Wandern - Ändern der Standorte - Gesteze? §

  • Hallo @all,


    habe einige Völker wie die letzten Jahre auch in den Raps gestellt in das Feld eines Bekannten.
    Eine Kopie des Gesundheitszeugnisses und meine Adresse angebracht.
    Entfernung zum Hauptstandort ca 5 km, innerhalb der Stadtgrenze.


    Letzt treffe ich den Vorstand, und der meinte ich muß IHM bescheidsagen, sobald ich Völker auf einen anderen Standort versetze.


    Welches Gesetz schreibt dies vor?


    Dem Bienensachverständigen, der mir das Gesundheitszeugniss gemacht hat, hatte ich gesagt, das ich dahinwandern möchte, das langt scheinbar nicht aus.


    MfG bienenhansi

  • Hallo,
    gar keins.
    Innerhalb deiner Kreisgrenzen darfst du wandern, auch ohne Gesundheitszeugnis, wie du lustig bist (natürlich nicht in oder aus AFB-Sperrbezirken).
    Deinem Vorstand brauchst du gar nix zu sagen, das geht ihn nichts an.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo !
     
    Also in Hessen ist dem nicht so, die Vereine haben zwar einen Wanderwart der auch informiert werden möchte. Muß aber nicht !!! Hier reicht es dem für den neuen Standort zuständigen Amtsveterinär den Standort und das Gesundheitszeugnis zuzufaxen.
     
    Wir verstellen auf unseren festen Ständen zwischen den Gebieten zweier Vereine (und sind nur in einem) um Ableger dorthin, Schwärme dahin u.s.w.
    Das interessiert Niemanden !!! Die drei Standorte sind gemeldet, da ist auch kein Gesundheitszeugnis für das umziehen nötig (ist in einem Landkreis mit einem Amtsveterinär).
     
    Gruß
    Bienen.Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Der Meinung war ich auch, das ich niemanden nichts melden müsse, aber der Vorstand behauptete, es gäbe Gesetze, die vorschreiben, dass der Gesundheitswart (in dem Fall er)informiert werden MUß, sobald man einen neuen Standort hat.


    Die Begründung war, falls irgendwo in dortigen Umkreis von 3km AFB ausbrechen sollte, das ich informiert werden könne.


    Daher suche ich nun nach Gesetzen (für oder wieder)


    MfG

  • Hallo, Hansi,
    das ist absoluter Quatsch.
    Wenn in deinem Kreis AFB ausbricht, wird der 1.V. benachrichtigt, der dann weitermeldet.
    Für kurzfristige Wanderungen macht Meldung bei wem auch immer eh keinen Sinn, der Verwaltungsaufwand wäre viel zu groß.
    Der hiesige AmtsVet will auch nicht von jedem den aktuellen Rapsstandort wissen, sondern NUR und ausschließlich Dauerstandplätze.
    Das hätte dein Vorstand wohl gern ("ich bin wichtig, ich muß das wissen":roll:), aber es gibt kein Gesetz dafür.
    Und wenn demnächst AFB aus der Seuchenliste fliegt, interessiert das eh überhaupt keinen mehr.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  •  
    Les' einfach mal in der Bienenseuchenverordnung nach. Der Vorstand hat recht! Wer Bienenvölker aufstellt muss das der zuständigen Behörde melden. Wer Wandern will, muss ein Gesundheitszeugnis vorweisen können und dieses bei der für die Bienengesundheit zuständigen Person des Wanderstandortes hinterlegen.
    Wenn AFB auftritt, muss dieser schließlich wissen, wer in seinem Bezirk zu benachrichtigen ist und wie dieser zu erreichen ist.

  • In der Bienenseuchenverordnung (ich habe sie letzte Woche nochmal durchgekaut) steht, dass man feste Standplätze zu melden hat, und zwar an den Kreisveterinär (§1).
    Wanderungen über die Kreisgrenzen hinaus bedürfen einer Wandererlaubnis (§5)
    Von Vereinsvorsitzenden ist da nirgendwo die Rede. Und das gilt sogar in BaWü.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, Michael,
    eben: Wanderungen über die Kreisgrenzen hinaus bedürfen einer Wandererlaubnis, innerhalb des eigenen Kreises nicht.


    sam : ja, weil per KS-Verfahren sanierbar, und somit nicht mehr "unheilbar", und die AmtsVets wären den Job sehr, sehr gerne los....die haben genug anderes um die Ohren (Blauzungenkrankheit, etc.)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • BSVO: http://www.imkerverband-sachse…o/bienenseuchenvo2005.pdf


    § 5
    (1) Der Besitzer oder die mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der
    Bienenvölker betrauten Personen haben für Bienenvölker, die an einen anderen Ort
    verbracht werden, unverzüglich nach dem Eintreffen der für den neuen Standort
    zuständigen Behörde oder einer von ihr beauftragten Stelle eine Bescheinigung des
    für den Herkunftsort zuständigen beamteten Tierarztes vorzulegen. Aus der
    Bescheinigung muss hervorgehen, dass die Bienen als frei von Amerikanischer
    Faulbrut befunden worden sind und der Herkunftsort der Bienen nicht in einem
    Faulbrut-Sperrbezirk liegt. Die Bescheinigung darf nicht vor dem 1. September des
    vorhergehenden Kalenderjahres ausgestellt und nicht älter als neun Monate sein.
    (2) Die Bescheinigung nach Absatz 1 wird von der für den neuen Standort
    zuständigen Behörde oder der von ihr beauftragten Stelle einbehalten. Für
    Bienenvölker, die nur vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden, trägt
    sie in der Bescheinigung den Ort, den Beginn und das Ende der Wanderung sowie
    am Ort der Wanderung oder auf dem Bienenstand festgestellte Bienenseuchen ein.
    Die Bescheinigung wird dem Besitzer oder den mit der Beaufsichtigung, Wartung
    und Pflege der Bienenvölker betrauten Personen wieder ausgehändigt, wenn die
    Bienenvölker aus dem Bezirk der zuständigen Behörde verbracht werden.
    (3) Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Absätzen 1 und 2 zulassen,
    wenn Belange der Seuchenbekämpfung nicht entgegenstehen.


    Wo steht da was von irgendwelchen Genehmigungen?


    Manne

  • Hallo Bienenhansi,
    in BW ist der amtlich bestellte BSV die rechte Hand des AmtsVet. und der muss unterrichtet werden, wenn in seinem "Amtsbezirk" Bienen aufgestellt werden. Deinen Vorstand musst Du nur unterrichten WENN er gleichzeitig BSV für Dein Anwandergebiet ist. Der Verein hat NICHTS, aus rechtlicher Sicht nichts aber auch garnichts, mit der Wanderung zu tun. Auch wenn die meisten BSV Vereinsmitglieder sind.
    Das Einzige was ich noch benötige außer dem Gesundheitszeugnis und der Meldung an den BSV/AmstVet ist die Einverständniserklärung des Grundstückseigners auf dem ich meine Bienen abstelle.
    Aus kollegialer Sicht werde ich als Imker natürlich auf die ortsansässigen Imker immer Rücksicht nehmen. Aber das ist kein Gesetz, sondern Anstand.
    Auch die neue "Wanderortung" in BW heiß daher aus gutem Grund Wanderempfehlung.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Manne,


    leider sind wir nicht so schlau wie Du.
    Aber das macht nix.
    Sonst wäre es auf unserer Welt ja unerträglich.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-