Nichts tut sich

  • Heute bei den Bienen gewesen - und ich habe das Gefühl, der Frühling geht an ihnen vorbei. Kernobst verblüht, Apfelbäume blühen zu 50%, Löwenzahn auf den Wiesen am abblühen.


    Vor einer Woche dem einzargig überwinterten Volk die zweite Zarge aufgesetzt - nun sehr zaghafter Ausbau der ersten beiden Mittelwände, wenig Bienen oben. Die zweizargigen Völker bekamen den Honigraum mit Absperrgitter obenauf, die vier mittleren Rahmen mit ausgebauten Waben des Vorjahres. Da tut sich überhaupt nichts, keine Biene oben. Brutnest in Zarge 1/2 ist aber nicht verhonigt. Man brütet mässig, Futterkränze sind normal vorhanden. Zwei Völker haben erst jetzt angefangen, den Baurahmen auszubauen. Alle Völker scheinen auch nicht so eifrig zu fliegen. Ich habe den Eindruck, bis da etwas in die Gänge kommt, ist die Tracht längst vorbei und abgehakt.


    Oder sind das bloss Ängste eines nervösen Anfängers?

  • Und was bedeutet das für uns Orakelunkundigen?

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Hallo,


    es kommt auch drauf wie stark die Völker sind, schwache Völker setzt man nicht auf!
    Besser vereinigen als schache mit zu schleppen.

  • Hallo Zusammen,
    schwache Völker, jetzt noch, geben Begattungsvölker her,
    wenn sie nicht krankheitsbedingt schwach sind.
    Vereinigen, aber nicht untereinander, sondern wenn überhaupt mit stärkeren Völkern.
    Aber diese scheiden dann leider für die Nachzucht aus.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zitat

    Und was bedeutet das für uns Orakelunkundigen?

    Ich deute das Orakel so, daß wir uns dieses Jahr mit dem Zuschauen begnügen müssen, wie die Bienen überleben (und vielleicht einmal abschwärmen tun). Daß vielerorts die HR nicht angenommen und die MW nicht ausgebaut werden, deute ich dahingehend, daß die Bienen (zumindest die Carnica) eine Art Notprogramm fahren um sich ans kalte und verregnete Wetter anzupassen: möglichst eng sitzen und sparsam wirtschaften! Dem Imker möglichst keinen Honig lassen!


    Meine schlimmsten Befürchtungen scheinen wieder einmal wahr zu werden. Wissenschaftler nehmen nun ein Nachlassen des Golfstroms an und machen damit erfolgreiche Modellrechnungen. (http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7376301.stm)


    Die Nördliche Vereisung steht vielleicht noch nicht bevor, aber mancher Berufsimker wäre vielleicht gut beraten, nach NZ umzusiedeln. :lol: