Was brauchen die Bienen wirklich?

  • Hallo,
    Frage siehe oben :wink:
    Damit meine ich nicht nur Beute und Pollen und Nektar, sondern bitte: was benötigen Bienen an Mikronährstoffen, speziell organische Verbindungen, die sie nicht selber herstellen können?


    Ich komme auf diese Frage, weil bei diesem absoluten Sauwetter meine Mädels nahezu durchgängig am Flugloch sitzen und hobeln, und zwar das schwarzgewordene vom Holz.
    In einer natürlichen Baumhöhle, egal ob durch Fäulnis oder Specht entstanden, dürfte die gesamte Oberfläche von Pilzen und sonstigen Mikroorganismen besiedelt sein, ganz zu schweigen von den tierischen Mitbewohnern.
    Was trägt dieses Habitat im Gegensatz zu unseren "schönen sauberen" Beuten und Rähmchen zur Bienengesundheit bei?


    Klar gibt es da auch Lästlinge, wie Bienenläuse, etc., aber die sind im allgemeinen nicht tödlich oder ernsthaft krankheitsbringend.
    Und nein, ich will keinesfalls meine Bienen im Wald aussetzen, aber hat sich irgendjemand schon mal näher mit der Frage beschäftigt?


    Was ist an den Holzpilzen dran, daß die Bienen sie hobeln (und wahrscheinlich auch fressen?)?
    Das würde nämlich erklären, daß die hobelnden Bienen auch Pilze aufnehmen, die wir noch gar nicht sehen können, siehe die vielen Fragen "was machen die da" auf augenscheinlich sauberen Flugbrettern....:wink:
    (ist das deren Äquivalent von Kartoffelchips zum Feierabend?:cool:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,


    ohne jetzt Schlaues zu möglichen Substanzen sagen zu können: das beobachte ich auch schon das ganze Frühjahr - allerdings auch auf recht neuen Ansteckflugbrettern aus Holz, Holzböden und last not least auf Eichen-Häckselstreu. Sowohl vor den Fluglöchern als auch an zig Meter entfernten Haufen der benachbarten Landschaftsgärtner. Und das sieht mir dort nicht nach Wasserholen aus.


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Gerbstoffe als immunstimulierende Substanzen?
    Wie Rotwein-Tannine?:cool:


    Weiss man´s?


    Könnte mir da wirklich einige Mikronährstoffe o.ä. vorstellen (werd mich da mal reinwühlen). Es scheint ja etliches zu geben, was die Mädels gierig aufnehmen - angefangen bei den alten Bienen-Tees bis hin zu aktuell Api-Go, das reichlich Menge Hefen, Antioxidantien, Maltodestrine u.a. enthält. Das Zeug kommt beim Aufsprühen kaum zum antrocknen, so schnell ist das aufgesogen.


    Oder die Mädels schärfen beim Hobeln schlicht ihre Mandibeln...


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Bernhard
    einen kleinen Satz auf deutsch(für den Volksschüler)wäre dazu schon angebracht,
    das ist recht häufig zur Zeit von dir.
    Oder wird das ein Geheimbund für besonders inteligente Inglishspeaker?
    Lasst mich nich dumm sterben!!!!
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut,
    ich übersetz es dir (und Hardy :p_flower01:), aber es ist nicht wirklich was neues.
    Ich stell's ins Netz, aber un-öffentlich, wegen Copyright (ich hab grad keinen Nerv, offiziell zu fragen, ob ich darf, das dauert dann wieder ewiglich..:roll:) und wer will, schreibt mir ne PM, ganz konspirativ.:wink:


    EDIT: Grmpf...man sollte nix schreiben, bevor man nicht zu Ende gelesen hat...doch was Neues.
    Frage: fressen Bienen tatsächlich Frischpollen oder nur und ausschließlich fermentierten Lagerpollen? Nach dieser Theorie können sie Frischpollen gar nicht verdauen, sondern nur durch Fermentation aufgeschlossenen Lagerpollen, Bienenbrot.
    Wie paßt das mit der angeblichen Bevorzugung von Frischpollen zusammen?
    Fermentation braucht ja nunmal ihre Zeit, und welchen Sinn hätte es, unverdaulichen Frischpollen zu futtern?
    Irgendwas paßt da nicht....:confused:

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    Bruce Springsteen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von sabi(e)ne () aus folgendem Grund: Neue Erkenntnisse...*g*

  • ...ich übersetz es dir (und Hardy), aber es ist nicht wirklich was neues.


    Lieb von Dir, aber laß mal. Ich füttere nichts zu, was sie hier nicht natürlicherweise finden und - wie ich Dich kenne - wirst Du neue Erkenntnisse hier posten. Dann klau ich`s eh` von Dir... :cool: :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • :cool:Die Methode:
    Plastikwabe nehmen, Pollen aus China, mit dem x-ray Zeichen, drauf schütteln, Wabe hin und her bewegen, Futtersirup aus Mais druff, mit dem Stockmeisel alles in die Wabe reiben und dann ins Brutnest hängen.
    Nach einer Woche schaut das dann aus wie eine bunte Pollenwabe:cool:
     
    hoffentlich lesen einige Inglishspieking Biekieper den Link!!


    Der
    Drohn
    den das Wort Imker-Industrie immer noch nervt!

  • Moin Markus,
    selbst wenn die Antwort ernst gemeint ist,dadurch sind die Pollen aber nicht fermentiert.
    Die mir unglaublich erscheinende Frage,das Bienen keine Frischpollen vertragen,ist damit nicht beantwortet
    Es stört mich nicht weiter wie und ob jemand Pollen zufüttert,aber ob sie Frischpollen nicht vertragen,schon.
    Ich hoffe,das ein englischsprechender Bienenfreund das herausfindet.
    Gruß
    Helmut


  • Frage: fressen Bienen tatsächlich Frischpollen oder nur und ausschließlich fermentierten Lagerpollen? Nach dieser Theorie können sie Frischpollen gar nicht verdauen, sondern nur durch Fermentation aufgeschlossenen Lagerpollen, Bienenbrot.
    Wie paßt das mit der angeblichen Bevorzugung von Frischpollen zusammen?
    Fermentation braucht ja nunmal ihre Zeit, und welchen Sinn hätte es, unverdaulichen Frischpollen zu futtern?
    Irgendwas paßt da nicht....:confused:


    Liebe Sabine,


    ich bin immer davon ausgegangen, daß nur "Bienenbrot", also in der Wabe fermentierter Pollen für die Bienen verdaulich ist; so habe ich das gelernt und so steht es weitverbreitet in der Literatur (eines meiner wesentlichen Lehrbücher ist der Schweizer Bienenvater, Ausgabe 1985, 16. Auflage, S. 144ff. und ) - dort werden auch ausführlich Ergebnisse von Pollenmangelversuchen beschrieben.
    Nicht nur hier ist die Verdauung der Bienen unserer ähnlich: wir können unfermentierten Pollen auch nicht knacken (verdauen) so wie wir auch nur invertierte Zucker verdauen können, so wie die Bienen.


    Wer schreibt denn wo über den Verzehr (Bevorzugung) von Frischpollen? Das kenne ich nämlich noch nicht. Bekannt ist nur das Phänomen, daß alter (vorjähriger) Pollen rausgeschmissen wird, wenn bei Platzmangel frischer ausreichend zur Verfügung steht, da offenbar auch die Bienen wissen, daß überjährige Lagerung den Pollen nicht besser macht (aaO, S.139f.,147).


    Ich bin auf Deine Übersetzung gespannt, also bitte vermitteln, wenn fertig.


    Ein schönes Wochenende wünscht


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21