Alkalische Nahrung und Immunsystem der Biene

  • :lol:

    Zitat

    It is known that drones can generate heat and warm the larva. This can be observed when a colony is lacking in bees, but at the same time is full of its larva and young bees.


    Ja, und der Herr Maier sagte, Drohnen heizen nicht. Und ich sage, sie tun es doch.:wink:


    Und was basische Stoffe angeht, auch da bin ich mal wieder mit Dennis Murrell d'accord: er entdeckte die hammermäßigen Wirkungen von Kombucha für sich (und seine Frau dann auch), und macht aktuell wohl Experimente damit.
    Ich auch, ich hab meine Tränken damit geimpft (nicht nur mit Kombucha, sondern mit allen milchsauren Kulturen, die ich so habe) und die Bienis scheinen das sehr zu mögen, es ist voll da....
    Was ich erstaunlich finde aktuell: alle meine ent-königin-ten Völker schmeißen jede Nacht mindestens 30 Puppen raus, viele davon Drohnen, alle VOR dem red-eye-Stadium, das hatte ich bislang noch nicht vor Juni...
    Natürliche Varroa-Bekämpfung?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Was ist das "red-eye-Stadium" ? Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Die Augen färben sich recht kurz nach dem Verdeckeln, sobald aus der Larve schon äußerlich fast eine Biene geworden ist.
    Falls das stimmt, was ich vermute, können die Bienen tatsächlich von außen erkennen, wie sehr eine verdeckelte Larve parasitiert wurde, und schmeißen sie raus, wenn sie mehrfach befallen worden ist.
    Das ist nur das erste Jahr, wo es so früh passiert...das wundert mich.
    Ab Juni ist das bei mir sehr normal, etwa alle 7-10 Tage, wellenförmig...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Das was da steht klingt interessant. Auch erklärt das die seltsame Vorliebe fürs Wasserholen aus der Gülle. Honig

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich bitte zu beachten:


    Mit Kombucha oder milchsauren Zusätzen wird das Futter aber sauer und nicht alkalisch (basisch)!


    Viele Grüße


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Bees are not pets


    dieser These kann ich nicht zustimmen - sie stimmt einfach überhaupt nicht.
    Honigbienen, insbesondere die Höhlenbrütenden (auch in Asien die Cerana) sind seit Jahrtausenden Kulturbegleiter, soweit man überhaupt etwas über Menschen- und Bienengeschichte weiß.


    Wie schon anderswo ausgeführt:
    Daß es ausgewilderte Honigbienen gibt, ist kein Beweis dafür, daß Honigbienen keine Haustiere sind.


    Viele Grüße


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo, Michael,
    aber milchsauer bzw kombucha-vergoren wirkt im Stoffwechsel alkalisch.
    Wer schon mal bei Sodbrennen einen 2-Wochen-Kombucha getrunken hat, rechnet nach dem Geschmack im Mund eher mit Verstärkung der Beschwerden, aber nix da, das Sodbrennen ist schlagartig weg.
    Und das kommt nicht vom Spül- oder Verdünnungseffekt wie bei einem halben Liter Wasser, sondern da reicht oft ein halbes Glas.
    Der meinige hat nach einem Monat Kombucha gar keine Magenprobleme mehr, und hat vorher oft sehr gelitten (und wir reden hier nicht bloß von Sodbrennen).
    Und die Bienis scheinen nix gegen das Zeug zu haben...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ob im menschlichen Stoffwechsel durch physiologisch saure Nahrungsmittel eine basische Wirkung erzielt wird, ergibt noch keine Indiz dafür, daß das bei Bienen auch so ist.
    Die Milchsäure im Futter kann die Invertierung beschleunigen, das nimmt den Bienen Arbeit ab.
    Leider weiß man heute nicht so viel über das natürliche Milieu in einem Bienenstock - es ist aber sicher durch die vielen Manipulationen und Behandlungen heute korrumpiert.
    Mal ein brutfreies Volk, z.B. Schwarm bevor die erste Brut verdeckelt ist, mit Brotrunk oder Kwash zu behandeln (Sprühmethode wie mit Milchsäure), eine Windel unten rein zu legen und zu sehen, was passiert, macht sicher keinen großen Aufwand. Auch Sauerkrautsaft könnte man so mal testen.
    Ich würde allerdings ohne Erwartungen da ran gehen.


    Schöne Schwärme wünscht


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo, Michael,
    das ist jetzt wieder ein Punkt, wo man trefflich streiten könnte und wegen nicht-wissen nicht wirklich weiterkäme.:wink:
    Aber wenn man als Analogie die Verstoffwechselung von Honig und Zucker vergleicht, kommt man eigentlich zu dem Schluß, daß die Bienen sich nicht großartig von uns unterscheiden, die Chemie aller Sauerstoffatmer ist doch recht ähnlich, was den Energiegewinn der Zellen angeht.
    (und OT: ich hatte keine großen Erwartungen zu Beginn meines Kombucha-Selbstversuchs, ich mag nur einfach gern sauerliche Getränke, und dachte, schaden kann es ja nun nicht, und ich wurde sehr positiv überrascht.
    Danach las ich Dennis Murrells Bericht auf seiner HP, der den gleichen Tenor hatte a la "das Zeug ist guuuut" und jetzt testen wir es beide an unseren Bienen, sozusagen.
    Aber Einsprühen kommt nicht in Frage, bei einem pH-Wert von 3,2 würde ich ihnen die Augen verätzen, das muß ja nun wirklich nicht sein, dann lieber über die Tränke; bei Menschen findet die Wirkung auch eher über das Immunsystem im Darm statt (und das ist was, worüber ich aus eigener Erfahrung Romane schreiben könnte - EM & ich))


    Auf jeden Fall denke ich, es wird den Bienen nicht schaden, und wenn es hilft - umso besser.
    Einen verschärften Varroaabfall würde ich übrigens nicht erwarten, eher abgestorbene Varroen in den verdeckelten Zellen oder noch mehr ausgeräumte Brut...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Die Invertierung von Zucker muß unser Stoffwechsel leisten, aber das macht er "innerlich" - die Bienen versehen die Zuckerlösung mit eigenen Sekreten, aber die Invertierung findet außerhalb der Einzelbiene statt - das ist was anderes, als der Energiestoffwechsel.


    15% Milchsäure ist sicher saurer als Kwash/Brottrunk, von wegen Verätzung der Augen.


    Gut ist alles, was das Milieu unterstützt, denn frei nach Pasteur und Mitarbeitern:


    "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!"


    Liebe Grüße


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo Michael,


    schön wieder von Dir zu lesen :p_flower01:


    Wie schon anderswo ausgeführt:
    Daß es ausgewilderte Honigbienen gibt, ist kein Beweis dafür, daß Honigbienen keine Haustiere sind.


    Was unterscheidet ein Haustier von einem wilden Tier?
    Beide sind Lebewesen. Funktioniert das Leben eines Haustieres anders als bei einem wilden Tier? Oder hat der Mensch da eigenes Leben geschaffen?


    Welche Mechanismen und welche Unterschiede existieren wirklich?


    Ich glaube, daß die Unterscheidung in Haus- und Wildtier nicht treffend ist. Die einen sind eingesperrt und können sich räumlich nicht bewegen. Auch dürfen sie sich nicht fortpflanzen wie ihre wilden Entsprechungen. Das alles zur Erzeugung von Massen an Nahrung. Nicht an Qualität, sondern an Masse.


    Ich glaube, daß es eine Kultur, eine Begegnung zwischen Tieren und Pflanzen und Menschen geben kann, die für alle Seiten förderlich ist. Dazu ist es aber zunächst notwendig, daß Leben selbst verstehen zu lernen. Indem wir in domestiziert und wild unterteilen, denken wir jedoch am Leben vorbei.


    Leben funktioniert immer gleich.


    Ich kopiere hier mal einen Text rein, den ich in einem anderen Forum geschrieben habe. Heute ist irgendwie Themenabend :oops:



    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Hallo, Michael, :wink:

    Zitat

    "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!"


    Das ist doch grad der Punkt.
    Ich hab geschrieben, daß ich als Folge von Nicht-Behandeln letztes Jahr den ersten Bienenskorpion meines Lebens live gesehen habe, und noch eine Menge anderes Krabbelzeugs, was ich leider nicht identifizieren kann.
    Diese Viecher sterben alle bei jeder Varroabehandlung: weiß jemand, wie wichtig sie für die Bienen sind?
    Und das sind nur die Lebewesen, die wir sehen können.
    Bei mir zuhause verschimmelt mittlerweile nichts mehr, sondern alles wird irgendwie milchsauer vergoren, das bedeutet, ich hab einen sehr hohen Anteil an MS-Bakterien in der Luft, die alles andere unterdrücken können...
    Wie sieht es mit den Mikroben in den Bienenvölkern aus?
    Was brauchen sie, was haben sie, was können wir helfen?
    Pollen wird normal milchsauer vergoren zu Bienenbrot als Lagerpollen - welche MS-Bakterien kommen da normal vor?
    Welche heute und welche vor 50 oder 25 Jahren?
    Wie können wir der Microflora der Bienen auf die Beine helfen?
    Was haben wir in den letzten 35 Jahren mit den Behandlungsmitteln alles gekillt außer den Milben?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen