Massives Bienensterben nach Maisaussaat

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    Hi, Arnd,
    das Problem haben doch nicht bloß die Bios, sondern ALLE.
    Wenn es stimmt, was im anderen Fred über die Pollenbelastung im Stock steht, kannst du nur sofort KS (und Brutscheunen) aus allen machen und den Rest wegschmeißen...:evil:
    Wobei dann zu kontrollieren wäre, inwieweit die Brutscheunen überhaupt noch fitte Bienen hervorbringen können....
    Und die Schadenersatzfrage ist ja noch lange nicht geklärt, es geht doch nicht bloß um pure Ersatz für verstorbene Völker, sondern auch die Folgeschäden wie Honigausfall, etc.
    Das ist noch eine ganz heiße Nummer...:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabine,


    klar betrifft das jeden!


    Aber wenn die Dosis nicht ausreicht um den Bien zu killen, so kann doch das Gift in den Organismus gelangen. Sei es während der Tracht oder, wie bei meinem alten Stand, auch nach der Tracht in Form von Pollen. Bei einem "normalo" Imker kräht kein Hahn nach dem Gift, so lange nichts passiert, der Bio-Imker kann dabei aber nicht einfach weg schauen, er MUSS handeln! (Meine Auffassung von Bio)


    Direkt neben meinem alten Stand waren so lange ich Imker bin Maisfelder. Das Gift ist nicht erst seit diesem Jahr auf den Feldern. Probleme mit der Volksstärke hatte ich bisher nicht.


    Lange Rede kurzer Sinn!
    Kann der Bioimker über seine Verbände gegen die Aussaat vorgehen?
    Können wir das verhindern oder müssen wir den Schwanz einziehen?
    ....uKnow what i mean?


    Ich glaub ich ruf nachher mal bei Bioland an.



    By the way:
    http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/080513_linke_h17.asx




    Liebe Grüße!
    Arnd


  • Wenn es stimmt, was im anderen Fred über die Pollenbelastung im Stock steht, kannst du nur sofort KS (und Brutscheunen) aus allen machen und den Rest wegschmeißen [...]


    Ich denke die einzige Möglichkeit ist der Kunstschwarm.
    Den Rest, Waben und Rähmchen, sollte man Wegschmeissen, Beuten sehr gut reinigen.



    Und die Schadenersatzfrage ist ja noch lange nicht geklärt, es geht doch nicht bloß um pure Ersatz für verstorbene Völker, sondern auch die Folgeschäden wie Honigausfall, etc.
    Das ist noch eine ganz heiße Nummer...:evil:


    Richtig!


    Wichtig ist auch für jeden Betroffenen nicht ruhig zu bleiben, sondern die Öffentlichkeit davon zu informieren. Nur so kapiert auch der letzte unter den Nichtimkern, dass das wirklich vor der Haustür passiert.



    Was mich heute beschäftig sind Maßnahmen im Vorfeld.
    Z.B. sollte ein Bioimker das Recht haben seine Imkerei, also auch seine Produkte, zu schützen. Ich hab mal so einer Diskussion beigewohnt, ist aber zu lange her dass ich jetzt noch was genaues sagen kann.


    Vielleicht findet man ein Möglichkeit den Anbau von gebeizten Mais zu unterbinden??




    Naja, just my 2 cents.
    Arnd

  • Zum Thema der schleichenden Vergiftung eines Biens haben u.a. Eric, Friedhelm und Fridolin in den letzten Jahren viel geschrieben und viel Prügel dafür bezogen, insbesondere aus ....
    Weiterhin lag es ihnen am Herzen, das Verständnis dafür zu wecken, dass der LD50-Test bei Bienen völlig überholt ist. Wirken doch moderne Pestizide nicht nur auf das einzelne Insekt. Sie wirken auch nachhaltig auf den Organismus, den Bien. Wenn Imker berichten, ihre Völker kämen in diesem Jahr nicht richtig aus dem "Knick", so ist es ein möglicher Hinweis darauf. Derlei Auswirkungen können vermutlich bereits im Stadium der Königinnenaufzucht ihren Anfang nehmen.
    Aber unsere Wissenschaftler, auch die unserer Bieneninstitute sind noch mit dem LD50-Test zufrieden.
    Mal böse gefragt, was würde den Bienen in D passieren, gäbe es in D kein Bieneninstitut?


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Hallo, Manne,
    daß der LD50 für Bienen völlig unpassend ist, darüber dürften wir uns hier alle einig sein.
    Dafür hängt bei Bienen viel zuviel von der Brut ab.
    Eine Kuh kann beim LD50 überleben, aber verkalben, und es bringt sie nicht als Folge selber um.
    Insekten sind nun mal nicht vergleichbar mit Säugern.


    Ohne Bieneninstitute hätten wir vielleicht mehr echte Grundlagenforscher wie Tautz und eine Union mit den Wildinsekten- und allen anderen Naturschützern....
    Was ich vermisse, ist eine gezielte bienenorientierte übergeordnete Koordination der Institute, und Unabhängigkeit von der Chemieindustrie....:evil:
    So gilt doch immer noch, "wes Brot ich eß, des Lied ich sing", sie können doch nicht anders, es geht um Dienstposten von Landesbeamten/Angestellten, die finanziert werden müssen.
    (und "Dienstposten" besagt, nicht Leistung ist entscheidend für Beförderung, sondern Wohlverhalten und Kundenschmeichelei, die sich wieder im verfügbaren Etat niederschlägt...:roll:).
    Gibt es einen einzigen geouteten ernsthaften Chemiekritiker in Institutsreihen?
    Ich kenne keinen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wenn ihr darauf wartet das die Öffentlichkeit den Imker zu Hilfe kommt dann könnt ihr lange warten. Das selbe gilt für die Bieneninstitute.
    Der einzige weg geht über die Imkerverbände und die Imker. Das geht aber nur wenn man die richtigen Leute an den wichtigsten Positionen hat!
    Das ist leider nicht der Fall!!!
    Ich war vor 2 Wochen bei einem Vereinstreffen eines örtlichen Imkerverein in Baden.
    Der Vorsitzende ist leider sehr viel später dazu gekommen, er war noch auf einer anderen Versammlung, mit Hülsmann und co.
    Ich habe ihnen gesagt, dass sie niemanden trauen können, sich nur auf sich selber verlassen können. Und mit Niemand habe ich auch die Verbandsfunktionnäre gemeint, ich habe es ihnen auch sehr deutlich und unmissverständlich gesagt. Als dann der Vereinsvorsitzende dazu kam und über das Treffen mit Hülsmann und Co berichtet hat haben sie alle große Augen gemacht!
    Weil ich schon wieder mal recht hatte!!!!

  • Bis auf Schmetterlinge, Bienen und Imker hat fast alles eine Lobby. Und da gehen die Imkervertreter zur Politik und signalisieren womöglich noch Verständnis für "Politik" und "Wirtschaft" und bedanken sich artig schon vorab für die in Aussicht gestellte schriftliche Quittung für einen längst vollzogenen Verkauf.


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Im DBJ 06/08 ist das nette Foto der Verbandsoberen mit Seehofer, netterweise stehen sie auf der Treppe ein bis zwei Stufen tiefer....das sagt doch schon alles....Augenhöhe?
    Und "der Minister ermahnte sie, Neuimker nicht durch zu viele Horrormeldungen zu verschrecken"....:roll::evil:
    Da fällt einem doch nix mehr ein...:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Es wäre nett wenn sich Imker aus den Bundesländern zum Thema Sondermüll meldeten, in denen beispielsweise mit GVO-Raps kontaminiertes Saatgut in 2007 ausgesät wurde und darüber berichteten, wie sie in ihrem Bemühen um den Qualitätsanforderungen genügender Bienenprodukte auf breiter Front unterstützt wurden. Welche Maßnahmen wurden in diesem Zusammenhang eingeleitet und umgesetzt?


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

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