Massenhaftes Bienensterben !!!

  • Hallo


    Mich erreichte eine E-Mail von einem Imker der ein Massensterben in der Rheinebene meldet
    wonach so ein Massensterben noch nie da gewesen war.Der Landesverband Badischer Imker e.V. hat einen Brief an den Minister verfaßt und einen Krisenstab gefordert!
    Die Schäden traten auf nach dem Mais ausgesäht wurde der mit einem neuen Beizmittel behandelt wurde welches noch nicht auf seine Bienengefährlichkeit getestet wurde.(hochtoxisches Mittel Poncho Pro)
    Man kann nur hoffen das man die Sache endlich einmal richtig untersucht damit ein Massensterben im ganzen Land verhindert wird!


    Grüße aus Thüringen

  • Mit Clothianidin gebeiztes Saatgut ist nach Untersuchungen des Julius Kühn-Instituts Ursache für aktuelle Bienenschäden in Baden-Württemberg
     
    http://idw-online.de/pages/de/news260637

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo,
     

    Mit Clothianidin gebeiztes Saatgut ist nach Untersuchungen des Julius Kühn-Instituts Ursache für aktuelle Bienenschäden in Baden-Württemberg
     
    http://idw-online.de/pages/de/news260637


     
     
    wie kommen die Bienen an das mit Cloth. gebeiztes Maissaatgut. Es befindet sich doch nach der Aussaat in der Erde. Jetzt sind die Maiskörner aufgegangen und die Pflanzen sind etwa 10 cm hoch.
    Wer kann mich aufklären?

  • In unserer Zeitung stand, beim Aussäen sei eine "Giftwolke" entstanden, in die die Bienen hineingeraten seien - über genauere Ausmaße dieser "Wolke" wurde nichts gesagt. Der Hit ist aber, es darf das Saatgut weiter ausgesät werden (nur der Verkauf ist wohl momentan gestoppt), die Bauern sollen aber Maschinen benutzen, die die Abluft in den Boden leiten...

  • Wer kann mich aufklären?


    Kommentarlos....




    aus:http://www.badische-imker.de



    Neeeeinn, es kann nichts passieren....Nervengift für alle! Wer hat noch nicht, wer will nochmal?!


    Jeder hat ein Maisfeld in seiner Nähe. Einfach mal vorbeispazieren und selbst ansehen, was da so passiert.

  • Hallo zusammen,
     
    bei uns sieht die Maissaat genauso aus! Habe ich zufällig bemerkt, als ich meinen Schwarm über die Felder verfolgt habe.
     
    Heißt das, daß jedes Saatgut mit dieser Farbe auch dieses Gift enthält?
     
    Bei Gesprächen mit Nachbarn kam nämlich heraus, daß hier auch anderes Saatgut (div. Getreidesorten) rosa ist.
     
    Das heutzutage kein unbehandeltes Saatgut mehr verwendet wird, ist ja leider klar. Ich wüßte gerne genauer, was womit behandelt wird. Kennt sich jemand aus?
     
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Zusammen,
    im Zusammenhang mit dem in Süddeutschland aufgetretenen Schäden und dem Entzug der Zulassung des Beizmittels stellt sich für mich die Frage:
    Ist eigentlich alle Maissaat in Deutschland schon im Boden? Wie sieht es in den Großen Maisanbaugebieten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg aus? Gibt es dort ggf. Anweisungen der Landwirtsschaftverwaltung was mit dem noch nicht ausgebrachten Saatgut geschehen soll?
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wird zur Vermeidung weiterer Bienenschäden bis
    zur endgültigen Klärung der Zusammenhänge sowie möglicher weiterer Auswirkungen
    auf den Naturhaushalt aus Vorsorgegründen bis auf Weiteres ein Ruhen der Zulassung
    angeordnet.
    Hintergrund zum Ruhen einer Zulassung
    Mit der Anordnung des Ruhens der erwähnten Zulassungen sind weitere Einfuhren, das weitere
    Inverkehrbringen sowie die weitere Anwendung der betroffenen Pflanzenschutzmittel
    ausgeschlossen. Gleiches gilt nach § 16e Abs. 2 PflSchG auch für Pflanzenschutzmittel, für
    die eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung mit Referenz auf eine der oben genannten Zulassungen
    erteilt wurde.
    Falls im Einzelfall die Notwendigkeit besteht, bereits im landwirtschaftlichen Unternehmen
    vorhandenes Saatgut mit den oben genannten Beizmitteln auszusäen, ist vor der Aussaat
    der amtliche Pflanzenschutzdienst (Tel.: 0335 5217615) zu konsultieren, um geeignete Maßnahmen
    zur Minimierung der Abtrift bei der Ausbringung des Saatgutes zu gewährleisten.
    Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind stets die Gebrauchsanweisung und die
    Anwendungsbestimmungen einzuhalten!
    Quelle: BVL


    Es wird weiter gesäht!

  • Danke Eric für deine Informationen


    Heike,Bernhard,bei mir sieht es in den Ackerecken nicht anders aus,
    Wenn ich mit dem Ausbringer sprechen möchte, gibt es nur ein Schulterzucken :
    Ich bin nicht der Bauer,ich bin Angestellter eines Lohnunternehmens,mein Chef hat mir gesagt,was ich hier machen soll!!
    Was hast du im Tank ? Keine Ahnung!!!
    Wer ist Besitzer,wer Pächter,keine Ahnung !! Ich hab nur meinen Auftrag !!
    Gibt es wirklich keine Möglichkeit hier einen Verantwortlichen festzunageln???????
    Fragt
    Helmut

  • Hallo,


    laut Badischem Imkerbund trifft man sich morgen mit dem Landwirtschaftsminister von BW. Es geht mit um die Schuldfrage, quasi um Schadensersatzforderungen.


    Was ich nicht verstehen will ist, dass mann alles mögliche Versucht um ein paar Tonnen mehr Mais zu produzieren. Am Ende wird der meiste Mais doch nur als Futtermais angebaut, also fürs liebe Vieh. Und da in Deutschland eigentlich fast keiner mehr hungert, sollte man sich überlegen, ob dafür eine breit angelegte Vergfiftung das alles rechtfertigt. Man sollte auch mal einen Maisbauern fragen, ob er jemals einen Maiszüngler gesehen hat.


    Gruß,
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    es ging bei der von der Landwirtschaftsverwaltung angeordneten Beizung mit Poncho Pro nicht um den Maizünsler, sonder um den im letzten Jahr erstmals im großen Stil aufgetreten Maiswurzelbohrer. Es geht auch nicht um ein paar Tonnen mehr Mais, sondern um die blöde Monotonie jedes Jahr auf dem gleichen Feld Mais anzubauen. Würden die Bauern die Böden nur im dreijahres Rythmus mit Mais tracktieren, hätten sie keine oder nur geringe Probleme mit diesen Maisschädlingen. Aber viele der Maisbauern haben ihren Betrieb (nicht nur Maisbauern tun dies) auf diese Monokultur eingerichtet und meinen nicht mehr zurück zu können.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk