% beträgt. So kann z. B. Honig mit 22% durch Verschneiden mit Honig mit 17% auf den geforderten Wert gebracht werden. Erst dann ist der Honig unter luftdichtem Verschluß lagerfähig und entspricht den Richtlinien der Honigverordnung. Bei Heidehonig darf der Wassergehalt 23% betragen.


    Imkergrüße ...


    SchulzKF

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