Wassergehalt

  • Hallo,
     
    ich habe schon wieder "Bauchweh"
    Meine HR's sind bereits voll und die Waben auch schon etwa zur Hälfte verdeckelt, ich denke also schon ans Schleudern, seit meinen 3 Jahren hatte ich noch keinen solchen Eintrag :lol:.
    Die Bienen tragen so schnell wie möglich Nektar ein und verdeckeln gut, dennoch lässt sich wegen der starken Tracht ein hoher Wassergehalt vermuten.
     
    Jetzt meine Frage:
    Können denn die Mädles auch verdeckelte Waben dehydrieren?
    Brauch ich einfach nur abwarten bis sich der Wassergehalt unter 18% einstellt, oder kann ich den Wassegehalt zum jetzigen Zeitpunkt beeinflussen?
    Die Messung (Spritzprobe/Refra.) ist kein Prob., aber was mach ich, wenn die Mädels einfach nicht das Wasser raus bekommen?
     
    Bitte um Eueren Rat, es wäre total schei..., wenn mir der Honig kippt.
     
    viele Grüsse und schönen Tag
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hallo Gerd,
     
    sollte der Wassergehalt ein Problem darstellen, gibt es eine probate Methode von Liebig:
    Luftentfeuchterin den Schleuderraum stellen offene Zargen am Vorabend der Schleuderung dazustellen und anstellen. Soll bis zu 3% Reduzierung des Wassergehaltes bringen und durch die Wärmeentwicklung des Gerätes bleibt der Honig schleuderfähig.
     
    Grüße Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Hallo Gerd,
     
    sollte der Wassergehalt ein Problem darstellen, gibt es eine probate Methode von Liebig:
    Luftentfeuchterin den Schleuderraum stellen offene Zargen am Vorabend der Schleuderung dazustellen und anstellen. Soll bis zu 3% Reduzierung des Wassergehaltes bringen und durch die Wärmeentwicklung des Gerätes bleibt der Honig schleuderfähig.
     
    Grüße Jan


    Ob der im DIB-Glas vermarktet wird?


    Gruß
    Ralph

  • hallo Ralph,
     
    warum denn nicht?
    Das einzig kritische bei dieser Methode ist doch der hohe Stromverbrauch.:roll:
    Grüße Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Moin Gerhard


    Das mit dem Nachtrocknen lass mal bleiben.
    Das was Sabine sagt ist richtig, da kann ich den Liebig nicht verstehen...
    Sehr spitzfindig die ganze Sache.


    Aber meine alten Imkerkollegen sagen das die Bienen den Honig auch bei verdeckelten Waben dehydrieren können!
    Frag mich wie, aber nach deren Aussage stimmt das.
    Ich gebe das hier nur mal so ungeprüft weiter. Vielleicht weis da jemand etwas aus erster Hand?


    Wenn Du, wie Du schreibst, ein Refraktometer hast, dann messe doch einfach den Honig und zwar auf mehreren Waben an mehereren Stellen: oben mitte unten.
    Mittelwert aus den Messwerten gezogen und Du bist recht sicher.


    Falls Du Dir das Refraktometer immer ausleihen musst:
    Refraktometer werde ich die Tage anbieten können mit ATC für ca. 43,-€ plus Versand.
    Bei Bedarf schreib mich an.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hab mal in Vorfreude auf´s Schleudern den Wassergehalt in den jeweils ältesten HR gemessen. Reichlich unterschiedlich, im Schnitt 17,5%, niedrigste 14,5%, höchster (vereinzelt) 19,5%.


    Würde mal sagen, das Wochenende ist damit verplant.


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Also wir haben bereits vom 10. bis 13. Mai zu Pfingsten geschleudert. Der Honig hat vorallem ein großen Anteil Obstblüte und Raps genaues kann erst nach der Analyse gesagt werden. Ich habe heute umfangreich den Wassergehalt gemessen und der liegt im Großen und Ganzen um die 17% zwei Ausreißer nach oben mit 17,8 und einen nach unten mit 16,1 gibt's aber schon.
    Bei uns ist es so, dass der Wassergehalt bei der Frühjahrsblüte und bei dem Raps immer recht unproblematisch gewesen ist, auch wenn die Waben noch nicht richtig verdeckelt waren.
    Keine Ahnung ob man das verallgemeinern kann?

    Der Richard


    Wenn Du wirklich an Dich glaubst, bekommst Du alles, was Du brauchst!

  • servus.


    lampeitl schreibt in "bienen halten", das die honigdeckel im gegensatz zu der brutraum verdeckelung luftduchlässig ist. wenn honig nun verdeckelt ist, könnte er ja theoretisch noch wasser abgeben und der honig somit im verdeckelten zustand weiter reifen, wenn die temperatur in den zellen höher ist. honig ist aber hygroskopisch und zieht somit wasser an.
    in welche richtung geht nun das wasser. wer weiß mehr?


    danke
    werner

  • Ohne das ich es dies belegen kann oder irgendwo nachgelesen habe, würde ich mal denken das die Bienen in ihrem Bau die Luftfeutigkeit beeinflussen bzw. verringern können, zudem sind im Bau immer mindestens 30°C und bei der Temperatur verdunstet Wasser.
    Denn ich hab mal gelernt umso wärmer es ist, desto schneller bewegen sich die Wassermoleküle, umso leichter brechen einige Wassermolekühle aus den Strukturen heraus - verdunsten also.

    Der Richard


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  • lampeitl schreibt in "bienen halten", das die honigdeckel im gegensatz zu der brutraum verdeckelung luftduchlässig ist.


    Ist das denn wirklich so? :confused:
    Wäre ja etwas unlogisch, weil die Larve/Puppe/Imago sicher auch Sauerstoff benötigt, während der Honig, da er hygroskopisch ist, besser luftdicht gelagert werden sollte.
    Außerdem habe ich´s gerade vor 1,5 Wochen anders gehört.


    Fragen über Fragen....:wink:



    lg
    Castanea

  • Danke Castanea, mir ist es auch unlogisch erschienen, hab jetzt nochmal nachgeschlagen!


    Honigzellendeckel sind luftundurchlässig! Hab das un übersehen.


    Also, wenn die Honigzelle zu ist, dann geht da so wie es ausschaut im Stoc kein Wasser mehr raus!


    Wie funktioniert dann die Nachtrocknungsgeschichte? Da werden ja die Waben auch nicht entdeckelt? Oder doch? Wie wäre es dann möglich das der Honig noch an Wassergehalt verliert?


    Tschüss
    Werner

  • Na wenn nichts raus und nichts rein kommt, dann bleibt ja nur noch der Honig übrig. Dann kann sich der Honig nur selbst das Wasser entziehen. Vielleicht durch Enzymaktivitäten oder ähnliches. :confused:

    Der Richard


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  • Hallo, Richard,
    der Herr Maier sagte auf dem IFT explizit auf Nachfrage, daß die Bienen alle Faktoren im Stock regeln, nur die Luftfeuchtigkeit nicht.
    Ich denke, die regelt sich aber alleine, über das maximale Wasseraufnahmevermögen der Luft in Abhängigkeit von der Temperatur, zumal die Bienen über Wassereintrag zur Kühlung und starkes Fächeln am Abend im Sommer schon für Klimatechnik sorgen.
    Sprich, kühlere trockenere Luft kommt rein, wird aufgeheizt, nimmt Wasser auf, wird rausventiliert....
    Daß Honig nach dem Verdeckeln im Stock noch nachtrocknet, hab ich bislang nicht gehört/gelesen, aber auch nicht, daß in einem gesunden Volk Honig gärig geworden wäre....
    Weiß jemand was genaueres?:confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen