Massives Bienensterben nach Maisaussaat

  • Morgen zusammen,

    einen Nachweis zu erbringen, daß dadurch wahrscheinlich Dutzende von geschützten Tieren, direkt oder indirekt betroffen sind, dürfte "freien" Wissenschaftlern nicht schwer fallen.

    Daß das Zeugs sich dann auch im Boden und Grundwasser befindet und dort auch ein Weilchen bleiben wird, ist ein Klacks, dies nachzuweisen -und diese Grundelemente nachhaltig schädigt.

    Soviel ich weiß, hat sich ja der Schädiger, dazu bereit erklärt, Schadenersatz zu leisten ohne Rechtsanspruch. Die Imker machen eine Sammelklage über die RS.
    Klagen aber die betroffenen Vereine auch?
    Ein Imkerverein setzt sich ja auch für die Förderung des Natur- und Landschaftschutzes ein. Also müßte er genauso klagen und ebenso die Umweltschutz- und Verbraucherschutzverbände.
    Tun die das?
    Oder hab ich was versäumt?

    frag ich mal ganz blöd,
    Simmerl

  • Die Umweltschützer tun schon was, allerdings wurde der nicht zugelassene Genraps auf Ministeranweisung ,Landwirtschaftsmin. Boetticher, bis heute 2.6.08, nicht vernichtet. Der Landesverband Schleswiger / Hamburger Imker hüllt sich in tiefes Schweigen und versteckt sich in der Sache !
    Hier der Bericht von BUND Schleswig-Holstein:


    http://www.bund-sh.de/Envolution/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=253&mode=thread&order=0&thold=0

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hartmut () aus folgendem Grund: rechtliche Gründe

  • Es ist geschehen!!!!
    Mit dem Segen von Anton Reck und Manfred Hederer würde beschlossen dass die Zulassung von Clothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam nicht zurückgenommen wird!
    Sobald das Problem der fehlerhaften Beizung und der Aussaattechnick gelöst sind geht es weiter!!!!


    Zitat:
    Das Gespräch bestätigte, dass das Ruhen der Zulassung der betroffenen Beizmittel/
    Pflanzenschutzmittel vorerst nicht geändert wird. Bei Aufhebung des Zulassungsstopps
    werden neue Anforderungen an die Beizverfahren, die Aussaattechnik
    und die Messmethodik des Abriebes erarbeitet. Eine Aufhebung der
    Zulassungen ist jedoch nicht vorgesehen.
    Sehr positiv wurde durch die Imkerverbände das schnelle Reagieren und Bemühen
    des JKI, des Nachfolgeinstitutes der Biologischen Bundesanstalt Braunschweig
    eingeschätzt. Dieses wiederholte nochmals seine Empfehlung, bei Verdacht auf
    Clothianidin-Vergiftung unbedingt unverzüglich Bienenproben untersuchen zu lassen.
    Die Bienensachverständigen der Imker-/Landesverbände sowie die bienenwissenschaftlichen
    Institute geben hier Imkern Auskunft zur Verfahrensweise.



    Und weiter:
    Der D.I.B. wird bei der Änderung der rechtlichen Vorschriften für die
    Zulassung der problematischen Pflanzenschutzmittel (Beizmittel)
    gegenüber dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
    Verbraucherschutz, dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und
    Verbraucherschutz usw. die Interessen der Imker aktiv vertreten.

  • Rohhonig auf weitere Pflanzenschutzmittel getestet


    ....
    Die Lebensmittelchemiker im CVUA Stuttgart stellten fest, dass von 24 untersuchten Proben sechs keine Rückstände aufwiesen. In 18 Rohhonigproben wurden vor allem Rückstände des Pflanzenschutzmittels Thiacloprid (0,002 – 0,11 Milligramm pro Kilogramm) und in wenigen Einzelfällen Spuren von Tebuconazol (0,009 Milligramm pro Kilogramm), Tebufenozid (0,001 – 0,003 Milligramm pro Kilogramm) und Thiamethoxam (0,001 Milligramm pro Kilogramm) nachgewiesen. Alle messbaren Rückstandsgehalte lagen aber deutlich unterhalb der Grenzwerte und sind gesundheitlich unbedenklich.


    ...

  • Hallo Eric,
    die beiden letzten Beiräge sind sicher wichtig und auch richtig!?, aber mit Quellenangaben wären sie 100 % besser.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo,
    das darf doch wohl alles nicht wahr sein!!!!!!!!!
    Was sind denn das für Vertreter der Imkernschaft..........gute Nacht!!!
    Was haben die dafür bekommen? So einfach abnicken, wo doch dieses traurige sterben wenigstens in der Öffentlichkeit war genommen wurde.
    Jetzt wird es wohl weiter gehn, etwas leiser, etwas unbemerkter.


    bee ahead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Ich frage mich, warum von Seiten der Imkervertreter nicht zu Demos, Unterschriftenlisten, etc. aufgerufen wird, sondern schlicht und still da einfach abgenickt wird, ohne jeglichen öffentlich vernehmbaren Protest.:evil:


    Es kann doch nicht im Sinne der Imker sein, daß die Zulassung nicht mal überprüft wird, was das Zeug anrichtet im gesamten Wildleben.:evil:


    Ich will Hartmut keinerlei Probleme bereiten, deshalb halte ich mich jetzt sehr stark zurück, aber würde ich die Herren treffen, würde ich sie wirklich treffen, und ich weiß, wo es wehtut.....:evil::evil::evil:
    Und wir lamentieren über Korruption in Entwicklungsländern?:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich weiß es auch net, Markus,


    viele Verbände haben mittlerweile alternative Gegenverbände, wobei auch da der Anfangsschwung schnell nachlässt und man kaum einen Unterschied sieht


    Aber eigentlich wars zu erwarten
    Traurige Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Also...

    was sollen wir tun!!!??


    Na, Standes-Genossen aus dem DBIB könnten Herrn Hederer hier um Auskunft darüber bitten. Er ist seit dem 02.01.2002 auch Forummitglied. Ich vermute, er würde den Vorschlag gern aufnehmen, sich hier der kritischen Leserschaft wohlwollend zu erklären.


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)