Massives Bienensterben nach Maisaussaat

  • Hallo,

    Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verpflichtet Bayer zur Beobachtung der mit dem Pflanzenschutzmittel "Poncho" behandelten Äcker
    http://idw-online.de/pages/de/news264445

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo,

    da macht man mal wieder den Bock zum Gärtner! Wie wird das Ergebnis wohl aussehen, wenn Bayer die Wirkung seines eigenen Produktes beobachten soll und die Ergebnisse zur Zulassungsentscheidung ihres eigenen Produktes verwendet wird. Ich bin nicht Jesus, aber dieses Ergebnis kann sogar ich vorhersagen:evil:.
    Die Beobachtung müsste von einem neutralen Institut gemacht werden. Nur welches Institut ist neutral?
    Geld regiert die Welt!

    Gruß
    Werner

  • Ich war letzte Woche in Oberbayern. An diesen Tagen konnte ich, obwohl ich die meiste Zeit "nur" mit den Bienen zu tun hatte, auch einiges von der dort einzigartigen Natur erleben. Ob Feuersalamander, Orchideen oder Siebenschläfer..., es war richtig lebendig dort. Aber nicht nur das ist mir aufgefallen, sondern auch viele Menschen (Landwirte) die diesen Schatz behüten wollen. Überall hingen Schilder oder Aufrufe für eine Agrogenfreie Landwirtschaft. Ich glaube da haben uns die Voralpenländer einiges voraus.


    Vor einiger Zeit schrieb ich, dass auch ich auf einem Außenstand ein unerklärlich starkes Bienensterben habe. Durch die anhaltende Trockenheit, hat mir das total verdürrte Gras erst gestern einen richtigigen Einblick (Überblick) über den Totenteppich vorm Flugloch zugelassen.:evil:
    Erfeulich war, dass wenig frische tote Bienen herumlagen. Jetzt warte ich auf ein Ergebnis aus Braunschweig.
    Anfang/Mitte Mai, als ich die ersten Anzeichen dieses Sterben wahrgenommen habe, konnte ich mich diesem Stand nur mit Schleier, Handschuhen und doppelten Socken über den Hosen nähern und trotzdem stachen sie zu. Gestern habe ich völlig ohne Schutz drinrumgewühlt und alle Völker waren sehr sanftmütig. Ist solch ein Verhalten bei Vergiftungserscheinungen typisch?
    Gruß Peter

  • Lieber Peter,


    ist schon interessant, "auswärtige" Inneneinsichten zu lesen... meiner Meinung nach ist Bayern überwiegend grün und nicht so gut für Bienen und andere Insekten (deckt sich mit der Erfahrung einer kleinen Organisation an einem See, dass Insekten drastisch zurückgehen) Feuersalamander und Siebenschläfer haben wir viele...


    Meine größte Sorge ist, dass das ganze Thema mit allen Facetten wieder einschläft...


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • .....bis zum nächsten Mal.

    Und wo sind eigentlich die Tierschutzverbände?

    Sind scheinbar nur lästige Insekten, die man nicht streicheln will, wie Hund, Katz und Maus und Ratten, unsere Honigvögel.

    Früher hieß es wenigstens Unkrautvernichtungsmittel und heute eben Pflanzen"schutz"mittel, klingt doch wesentlich angenehmer - oder?

    Schützt zwar Pflanzen, schädigt aber Tiere.
    Gibts eigentlich Tierschutzmittel, die Pflanzen beseitigen?

    Jetzt hör ich auf mit Philosophie, de macht mi sonst noch hie!

    Gruß Simmerl


  • http://idw-online.de/pages/de/image69595
    Ergebnisse der Einsendungen Baden-Württemberg 2008
    Verdacht "Maisschaden", Stand 5.6.2008
    Julius Kühn-Institut

    Legende zu Abbildungen:
    rundes Symbol: Bienenprobe
    eckiges Symbol: Pflanzenprobe
    grün: Kein Nachweis
    schwarz: < 2 Mikrogramm Clothianidin/kg Bienen
    blau: 2 - 10 Mikrogramm/kg
    gelb: 10 - 100 Mikrogramm/kg
    rot: mehr als 100 Mikrogramm/kg

    Analysen des Julius Kühn-Instituts zu Bienenschäden durch Clothianidin
    http://idw-online.de/pages/de/news264587

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo DRohn und andere,
    sie ist öffentlich, du musst dich nur namentlich anmelden, dass du rein darfst. Ausschusssitzungen sind normal nicht öffentlich. Manche Parteien mögen das auch nicht, die Zustimmung wurde nur erteilt um zu beweisen, dass kein öffentliches Interesse besteht.
    Deshalb Aufruf an alle Imkerinternetrevoluzzer: Kommt zu Hauf - kommt in Massen. Es muss einen Imkerauflauf geben, sonst ist die Kritik des Verhalten des DIBs gleichwertig mit eurem Geschwätz. Das meine ich ernst. Nur hier rumeiern und sich dann mit Schwarmverhinderung entschuldigen.......... . Ich möchte das nicht weiter ausführen, sonst wir der Beitrag gestrichen.

    Gruß
    Remstalimker:oops:

    Antwort vor Montag nicht möglich.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Haben die Imkervertretungen DIB oder DBIB irgendwo/irgendwie zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung über das "Bienensterben" im Landtag in Baden aufgerufen? Das ist mir nämlich entgangen.


    Ausschuss Ländlicher Raum und Landwirtschaft
    Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:00 Uhr
    Eugen-Bolz-Saal

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)