Massives Bienensterben nach Maisaussaat

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    Tja,

    und immer wissen wir noch nicht, wie viel Clothianidin pro Biene gefunden wurde....


    ...in einem anderen Forum hat jemand geschrieben:
    ".......In einer Badischen Landwirtschaftszeitschrift wurden am 09/05/2008 die ersten Ergebnisse der untersuchten Bienenproben veröffentlicht.
    Es wurden bis zu 3,5 ppb Clothianidin in den Bienenproben festgestellt. Das entspricht 3,5 nanogramm pro Biene...."

    hier nachzulesen (der 5. Beitrag von unten auf dieser Seite).

    "Damit ein Skeptiker geboren wird, müssen tausend Gläubige wüten." [Cioran]

  • Das Ist ja der Hammer!
    Übereinmal haben alle Imkerverbände von der Katastrophe gewarnt!
    Ende 2002-Anfang 2003 hatt ich alle Imkerverbände angeschrieben um sie über das Probleme Neonikotinoide aufmerksam zu machen.
    Die einzige Reaktion kam von den damaligen Vorsitzende des DBIB, Uli Hoffmann.
    Uli Hoffmann war es auch schon bewusste, dass die Neonokotinoide ein grosses Problem für die Bienen sind.
    Im April 2003 gab es dann in Straßburg ein Imkertreffen, Franzosen, Deutsche (DBIB), Schweizer, Belgier und Holländer. Dr. Bonmatin hielt einen Vortrag über Imidacloprid und Fipronil.
    Uli Hoffmann bat Dr. Bonmatin in Donaueschingen den selbigen Vortrag zu halten.
    Am Imkertag war die Stimmung seltsam, nicht nur ich, auch die Anwesenden Fransösiche Imker und Dr. Bonmatin hatten den Eindruck dass man in nicht mehr reden lassen wollte. Die Begrüßungen Ehrung und anderer Blablabla zogen sich dermaßen in die Läge.
    Nach dem Vortrag gab es eine heisse Diskussion, Uli Hoffmann war sehr darum bemüht die Diskussion so schnell wie möglich abzubrechen, anscheinend war das Thema wieder unerwünscht.
    Anfang 2004 hatte ich die Gelegenheit in Graz, vor den Österreichischen Berufsimker einen Vortrag über die Wirkung der Neonikotinoiden zu halten.
    Im Publikum hörte man den "Mächtigsten Imker der Republik": "Die Felder werden brennen!" schrie er laut!.
    Und dann kam die Nachricht dass auch der DBIB bei dem Bienenmonitoring teil haben wird, nicht nur die Französischen Imkerverbände waren empört.
    Dass die Monitoring Daten dazu dienen sollten Clothianidin in Frankreich zuzulassen, darüber hat keiner von den Herren der Imkerverbände und Bieneninstitute gro0e Wörter gemacht.
    Über die Honigelastung durch Boscalid hat sich auch keiner aufgeregt, der DIB hat nach Grenzwerte geschriehen und die hat er dann auch bekommen!
    In der letzten Feuerbrand Sitzung haben alle Imkerverbände der Ausbringung von Antibiotika zugestimmt, auch Hedwig Riebe für den DBIB.
    Es gab mal zum Jahreswechsel einen kleinen Aufschrei des DBIB´s und es gab auch den Brief über die Zulassung von Clothianidin auf Raps.
    Aber über Clothianidin auf Raps hatte ich auch einige Monate davor gewarnt, auch hier im Forum wenn ich mich nicht irre.


    Aber wie der "Mächtigste Imker" hier im Forum zu dem Thema Parafinmittelwände geschrieben hat, Ich bin doch KRANK!!!!!!


    So das lag mir auf der Leber!


    Rainer Schwarz: Eine Sperrung aus dem Forum macht die toten Bienenvölker in Baden auch nicht mehr lebendig!


  • Rainer Schwarz: Eine Sperrung aus dem Forum macht die toten Bienenvölker in Baden auch nicht mehr lebendig!


    Hallo Eric,


    du hast eine PN von hartmut in der genau steht, warum du gesperrt wurdest und in anderen Foren immer noch gesperrt bist. Zumindest bei uns lag es nie an Falschinformationen, sondern an der richtigen Art und Weise deine Infos an den Mann zu bringen. Obiger Post zeigt, dass du den richtigen Weg immer noch nicht gefunden hast.


    Wir müssten uns eine Strategie zulegen diese akuten Bedrohung entgegenzustellen. Foren sind nicht der Weg!

  • Hallo Sabi(e)ne, :p_flower01:
    hab mich lang nicht lesen lassen. Viel zu tun. :oops:


    Deine Frage regt mich zu folgender weiterführender Frage an: "Erst mal eine Petition zum unterschreiben haben. Hab ich was verpasst? Gibt es eine Petition, die unterschrieben werden kann. Der Brief von Herrn Hülsmann ist ja keine solche oder?"
    Immerhin wäre eine solche Petition der nächste logische Schritt in den vorgesehenen demokratischen Mechanismen unseres Staates oder? Da ist die Frage doch jetzt nur noch, wer setzt den Text auf und wie organisieren wir eine Unterschriftensammlung? Ich sehe zwei Möglichkeiten: Entweder jeder handelt auf eigene Faust oder wir bündeln unsere Kräfte und sprechen mit einer Stimme. (Mehr oder weniger :lol:)
    Wär das was?
    Euer Christoph

  • Ja! Der Ton macht die Musik!
    Mein Ton mag Manchen nicht gefallen haben, das Stimmt!
    Aber von sind diejenigen die mich so wild angregriffen haben und dadurch der Ton noch schärfer wurde?
    Die sind still, so still wie die Firma Bayer, bis jetzt gab es keine große Erklärung dazu wieso man diesen Mittel die Zulassung entzogen hat.
    Ja! Mein Ton mag Manchen nicht gefallen haben, und wird einigen immer noch nicht gefallen, aber es kommt auch auf den Inhalt an!
    Komisch wenn ich in anderen Foren schreibe, im gleichen Ton, unter meinem richtigen Namen, dann kommen gleich die Pöbeleien.
    Schreibe ich aber auf die Gleiche Art unter einem Pseudonym, dann bleibt alles Ruhig!
    Ich will sie jetzt nicht alle nennen, aber sie werden sich schon selber erkennen.


    Jetzt fängt aber der Kampf erst richtig an und vielleicht in 10 oder 15 Jahren werden dann einige Bienenkiller vom Markt sein!


    Und als zusätzliche Info die 0,5 bis 3,5 ppb Clothianidin in den Bienen, dass hat Herr Stallknecht geschrieben. Der hat anscheinend als einziger die Info von LTZ bekommen!
    Oder hat der DIB und der DBIB auch die Zahlen bekommen aber den Mund gehalten?
    Das Papier von Stallknecht war nur als Interne Information für Bauernverbandsfunktionnäre gedacht!!!!!

  • Und Noch eine Sauerei zur ganzen Affaire:


    Einige Imker haben einen Fachberater für Bienenzucht gefragt ob sie die eingesammelten Proben einfrieren sollten. Der Fachberater hat ihnen ausdrücklich davon abgeraten, weil durch das Einfrieren die Wirkstoffe zerstört werden.


    Aus einer Anleitung zu Probensammlung 2 Französischer Labore, kann man lesen dass Lebende oder sterbende Bienen bevorzug ausgesucht werden sollen. Die solle an Ort und Stelle Eingefroren werden, und eingefroren in das Labor gebracht werden.


    Zwei Wochen später, nachdem ich den Badischen Imker diesen Text der Französischen Labore habe zukommen lassen, gibt der selbe Fachberater einen Info-Brief heraus in dem er ausdrücklich rät die von den Imker eingefrorenen Proben im gefrorenen Zustand an die Labore zu schicken. Es erklärt sich auch bereit den Gefrorenentransport zu organisieren!



    Wen man weiss das in toten Bienen die Wirkstoffe wie Clothianidin sich sehr schnell abbauen, muss man sich Fragen stellen!
    Es ist daher auch erstaunlich dass man in den untersuchten Proben noch eine solche hohe Dosis gefunden hat.

  • Foren sind nicht der Weg!


    Sie sind aber ganz sicher ein Teil des Weges. Wie kämen wir sonst früh an notwendige Informationen?


    Eine eben von Eric wiedergegebene Erfahrung zur Rolle des zänkischen Bergvolkes bei der Diskussion sensibler Themen möchte ich ganz dick unterstreichen. Diese Teilnehmer wirken in dem genannten Bereich maximal destruktiv gegen das Wohlergehen betroffener Insekten sowie betroffener Imker, auch Jungimker... Auch in solchen Fällen sind angemessene Reaktionen von der Moderatorenbank wünschenswert.


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Zitat

    Auch in solchen Fällen sind angemessene Reaktionen von der Moderatorenbank wünschenswert.


    Angemessene Reaktionen und Beiträge der Forennutzer machen die von Dir gewünschten Reaktionen überflüssig.
    Wenn ich mich heute irgendwo daneben benehme, dann bekomme ich das, wenn ich Glück habe, mitgeteilt. Wenn ich Pech habe, fliege ich sofort raus.
    Letzteres passiert hier nicht (also nicht sofort), dafür mobben wir ja hier unsere Forennutzer... ;-)


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Untersuchungsergebnisse:


    Clothianidin Rückstände in Pollen : 2 bis 35 ppb
    Clothianidin Rückstände im Honig: nicht nachweisbar (Nachweisgrenze 1 ppb)
    Kein Wunder dass man mit dieser Nachweisgrenze nichts findet, die Rückstände im Honig sind in einer Größenordnung von ca. 0,5 bis 0,8 ppb!


    Angeblich wurden dem Landesverband Badische Imker alle Untersuchungsergebnisse mitgeteilt!
    Ebenso dem DBIB.
    In dem Maispollen findet man Clothianidin-Rückstände von ca.5,4 ppb bei 53,8 Gramm Wirkstoff / Hektar.
    Im Raps Nektar 0,9 bis 3,7 ppb, im Raps Pollen 1,6 bis 3 ppb, bei einer Aufwandsmenge von 0,04 lb a.i./Acre.


    0,04 lb= ca. 18 gramm
    1 Acre = 0,4 Hektar

  • Hallo Zusammen,
    wenn die Nachweisgrenze bei 1 ppb liegt wie man kommt dann zur Aussage, dass 0,8 bis 0,5 ppb im Honig enthalten sind?
    Und welche Quellen liegen den anderen genannten Werten zu Grunde? Haben die überhaupt etwas mit den aktuellen Fällen zu tun?
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Also, derjenige der mir die Zahlen genannt hat (Rückstände im Pollen und Honig zu dem Fall in Baden), der weiss von was er spricht, er ist einer der Führenden Bienenwissenschaftler in Deutschland. Und wenn der mir sagt es wurde im Honig nichts nachgewiesen, weil man 1 ppb als Nachweisgrenze benutzt hat, aber man davon ausgehen kann dass Rückstände in einer größenordnung von 0,5 bis 0,8 ppb zu finden gewesen wären, dann kann man ihm glauben. Ich war sogar verwundert dass er mir das sagt!!!


    Die Rückatände in Mais-Pollen, Raps-Nektar und Raps-Pollen stammen von einer Behörde aus den USA. Die werden etwas mit den aktuellen Fällen zu tun haben, zum Zeitpunkt der Maisblüte, den bei Poncho Pro wendet man eine größere Menge Wirkstoff an!


    Bei dem Treffen mit Seehofer wurde anscheinend auch mehr gesagt als man in den Pressemitteilungen lesen kann. Die Verluste 2008 sollen etwas höher als die 30% sein, erheblich höher!
    Die sollen so hoch sein, dass man es kaum glauben kann.
    Aber vielleicht berichten diejenigen darüber, die in der ersten Loge waren.