Ablegerbildung mit Schied - Position der Fluglöcher

  • Diese Frage ist sicher schon irgendwo einmal beantwortet worden, aber ich finde leider keinen passenden Faden dazu. Es ist zwar immer wieder von Ablegerbildung mit Schied die Rede, aber die Frage der Fluglöcher bleibt (zumindest für mich) unbeantwortet.


    Bei uns im steht im Anfängerkurs jetzt die Ablegerbildung an. Allerdings heißt es dazu 'Leuts, besorgt euch Ablegerkästen'. Jetzt habe ich aber keine Lust, noch mehr Kästen anzuschaffen, welche im Winter Platz im Keller wegnehmen, noch möchte ich noch mehr Geld in solches 'Spezialzubehör' stecken, der Anfang ist selbt auf sparsame Weise noch teuer genug. Deshalb will ich je zwei Ableger in einer (übrigen) Vollzarge einlogieren. Ein passendes Schied aus Hartfaserplatte habe ich bereits gebaut, bloß mit der Position der Fluglöcher bin ich mir nicht so ganz im Klaren. Müssen diese in verschiedene Raumrichtungen zeigen (vorne und hinten oder vorne und seite), was aufstellungstechnisch beides suboptimal wäre? Oder können beide Fluglöcher in die gleiche Richtung zeigen, eines links außen, das andere rechts außen, ohne dass der Verflug zu groß wird (grade für die beiden hoffentlich heimkehrenden Königinnen)? Bzw. würde in diesem Fall eine 'bauliche Trennung' des Anflugbrettes weiterhelfen?


    Und wenn der Ableger dann gebildet ist, muss dieser wirklich aus dem Flugkreis verbracht werden, wie es die Kursleitung fordert? Ich habe da Henry im Ohr, der die Bindewirkung von Drohnenbrut propagiert, und Sabiene, welche Äste vor das Flugloch legt, um die Bienen zum Neueinfliegen zu motivieren, bin mir jetzt aber nicht so ganz sicher ob das auch alles genau so für Ableger gilt. Normalerweise versuche ich schon, erstmal alles so zu machen wie es im Kurs erklärt wird, aber da ich zu Zeit autolos und beruflich schwer eingespannt bin, wäre es mir sehr recht, wenn ich die Ableger nicht verbringen müsste.


    Ich danke schon jetzt für hilfreiche Antworten, auch im Namen meiner Bienen die sich schon auf die neue Wohnung freuen.


    Torsten

  • Moin.


    Absolut wichtig ist, dass bei jeglichen Konstruktionen die Völkchen wirklich dicht voneinander getrennt sind. Weiss ja nicht, in was für einer Beute Du arbeitest, aber vielleicht kannst Du den Boden so umbauen, dass bei drei Ablegern der mittlere nach hinten und die beiden anderen rechts und links ausfliegen. Solche Böden gibt es u.a. für die Segeberger in fertig für etwa 25 €.


    Die Zweig vor Fluglochmethode funktioniert hervorragend, allerdings müssen Ableger an Vollvolkständen besonders gut vor Räuberei geschützt und dort notfalls mehrmals hintereinander umgestellt werden, falls umgezogene Flugbienen ihre Schwestern zur Ablegerbeute locken. Umso kritischer, sobald Schleuderzeit oder Trachtlücken angesagt sind.


    Ein Vorteil des Wegstellens ist zudem, dass man ein Volk nie so leicht umgestellt bekommt wie als Ableger..


    Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Es kommt drauf an, ob die Königin die du zusetzt begattet ist oder nicht. Wenn sie begattet ist kannst sie Ppoblemlos in eine Richtung fliegen lassen, anderenfalls bestände die möglichkeit eines verfluges der Königin bei der Begattung.


    Ich verwende Einlegeteile in den Boden, dazu brauchst nur 3 bretter, eine Kreissäge und 4 Schrauben. Kann somit sogar meine normalen Böden verwenden.
    Kann am 1 Mai ein Bild davon machen und dir zusenden, wenn du mir per PM deine Mailadresse zusendest.


    MfG Bienenhansi

  • Ups, die Info zur Zarge habe ich glatt vergessen, ich habe Hohenheimer-Einfachbeuten.


    Die Konstruktion mit dem Schied sollte bienendicht sein, im Boden habe ich ein Brett mit Nut eingesetzt, in welches der Schied dicht schließend eingreift. Allerdings ist die Konstruktion auf dem offenen Gitterboden aufsitzend - aber das sollte kein Problem darstellen, oder?


    Das Flugloch wollte ich auf 5cm eineingen, bei zwei bienenbesetzten Waben pro Ableger. Ist das zu verteidigen, oder müsste es noch enger werden? Einen zu großen Stau will ich ja auch nicht produzieren. Und im Moment ist hier gute Tracht, das erste Schleudern aber noch nicht in Sicht, also hoffe ich dass es auch einfacher genug zu finden gibt, als sich über einen armen kleinen (hoffentlich etwas wehrhaften) Ableger herzumachen. Wie schnell müsste denn eine von umgezogenen Sammelbienen initierte Räuberei einsetzen? Sprich Stunden, oder doch noch nach Tagen?


    Eine Königin will ich gar nicht zusetzen, ich habe nämlich keine... Falls bis zum nächsten Termin bereits ausgezogene Weiselzellen da sind will ich davon eine mit umhängen, oder ansonsten eine Wabe mit Eiern dabei nehmen. Es ist mir also schon wichtig, dass die Königin auch zurückfindet!


    lg
    Torsten

  • Der Boden hört sich sozusagen gut an. Allerdings würde ich das Flugloch erstmal ein bisschen enger machen, die Beute aber nicht in die direkte Sonne stellen. Wenn Du Pech hast, sind um-/ungezogene Sammlerinnen meist innerhalb weniger Stunden zumindest wieder zum Gucken zurück; allerdings kann dies auch noch am nächsten Tag geschehen. Alles je nach Tracht und Eigenschaften der Bienen.


    Wenn der Ableger selber nachzieht, sieh dass er möglichst gut besetzt ist und achte, sobald nachgeschafft wird, auf das Vermeiden von Erschütterungen beim etwaigen Transport, sonst können die Königinnenlarven vom Futtersaft abrutschen und gehen ein.


    Viel Erfolg!


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


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  • hallo,
    also ich habe auch die einfachbeute. und habe auf den boden ein bret mit nut genagelt, dann einen schied dazuwiscene rein. das flugloch habe ich durch einen schaumstoffstreifen eingeengt, dabei einfach links und rechts ca. 1-2cm frei gelassen. 5cm finde ich fast schon zu groß. flugloch in eine richtung war bei mir kein problem.
    aber ich werde diese böden wahrscheinlich nicht mehr verwnden, weil es einfach keinen wirklichen vorteil bringt. irgendwann muss eh jedes volk in eine beute, und dann muss man wieder waben umhängen und hat zusätzlichen aufwand. pack einfach jedes volk in einen eignen kasten, 1-2 brutwaben, 1-2 futterwaben+ noch zusätzlich paar bienen, rest mit leerwaben, mittelwänden oder leerrähmchen auffüllen (ich nehme mittelwände). flugloch schön schmal machen, und dann stehen lassen, und je nach tracht füttern, oder auch nicht. wird bis zum herbst ein starkes einwinterungsfähiges volk.
    mfg jeffrey
    edit:
    ableger am besten paar km weg stellen

  • Wieder was gelernt.


    Die Fluglöcher sind jetzt auf 1,16 cm angelegt, bei einer angenommenen mittleren Bienenbreite von 0,55cm plus 0,03 cm Reibungsfläche für die Härchen - oder so ungefähr zumindest. Und ganz außen angeordnet, mit einem vertikalen Trennbrett in der Mitte des Anflugbrettes. Falls es damit nicht klappen sollte sag ich in vier Wochen Bescheid...

  • Hallo,
    enstehen bei dir unter dem mittelteil keine lücken zwischen der leiste und dem bodengitter? ich weiß ja nicht wie schwer bienen sind, aber bei mir kann man das bodengitter teilweise schon netwas nach unten durchdrücken. deswegen habe ich bei mir den mittelsteg einfach nochmal von unten festgetackert.
    mfg jeffrey

  • Hallo,
    enstehen bei dir unter dem mittelteil keine lücken zwischen der leiste und dem bodengitter? ich weiß ja nicht wie schwer bienen sind, aber bei mir kann man das bodengitter teilweise schon netwas nach unten durchdrücken. deswegen habe ich bei mir den mittelsteg einfach nochmal von unten festgetackert.
    mfg jeffrey


    Im dritten Bild erkennt man vielleicht, das im Mittelteil, also da wo das Gitter tiefer ist, das Holz für etwa 4mm nach unten (im Bild nach oben, da es ja auf dem Kopf steht) geht.
    Dort kommt keine Biene durch. Festtackern würde ich es nicht, da ich den Boden ja als normalen Boden verwende wenn der eine Ableger raus kommt und der andere Ableger erweitert wird.


    Es ist schlecht eine Skizze mit Maßen zu machen, da meine Böden ein wenig anders sind als die Hohenheimer Böden, von den Zargen aber identisch.


    Von oben mache ich die Folie mit Reißnägeln am Trennscheid fest und klappe die Folie dann rechts oder links, je nach dem wo ich arbeite.


    MfG bienenhansi


  • ah ok, jetzt seh ich das auf dem bild. das mit den reisnägeln habe ich auch gemacht. übrigends auch zum füttern, einfach nur eine seite umklappen, und so kann man immer abwechselnd füttern. aber ich habe eigentlich sowieso nicht mehr vor, die böden zu verwenden.
    ich habe die leiste einfach fest getackert, aber das fluglochteil kann ich raus nehmen. wenn ich die böden dann ganz normla verwnede ist halt unet eine leiste drin, aber ich denke, das stört die bienen nicht ;-)
    mfg jeffrey