Spiegel: Bienensterben im Rheintal

  • Eigentlich sollte es ja schon am gestrigen Tag erste Untersuchungsergebnisse geben. Nun wird es wohl heute so weit kommen.
    Es könnte aber auch sein, dass bei Verursachung durch PSM dem Runden Tisch des Deutschen Bienenmonitorings die Erstbeurteilung zusteht, bevor die Öffentlichkeit (incl. Geschädigte) abgestimmt unterrichtet wird. Wenn man sich nicht daran hält, steht womöglich nicht bloß der Runde Tisch sondern sogar des Deutsche Bienenmonitoring auf dem Spiel, wie es die Industrie schon einmal monierte.


    Unbeachtet dessen ist heute mit ersten Veröffentlichungen zur vorgestrigen Anhörung der Imkerverbände beim Landwirtschaftsminister zu rechnen.


    Alles in allem könnte es ein info-reicher Tag werden.


    Manne

  • Zitat

    Angesprochen wurden auch die in den letzten Tagen aufgetretenen Völkerverluste in Baden entlang der Rheinschiene. Hier laufen die Untersuchungen. Mit ersten Ergebnissen eingeschickter Proben ist in den nächsten zwei Tagen zu rechnen, um schnellstens Lösungsmöglichkeiten zu finden.


    Das ist ALLES an Kommentar dazu?:evil:
    Wie in den Vereinen, ein Foto für's Lokalblatt ist das wichtigste....:roll:
    (und ich könnte gar nicht soviel essen, wie ich jetzt gern k**** würde...:evil:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • @all
    Hallo,
    wenn das mit der Maisaussaat stimmt und das dieses Mittel auch für andere Saaten verwendet wird....dann gute Nacht Deutschland!
    Ich hab hier keine riesigen Ackerflächen, aber selbst Kleinbauern sähen Mais.
    Bei dem zur Zeit vorherschenden Wind und der Trockenheit verteilt sich der Chemietod sehr weit. Ich weiß gar nicht wie ich meine Bienen vor diesem schrecklichen Ende bewahren könnte, wenn dies solche Ausmaße annimmt. Auch für uns Menschen ist das wohl ganz bestimmt alles andere als gesunde Ernährung. Fast könnte man glauben einen schlechte Film zu sehen, aber die Ignoranz ist war!!
    bee ahead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Moin,
    ich habe eben auch den Spiegel-Artikel gelesen und bin jetzt ganz schön deprimiert.
    In Zeiten wo es wichtiger scheint genügend "Bio" Sprit zu produzieren als die stetig steigende Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren wird das auf Dauer eher schlimmer werden.
    Es gerät alles aus den Fugen, die Chemieriesen Versprechen den Bauern Profite und uns Imker das Heil mit ihren überteuerten Varoamittelchen. Das stinkt doch alles zum Himmel.
    Wenn ein kleiner Döner-Türke uns mit ein paar Kilo Gammelfleisch beglückt hat sich in aller Regel der Dönerspieß das letzte mal gedreht.
    Wenn aber die Bauern all den pharmazeutischen Mist auf die Äcker bringen welcher Ihnen von den Chemiegiganten angepriesen werden passiert recht wenig . Dies nennt man im Volksmund erfolgreiche "Lobbyarbeit"
    Irgendwann wird man uns dann sagen es sei alles halb so schlimm, oder gar völlig normal... so wie beim Klimawandel .
    Besonders bedenklich dabei ist, das die Grenzwerte für "Bio-Sprit" Pflanzen erheblich höher sind als für Lebensmittelpflanzen, somit wird sich dieser "Trend" in den kommenden Jahren noch verstärken.
    Solche Vorkommnisse und Meldungen schmälern die Freude am neuen Hobby beträchtlich.


    Ahoi
    Norbert

  • Ja, merkt es den keiner, dass die Imker nur benutzt werden, um so weiter zu machen, wie bisher? Dabei scheut man sich auch nicht zu sagen, dass die Imker zunehmend unfähig werden Bienen zu halten (die V zu bekämpfen).


    Manne


  • Wenn aber die Bauern all den pharmazeutischen Mist auf die Äcker bringen welcher Ihnen von den Chemiegiganten angepriesen werden passiert recht wenig .


    Hi Norbert,


    der Einsatz von z.B. Poncho Pro wurde wohl nicht von den Chemiegiganten angepriesen sondern anscheinend von den zuständigen Landratsämtern angeordnet.


    Lad Dir mal das Amtsblatt 07/2008 von Rheinau unter folgenden link runter (dauert ein bischen) und such mal nach "Poncho Pro".


    http://www.rheinau.de/city_info/anzeige/news/bekanntmachungen/show.cfm?Region_ID=145&ID=19407

  • Hallo Zusammen, hallo Freibad,
    das ist nicht anscheinend so, sondern tatsächlich so. Da im Rheintal im letzten Jahr der Maiswurzelbohrer aufgetreten ist, wurden die Landwirte von den zuständigen Ämtern verpflichtet das Saatgut mit dem Beizmittel Poncho Pro (ca. 3-fache Giftmenge wie Poncho) unter Nachweis zu verwenden. Aber auch in anderen Gegenden, also nicht in den reinen Maisanbaugebieten, wurde den Landwirten empfohlen (Aussage Landwirt) das entsprechende Saatgut zu verwenden. Es ist zum verrückt werden, erst Winterverluste und jetzt den Rest durch ein mit modernsten Mitteln verbreitetes Gift.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hi Norbert,


    der Einsatz von z.B. Poncho Pro wurde wohl nicht von den Chemiegiganten angepriesen sondern anscheinend von den zuständigen Landratsämtern angeordnet.


    Moin,
    das kommt auf's gleiche raus, da an den zuständigen Stellen entsprechende Leute sitzen , wenn's um viel Geld geht.
    Soweit ich gehört habe geht es bei dem Poncho Zeugs um eine Summe im 3-stelligen Millionenbereich und da wartet BayXX bestimmt nicht bis ein Amt dieses Mittel vorschlägt . Den Verantwortlichen hüben wie drüben müsste man morgens schon eine Portion Poncho auf die Stulle bröseln...


    Ahoi
    Norbert