Massives Bienensterben nach Maisaussaat

  • Ich danke dem Christoph Koch für diesen Bericht:


    Badische Imker - hohe Bienenverluste:


    http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&news:oid=n10036&template=news_detail.html



    Ja, nennt Ross und Reiter... erzählt es überall... allen!


    Es ist schon interressant, man kann nun Bedenkliches vom Acker ernten mit gebeiztem Saatgut.
    Prost Mahlzeit wenn die Bienen verrecken ist es mit uns Menschen auch nicht mehr weit...


    Auch ich hatte beachtliche Verluste...(30 %)
    meine Imkerkollegen haben teilweise gar keine Bienen mehr...(sehr viele aus demVerein)


    Und dort fahren Sie mit ihren Spritzen, dort der Kleingärtner - damit alles schön "sauber" bleibt - für saubere Lebensmittel... sauberer Rasen... Saubere Zufahrt... Sauberer Park...


    Sauber sag ich nur!


    PS: eigentlich tun mir die Bauern leid... sie sind schon abhängig gemacht worden...
    und damit keine Missverständnisse entstehen ich habe Achtung vor den meisten von ihnen!
    Zeigt den Bericht "euren" Bauern...


    Viele Grüße Uli

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  • Nicht nur, daß wir den Maiswurzelbohrer nicht fürchten bräuchten, wenn sie nicht jedes Jahr wieder an der selben Stelle anbauen müßten, ist es auch so,
    daß wenn die Felder nicht so hoch gedroschen würden und so hohe Stummel
    verblieben, der Wurzelbohrer ebenfalls keine Chance hätte.
    (hab ich mir sagen lassen)
     
    Gruß Simmerl

  • Vorsichtig wurde hier formuliert:
     
    http://www.dlr-westerwald-osteifel.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/F91CAC7A2EFE3105C125744400382ECD/$FILE/infobrief_2008_11.pdf
     
    ...aber sehr aufschlußreich. Wenn wirklich die heutige Maisbeize für's Bienensterben verantwortlich ist, dann entstehen daraus sehr bittere Fragen.... denn Informationen über die Giftigkeit gegenüber Bienen liegen ja aus mehreren europäischen Staaten vor.....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • http://www.mlr.baden-wuerttemb…ntent.pl?ARTIKEL_ID=61251


    "Zwischenzeitlich liegen auch erste Ergebnisse chemischer Analysen des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Karlsruhe-Augustenberg und des Julius Kühn Instituts in Braunschweig von toten Bienen und Pflanzen vor. Während bisher nur bei einer Pflanzenprobe Rückstände von Clothianidin nachgewiesen wurden, fanden sich in den Bienenproben Rückstände des Beizmittelwirkstoffs. Das Mittel wird zur Saatgutbehandlung bei Mais eingesetzt.


    Die nachgewiesenen Mengen sind jedoch so gering, dass sich die Wissenschaftler nicht in der Lage sehen, eine eindeutige Ursachenzuordnung herzustellen. Die Expertenrunde wird daher mit Nachdruck weitere Untersuchungen veranlassen."



    LD50 Oral 0,00000368 Gram pro Biene


    wenn es doch nicht Clothianidin ist dann ist es bestimmt die Varroa oder die Viren, der milde Winter, der nasse Frühling, der verregnete Sommer oder auch der zu heisse Sommer,.....



    Bei der Maisblüte können sich die Badischen Imker noch mal richtig freuen, wenn sie dann überhaupt noch Bienen haben!!!!!

  • Vorsichtig wurde hier formuliert:
     
    http://www.dlr-westerwald-osteifel.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/F91CAC7A2EFE3105C125744400382ECD/$FILE/infobrief_2008_11.pdf
     
    ...aber sehr aufschlußreich. Wenn wirklich die heutige Maisbeize für's Bienensterben verantwortlich ist, dann entstehen daraus sehr bittere Fragen.... denn Informationen über die Giftigkeit gegenüber Bienen liegen ja aus mehreren europäischen Staaten vor.....


    Die Seite vier des Dokumentes bietet ja auch ganz guten Tobak....


    Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Vermutlich wird es darüber auch heute (13.05.08) in Nano (3sat, 18:30 Uhr) einen Beitrag geben.

    Wir redeten ein bißchen was, dann ging sie wieder. C. Bukowski: Ein Profi

  • http://www.deutscherimkerbund.…erTischBerlin08_05_08.pdf
    ...

    Zitat

    Angesprochen wurden auch die in den letzten Tagen aufgetretenen Völkerverluste in Baden entlang der Rheinschiene. Hier laufen die Untersuchungen. Mit ersten Ergebnissen einge-schickter Proben ist in den nächsten zwei Tagen zu rechnen, um schnellstens Lösungsmög-lichkeiten zu finden.

    ...

    Zitat

    Im Anschluss an das zweistündige Gespräch äußerten sich alle Beteiligten zufrieden. Das Ministerium hat versprochen, alle gestellten Anfragen schriftlich zu beantworten.

    Es sieht ganz so aus, als käme es ähnlich wie 2003. Im DBJ 12/2003 wurde die Situation in einem Bericht über die Imkertagung in Donaueschingen u.a. wie folgt beschrieben:


    "... Es gab im vergangenen Jahr große Probleme“ meinte der Präsident „Aber noch werden keine schlagkräftigen Lösungen angeboten, noch werden die wahren Ursachen gesucht und verharmlost. Die existenzielle Unsicherheit der Imker ist groß und es steigt der Frust, da seine eigentlichen Institutionen nicht wirklich helfen können.
    Es bleibt der ‚dumme’ Imker allein.“


    Wie sagte Herr Stallknecht auf der vorletzten Grünen Woche so treffend: "Gesunde Pflanzen erfordern gesunde Bienen"


    Die Jugimkerwerbung wird sicherlich nicht nur in Baden intensiviert werden müssen. Wie solle die Imkerschaft sonst ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden?


    Manne

  • Hallo,
     
    ich frage mich bei dem ganzen Geschrei wegen Beizmittel für Maissaatgut, was Bienen auf einem leeren Acker ohne Grün und Blüten suchen?
     
    Könnt ihr mir das einmal bitte erklären?
     
    Wie sollen denn die Bienen an das Beizmittel rankommen? Graben die 2 cm in den Boden und nagen an den Maiskörnern?
     
    Auf den Maisäckern wächst um die Saatzeit rein gar nix. Zumindest ist das in unserer Gegend so, dass die Maisäcker sehr lange blank liegen um dem Mais optimale Wachstumsbedingungen zu bieten.
     
    Was nachher bei der Maisblüte ist, ist ein ganz anderes Thema.
     
    Gruß René
     
    der sich doch sehr über die Meinungsmache hier doch sehr wundert.

  • Hallo René,
    auch wenn gute fachliche Praxis anders aussieht, diese Bilder siehst Du bei fast allen Aussaaten:
    http://www.badische-imker.de/0…3/b2225119a9d06c570f5.jpg
    Es wurde auch sehr oft auf die bei der Aussaat entstehenden "Staubwolken" verwiesen, deren Inhaltsstoffe sich natürlich auf die benachbarten Blütenpflanzen niederschlagen.


    Alles klar?


    Gruß
    Ralph

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast018 () aus folgendem Grund: Anrede hinzugefügt.

  • Morgen allerseits, morgen Rene,
     
    es staubt nunmal bei der Aussaat, noch dazu der Ostwind, der alles austrocknet und der Staub, staubt halt mal irgendwohin, auch auf Pflanzen, die die Bienen besuchen.
     
    War ja abzusehen, daß sie Clothianaidin finden, aber die Menge nicht ausreichen wird, um definitiv die Ursache nachzuweisen.
    Draufa wirds lächerlich, würden wir Bayern sagen.
     
    Ich schäm mich schon dafür ein Bayer zu sein, weil da irgendwie eine Verwandtschaft zu einem Konzern besteht.
     
    Wer ersetzt die Schäden und den Kummer?
     
    Es wird Zeit, daß wir uns was überlegen müssen!
    Ich bin Kriegsdienstverweigerer und kein Radikaler, aber in meinem Magen rumort es ganz fürchterlich.:evil:
     
    grollt Simmerl