Behördenwahnsinn

  • Grüßt euch liebe Imkerfreunde!


    Also ich wollt mal wissen wie das bei euch war mit dem Standort?
    Derzeit bin ich fast am verzweifeln weil scheinbar an jedem neuen Tag sicher wieder ein anderer zuständig fühlt. Meine Bienen stehen derzeit noch bei einem befreundeten Imker ... jedoch ist da nicht mehr lange Platz für meine.


    Also mein derzeitiger Weg ist


    -> Förster (muss seine Zustimmung geben)
    -> Jäger (muss seine Zustimmung geben)
    -> Grünanlagen Pfleger der Gemeinde (muss seine Zustimmung geben)
    -> Das Umweltamt / Naturschutzbehörde
    -> Hoch und Tiefbaubehörde
    -> Pachtgebühren für den Stellplatz


    Wenn alles Genehmigt wurde und alle ca. 10 Personen dem zugestimmt haben wo ich meine Bienen aufstellen möchte und auch die Gemeinde mir einen Pachtvertrag für die 6 m² gewährt dann muss ich wieder Kontakt mit Förster, Jäger und dem Grünanlagen Pfleger aufnehmen dort noch nach Aufstellen der Bienen eine Besichtigung machen und wenn dann hoffentlich alles passt darf ich auch direkt meine Bienen stehen lassen.


    Zum Glück will ich ja nur vier Beuten in die Heide stellen und kein Bienenhaus errichten ... :daumen:


    Wie kennt ihr das ?

  • Hallo,
    hier geht das so:
    zum Förster dackeln, dem zeigen, wo man gern hin würde, und er zeigt dann, wo er gern hätte, daß man steht (NICHT in die Rückegassen...:oops:), Stellplatz fertigmachen, Bienen hinstellen, Punkt.
    Der Jagdpächter kriegt das vom Förster mitgeteilt.
    Nach der Ernte beide je mit 6 Gläsern Honig verproviantieren und Freude auf allen Seiten...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Halllo !
     
    Hmmm ... also ich habe bei einem Standplatz (Ausgleichsfläche für Baumaßnahmen) lediglich den für die Fläche verantwortliche Nauturschutzgruppe angefragt, für einen weiteren Standplatz (von uns ausgesucht, Aufgrund guter regionaler Kenntins ausgesucht) war nur ein Telefonat mit der "unteren Naturschutzbehörde" und ein gemeinsammer Besuch mit Schlüsselübergabe notwendig.


    Das war es !
    Kein Vertrag, kein nix ... nur ein stell da hin das ist okay !
     
    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ist das so kompliziert bei euch?
    Ab in den Wald bei nem bekannten den ich vorher um Erlaubnis gefragt habe aun gepachteten Platz und fertig.. nix Förster etc...
    Und Ärger gabs auch noch keinen ;-)

  • Na ab in den Wald is bei uns nicht ...
    Denn drei Städte erheben auf den Wald hier in der Gegend Anspruch.
    Und daher musst du erstmal prüfen welcher Teil des Waldes zu welcher Stadt gehört.


    Naja jedenfalls sind bei mir die Naturschutzmenschen schonmal einverstanden.
    Jetzt muss ich noch mit der Gemeinde den Pachtvertrag auskaspern und dem beim Förster vorzeigen ... dann hat der das letzte Wort und wenn alles Passt könnte ich in sage und schreibe 3-5 Wochen ( ist ja auch Urlaubszeit in der Gemeinde ) dort vier Ableger aufstellen.


    PS: Für Behörden ist das schon Amtliche Lichtgeschwindigkeit.

  • Tja, Drohn,
    wenn aber die Stadt Waldeigentümer ist, dann geht es einem so wie DaHotte....:roll:
    (obwohl der Förster der Vertreter ist und es eigentlich reicht, wenn der nickt, aber das sehen viele "wichtige" Leute eben nicht so...)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Japp Drohn,
    nur der Stadt gehören die Wälder nunmal ... ich weis ... mein Pate hat ein eigenes Grundstück .. der kannte den stress garnicht so. So kann man als junger Imker nen Erfahrenen überraschen *g*


    Nur wie es halt immer ist will keiner wirklich die Verantwortung tragen und so müsst 10 Leute ihre Zustimmung geben beim Stadtwald um 4 Beuten aufstellen zu dürfen.
    Und die Pacht muss natürlich auch bezahlt sein ... und wer jetzt glaubt "ach das lässt sich doch mit ein paar Gläsern regeln" der irrt sich leider ... nur bahres ist wahres *blödguck*

  • Als wir in der Umgebung einen Stellplatz auf einer Wiese suchten, ging das folgendermaßen:
    Gang zum Grundbuchamt der Stadt, um zu erfahren welche Wiesen davon auch der Stadt gehören und zu verpachten sind. Mit einer Karte, in der die Stücke entsprechend gekennzeichnet waren, sind wir dann raus und haben uns ein geeignetes Wiesenstück ausgesucht. Nochmals Gang zum Grundbuchamt, wo dann festgestellt wurde, dass dieses Stück schon an den NABU verpachtet ist. Vom Grundbuchamt aus wurde beim NABU dann um Aufstellungserlaubnis gefragt und wir bekamen dann von der Stadt einen Gestellungsvertrag für bis zu 10 Bienenvölker. Wir dürfen dort allerdings nichts fest installieren, Gebäude usw., sondern wir haben nur die Erlaubnis für einen Freistände. Vom NABU hat niemand bei uns nachgefragt, die kannten uns ein Jahr lang nicht mal. Mittlerweile wissen die und auch wir, wer dahinter steckt und vom NABU haben wir auch bereits andere Stellplätze gezeigt bekommen, wo wir bei Bedarf noch Völker hinstellen dürfen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo DaHotte,


    Wenn es schon so schwierig und so teuer anfängt...


    Warum brauchst du gerade diesen Standplatz?


    Ich würde mich nach anderen Alternativen umsehen.


    Private Grundstückeigentümer, Bauern, etc...


    Wie siehts damit aus?

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Naja also da wo ich hin will wär es schon nicht schlecht ... drei rießige Heuwiesen um einen großen Wald herum.
    Das bedeut keine Spritzerei mit Giften garnichts ... Natur PUR ... und naja ein kleiner Fluss geht auch nicht durch die Gegend durch ... also ideal für Bienchens :Biene:


    Nur gehört das ganze Gebiet eben der Stadt.


    Naja ich hätte evtl die Möglichkeit in nen Kleingarten zu stellen ... nur hab ich Bedenken das des zu ärger führen würde da dieser Kleingarten direkt an ner Wohnsiedlung ist mit sehr hysterischen Menschen :roll:
    Dort hätte ich eben auch schon ne Parzelle als Kleingarten... Nur hab ich das bisher nicht in betracht gezogen weil das mit Sicherheit zu Ärger führen würde ... Direkt neben dran ist der örtliche Friedhof ... also viele Blumen und alle 200m ein großer Wasserbottich. Zudem im Kleingarten eine hübsche Nutzpflanzenvielfalt und in der Siedlung ebenfalls noch jede Menge Blumen.
    Nur ich denke das ich da keine vier Ableger hinstellen könnte wegen dem besagt befürchtetem Ärger ... :roll:


    Bei Bauern hab ichs bisher noch gar nicht versucht wenn ich ehrlich bin. Wer hätte denn ahnen können das die halbe Stadt sich dafür interessiert wo ich meine vier Beuten in die Heide stelle ?! *g*

  • Du wohnst in Schwabach, das liegt unterhalb von Nürnberg.
    Wo gibt es da Heide?

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


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    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo Da Hotte,


    das Wort ist schon mehrfach gefallen:
    "NABU"
    Spatziere mal in die nächst gelegene Geschäftsstelle, Du wirst offene Türen einlaufen.
    Ging mir auch so: 1x gefragt, hingestellt, fertig.
    Und Du wirst dich wundern, wie viele Grundstücke und Ausgleichsflächen die so betreuen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-