Helmuts Warre' die Zweite.

  • Hallo Freunde
    In den letzten Tagen war hier richtig gutes Flugwetter.
    Die Honigräume der guten Völker(10) sind etwa halbvoll.(ausgebaute Waben,kein Absperrgitter.)
    Keine Brut ist in den Honigräumen.
    Das zuerstgeöffnete Volk hatte jede Menge Weiselzellen.
    Davon habe ich sofort 2 2Wabenableger gemacht und .weggebracht.
    Die anderen 9 Völker waren aber nicht in Schwarmstimmung.
    Da ich aber Warre`2 fertiggemacht hatte,wollte ich sie auch ganz gerne belegen.
    Ich habe das stärkste Volk abgefegt ,zwei Bruträume,ein Honigraum,in der Hoffnung die Chefin mitzuerwischen.
    Boden und 4 Zargen damit besiedelt.
    Ich habe es körperlich gespürt das ich ich mit meiner Meinung(das ist ja ganz schön wackelig)richtig gelegen habe.
    Der ganze Turm ist umgekippt.
    Es war nicht gemütlich,das wieder zu richten(kein Rauch,kein Schleier)
    Dann habe ich ein Stündchen davor gesessen und abgewartet was passiert.
    So nach und nach krabbelten sie in die Beuten.
    Bei 5 vorhandenen Fluglöchern wurden nur das untere und obere genutzt,


    @Hallo Martin,ich hätte das alles ganz gerne geknipst,aber da fehlt dann doch der zweite Mann/Frau
    Ich habe nur Bilder machen können von den Bienengruppen vor den Fluglöchern.
    Morgen werde ich nachsehen,ob ich bei der Abfegerei die Chefin erwischt habe,dann müssten sie bauen.
    Beim Spendervolk dürfen keine Eier nachgelegt werden und Weiselzellen angelegt werden müssen.
    Sonst muss ich alles wiederholen.
    Das Spendervolk hat den Flugbetrieb nicht eingestellt,nur schwächer.
    Ich überlege,ob ich dann dem W 2 Futter geben muss ?
    Eigentlich wäre es bei dieser Schwarmvorwegnahme nicht notwendig.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut,


    ...Der ganze Turm ist umgekippt.


    Eine gute Daumenregel ist, nie mehr als zwei leere Zargen unterzustellen. Also nicht direkt vier-fünf auf einmal. Wenn man mit einem Schwarm anfängt und die obere Zarge leer ist, kann man zwei Ziegelsteine auflegen, damit die Zargen von oben herunter gedrückt werden. Entweder ins Kissen oder auf das Dach.


    Mir ist noch nie eine Warrébeute umgefallen. Ich komme vielleicht mal vorbei, wir wohnen ja nicht weit auseinander. Mich würde interessieren, woran das liegt, daß die Beuten so wacklig sind.


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Und wenn der Grund für die Wackeligkeit gefunden wurde mal bitte hier posten ( vielleicht mit Fotos ) - würde mich auch mal interessieren.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Moin,
    Grund der Wackelichkeit ist eindeutig:
    Die Höhe
    Der schwere Kopf
    Ungeschicklichkeit(da nicht verkittet.)
    Hektik
    Das mit zwei Zargen beginnen,ist auf jeden Fall einfacher,aber ich wollte bewusst einen großen Baumstamm geben
    Bei der Nächsten werde ich mit 2 Zargen beginnen.
    Das Untersetzen wird aber mit jeder zusätzlichen Zarge schwieriger.
    Werde ich wohl ein Dreibein mit Talje anfertigen müssen.
    Gruß
    Helmut

  • Besser als ein Dreibein ist so ein Gatineau-Lift für Warrebeuten:


    http://biobees.com/warre/lift.htm



    Die Kurbel stammt von einer alten Honigschleuder :wink: und es handelt sich um einen Selbstbau.


    Eine Hebevorrichtung ist bequem und ermöglicht auch das Inspizieren von unten.


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,
    gut, das Du beischreibst das dies eine Hebevorrichttung ist.
    Ich hielt das auf den ersten Blick für eine Gioulltine...
    Solche Zusatzvorrichtungen und das es einfacher ist aufzusetzen statt unterzusetzen hat wohl dazu geführt, das sich dies nicht durchgesetzt hat.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Also ich lehne mich vielleicht etwas aus dem Fenster aber keiner zwingt einen unterzusetzen (obwohl das besser ist). Jeder der will und nicht willens ist unterzusetzen darf auch aufsetzen. Oder sehe ich das falsch?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Guten abend
    Mir ist gerade ein ganzer Tagesbericht entschwunden.
    Auf ein Neues,mit Bildern ,Passwort und Galerie klappt es im moment nicht,reiche aber Bilder nach.
    Ich glaube,ich fliege hier raus weil ich so langsam schreibe,.
    Ich versuchs nocheinmal.
    Gruß
    Helmut

  • Also Helmut, es ist erfrischend, deine Berichte zu lesen. So kommen wir gemeinsam weiter.


    Bei uns sieht es so aus:


    "Hier steht in unserem Garten ein Volk mit einer mehr als 1-jährigen Königin.

    Diese Königin wird bald mit einem Großteil der flugfähigen Bienen ausziehen und sich an unserem nahe stehenden Kirchbaum hängen.
    Dann fliegt der Schwarm wieder auf und wird flugs in die nebenstehende (6m) Warré-Beute einziehen.

    Im Laufe des Sommers wird das Volk dann still umweiseln und nächstes Jahr..."


    (Na ja, könnte ja sein.)


    Grüße, Martin.

  • Guten abend
    Bernhard ,das Ding ist wieder zusätzliches Gerät.
    Lothar und Olli
    Sehe ich auch so
    Wenn ich aufsetze habe ich saubere Waben,und das Brutnest kann rauf und runterdüsen.
    Gleichzeitig kann ich feststellen wie lange ein Volk in dem alten Bau bleibt.
    Nur in der Natur ist das nicht so.
    Gruß
    Helmut.

  • Weiter gehts:
    In Warre'2 sitzt das Volk in Hanballgröße in der obersten Zarge.
    Alle 4 Fluglöcher werden benutzt,
    Bodenbrettloch wird zum Ausräumen des Totenfalls genutzt.
    Kein Polleneintrag.
    Spezies ,wie der Drohn,könnten daraus schon ihre Schlüsse ziehen.
    Das Spendervolk fliegt ,als wäre nichts geschehen,Pollen in allen Farben.
    Auch innen alle Waben recht gut besetzt.
    Keine Weiselzellen.
    Ich meine aber in den Spielnäpfchen Eier gesehen zu haben.
    Wenns stimmt ist die Chefin noch drin,oder die Bienen tragen tatsächlich Eier um.
    Das muss ich im Auge behalten.
    Da hat OLD ERIC rechtbehalten,das man bei gutem Flugwetter das ganze Volk abfegen kann,ohne das Altvolk zu stark zu schwächen.
    Gruß
    Helmut

  • Guten Abend Martin
    Ist das nicht schöön.
    Klar ,wir kommen nur weiter wenn wir ehrlich miteinander umgehen.
    Die sonderbarsten Versuche bringen uns weiter um zu Verstehen.
    Die Institute sind nun mal nicht das Gelbe vom Ei
    Da kann man nichts verdienen.
    Ich drück dir die Daumen,das es Klappt.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo, Martina & Martin,

    Zitat

    Im Laufe des Sommers wird das Volk dann still umweiseln und nächstes Jahr..."


    Eben nicht.:-D
    Bislang hab ich keinen Fall gehabt, wo die Königin nach erfolgreichem Schwarm umgeweiselt wurde, immer nur, wenn es nicht klappte.
    Da wäre das Volk ja auch mit dem Klammerbeutel gepudert, sie auszutauschen, wenn sie erfolgreich war...:wink:
    In den CB-Völkern mit dem ausgetricksten Schwarm wird dagegen IMMER umgeweiselt - Schwarm nicht geschafft, neuer Versuch mit einer Tochter nächstes Jahr....
    Keine schlechte Strategie.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo miteinander,


    Helmut : Ich habe auch keinen Lift und komme trotzdem zurecht. Für Menschen mit Rückenproblemen oder für Menschen, denen mehr Gerät nichts ausmacht aber sicher eine Alternative.


    Olli : Das Aufsetzen würde das Prinzip der Warrébeute durcheinander bringen, denn ein Wachsen des Wabenwerkes nach unten wäre verhindert. Damit lässt Du die Bienen auf altem Wabenwerk brüten, was die Bienen nach Tautz (siehe Buch Phänomen Honigbiene) nicht bevorzugen.


    Bei meinen alten Trogbeuten habe ich mal leere Honigräume aufgesetzt, ohne Rähmchen. Also völlig leer. Interessanterweise haben die Bienen dann auf den Oberträgern der Rähmchen aus dem Brutraum angefangen mit dem Bauen der Waben und von unten nach oben ausgezogen. David Heaf berichtet, daß er und ein Freund das ebenfalls beobachtet hätte. Von daher kann damit gerechnet werden, daß die Zargen auch bei Warré auf diese Weise ausgebaut werden. Dadurch wären sie aber fest verbunden, ein Durchtrennen mit Draht wäre dann notwendig. Würde man das Verhindern wollen, würde das bedeuten, daß man wieder mit Mittelwänden und hochgehangenen ausgebauten Waben arbeiten müßte.


    Des Weiteren besteht die Gefahr, daß die Königin die Honigbarriere überspringt und auf dem frischen Wabenwerk oben in die Eiablage geht. Damit wäre die Zarge nicht mehr zu beernten. Das macht wiederum ein Absperrgitter notwendig.


    In der Schweiz gibt es tatsächlich einen Warré-Imker, der mit Absperrgitter und Aufsetzen arbeitet. Allerdings hat er dann auch Rähmchen in der Warrébeute. :confused: Mit Warré hat das in meinen Augen nicht mehr viel zu tun, vor allem in der heutigen Auslegung von Warré.


    Es zeichnet sich ab, daß das Aufsetzen der Zargen Konsequenzen nach sich zieht, die einem direkt zu der heute üblichen Imkerei führt: Rähmchen, Absperrgitter, Zargen Aufsetzen.


    Diese ganzen Maßnahmen beeinträchtigen wiederum die "Nestduftwärmebindung" oder einfacher gesagt das Klima der Bienenbehausung.


    Daher empfehle ich das Aufsetzen in der Warré-Betriebsweise nicht. Das ganze Prinzip und alle Vorteile der Warrébeute wären ansonsten in Frage gestellt.


    Die Probleme mit dem Untersetzen entstehen erst dann, wenn man unterjährig ständig erweitern und ernten möchte. Beschränkt man sich auf eine Ernte im Jahr, so ist das wiederum sehr einfach. Im Frühjahr werden zwei leere Zargen untergesetzt. Zu diesem Zeitpunkt sind die überwinterten zwei Zargen durch das Aufbrauchen des Winterfutters etwas leichter. Man setzt die zwei Zargen zur Seite (ohne den Deckel zu öffnen). Man inspiziert und säubert den Boden. Darauf setzt man zwei leere Zargen, man setzt darauf die zwei Winterzargen und das war es. Im Herbst werden die zwei oberen Zargen geerntet, was ebenfalls sehr einfach ist, weil man mit der obersten beginnt und sich nach unten arbeitet.


    Sollten die Bienen einer Massentracht ausgesetzt sein und die Beute dadurch bereits in der Saison schnell komplett ausgebaut sein, dann ist ein Aufsetzen einer weiteren leeren Zarge denkbar.


    In der Mailingliste zu Warré gibt es auch ein paar Kanadier, die richtige Massentrachten haben und sie werden versuchen, eine leere Zarge zwischen den beiden oberen Zargen zu setzen. Also wie gewohnt im Frühjahr zwei leere untersetzen. Sobald die beiden unteren Zargen ausgebaut sind und die beiden oberen voll Honig getragen wurden, wird zwischen die beiden oberen Zargen eine leere Zarge gesetzt. Wenn diese vollgetragen wurde, wird die ganz obere Zarge geerntet und bei Bedarf wird dann eine weitere leere Zarge zwischen die beiden oberen Zargen gesetzt.


    Das ist bisher nur eine Idee, die noch nicht ausprobiert wurde.


    In so einer Situation würde ich es aber für einfacher erachten, wenn man die Warrébeute auseinandernimmt, eine oder zwei Zargen untersetzt und die oberste mit Honig gefüllte Zarge erntet. Meines Erachtens ist das einfacher und die Bienen können dort weiterbauen, wo sie aufgehört haben.


    Bei einer Imkerei am Stand muß man eh erst einmal in die Lage kommen, daß solche Massentrachten auftreten. :p


    Viele Grüße,


    Bernhard