Wildvolk retten...?

  • Ich habe ein Wildvolk in einem alten Bienenwagen gefunden! es lebt dort bereits 10 Jahre in einer Hinterbehandlungsbeute (Kuntzsch Breite) ohne imkerliche Hilfe. Der Wagen soll jetzt eingestampft werden.


    Möchte dieses Volk in eine Magazinbeute umsetzen. Was meint Ihr: ist das eine gute Idee? Was sollte man beachten?

    ...drama makes the world go round... darf ja bloß nicht langweilig werden!

  • Also ich finde, wenn das Volk schon so lane ohne Hilfe überlebt hat, ist es aufjedenfal einen Versuch wert. Hat ja scheinbar auch die Varoen überlebt.
     
    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo maxwell,


    deine Idee ist gut. Ich würde es auf jeden Fall tun.
    Kann nur bestätigen was toddybaer schon schrieb. Wenn es solange Varroa überlebt hat, ist das Volk der ideale Starter für den eigenen Bestand.
    Wenn es in die neue Kiste eingezogen ist, lass es wenn möglich auf diesem Standort oder in nächster Nähe und dann dieses Jahr vermehren...


    Die neue Höhle würde ich nicht größer zur Verfügung stellen. Wieviel Platz hatte es denn? (also Räume und Rähmchen meine ich)
    Und war das alles Wildbau oder rabenschwarze Schwarten in Rähmchen? (Fotos wären klasse.)


    Bis bald molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Das Volk kann munter von einer Beute zur nächsten geschwärmt sein, da alle Beuten des Wagen (ca. 60!) offen waren (wenn man vermutet, dass die Bienen nur 1m weit schwärmen was unwahrscheinlich sein soll). Ich werde Fotos nachliefern, wenn ich einen Blick ins innere geworfen habe (wird wohl 1./2. Mai sein).


    Ich vermute sehr alte Waben! will in zander magazin umsetzen!


    Platzangebot ca. 2x 12-15 Kuntschwaben. Wie gesagt noch nicht die Harmonie gestört. Will es auch so kurz und schmerzlos für die bienen machen.

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  • Das Volk kann munter von einer Beute zur nächsten geschwärmt sein, da alle Beuten des Wagen (ca. 60!) offen waren (wenn man vermutet, dass die Bienen nur 1m weit schwärmen was unwahrscheinlich sein soll). Ich werde Fotos nachliefern, wenn ich einen Blick ins innere geworfen habe (wird wohl 1./2. Mai sein).
     
    Ich vermute sehr alte Waben! will in zander magazin umsetzen!
     
    Platzangebot ca. 2x 12-15 Kuntschwaben. Wie gesagt noch nicht die Harmonie gestört. Will es auch so kurz und schmerzlos für die bienen machen.


     
    Wenn die Beuten alle offen waren, was macht Dich da so sicher, dass die da seit 10 Jahren überleben? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass der Stand jahrelang leer war, und im letzten Sommer ein Schwarm eingezogen ist?

  • ich weiß nur aus zweiter hand, dass der bienenwagen in den letzten 10 jahren nicht mehr imkerlich betreut worden ist. es soll allerdings ununterbrochen von einem bienenvolk bewohnt worden ist. ob dies immer das gleiche war ist schwer nachzuweisen.


    ein indiz könnten die waben liefern... ich bin jedenfalls schon sehr gespannt. würde gerne reinschauen, benötige jedoch noch entsprechende wabenzange und werkzeug um den umzug schonend vorzunehmen.


    sonst noch tipps?!

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  • ... sonst noch tipps?!


    Wenn der Bauwagen eh eingestampft wird, kannst nicht die Beute ganz nehmen?
    eventuell noch eine, die reinigen und nur sauber umhängen?


    Mein Schwager hat mir letzt was ähnliches erzählt: Ein verwachsener Bauwagen im Wald, mit mehreren Völkern. Seiner Beschreibung nach aber dunkle Bienen. Wenn ich wieder dort bin will ich es mir ansehen.


    MfG Bienenhansi

  • Bei dem Wildvolk handelt es sich wohl um eine dunkles Volk.Ich wollte heute das Wildvolk in eine Magazinbeute umsetzen. Aber mit umsetzen war nix. Die Kuntzsch Rähmchen waren im Warmbau angeordnet. Der Schwarm hat die Waben im Kaltbau angeordnet.
    Die Königin ist im oberen Teil eingezogen (sowohl oberes als auch unteres Flugloch waren geöffnet). Weil die beiden Beutenteile durch Gitter von einander gesperrt sind, ist oben Brut und unten Honigraum zu finden. Ich habe jetzt unten 10 Zanderrähmchen in Kaltbau "reinstellen" können, nachdem ich den Wildbau entfernt hatte. Hoffe, dass das Brutnest nach unten wandert. Dann möchte im oberen Teil ähnlich verfahren bzw. event. gleich in Magazin umsetzen.


    Am Boden eine 5 cm starke Staubschicht zu finden, die wohl die Überreste von Wachsdeckeln etc. darstellte. Darin lebt eine bestimmte Insektenart in Larvenform. Finde noch raus, was es ist.

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  • Hallo, maxwell,
    keine Chance auf Ausschneiden und mit Einmachgummis in Rähmchen setzen?
    Auseinanderklappbare Schwarmfangrähmchen gibt es hierzulande ja nicht...*Marktlücke*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sei so gut und mess doch mal bitte den Abstand von Waben mitte zur Waaben mitte des Wildbaues. Könnten das in der Staubschicht vielleicht Wachsmotten sein?
     
    Gruß Thorsten, der am liebsten die blauen Gummibärchen mag.

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  • Sabine : So etwas hatte ich mir auch vorgestellt! Leider sind es hinterbehandlungsbeuten, so dass ich keinen Überblick habe, was in den Tiefen (ca. 25-35cm) auf mich für Wildbau wartet. Leider ist das Volk im Bienenwagen in der unteren Beutenreihe eingezogen, so dass ich auf Wadenhöhe rumhantieren muss. Dazu liegt überall Müll (wenn ich mal rausfinde, wie man Fotos hochladen kann, kann ich euch das Elend mal zeigen). Meinst Du, dass dieses Volk sein Brutnest nicht in kürze (2-3 Wochen) nach unten verlagern wird?


    Toddybaer : Ich war nach der OP so fertig und klebrig vom Rapshonig, dass ich nicht mehr messen konnte. Hol es morgen nach. Allerdings waren es nach meiner Auffassung normale Speicherwaben, die nach meine (wenigen) Beobachtungen meist größer als Drohnenwaben ausfallen.


    Wachsmotten sicherlich, allerdings war dort noch eine andere Insektenart zu finden. Werd da nochmal einen Biologen befragen (hab die Bienen in der Nähe von diesem Verein gefunden: https://ssl.kundenserver.de/altungna.de/blog/ , dort ist ein richtiger Biologen, Landschaftsökologen Cluster). Für mich war interessant zu sehen, dass bei allem Ekel, den diese Wachsmotten Ansammlung bei mir ausgelöst hat, es eher einen sympotischen Eindruck auf mich gemacht hat. Im unteren Bereich war eine dunkele Staubschicht zu finden, in der die Larven rumgekrochen sind. Hatte was von einem Aschebett, wie man ihn bei Holzöfen findet.


    Mal eine These: vielleicht benötigen Bienenvölker andere Insekten/Lebewesen als Mitbewohner, um vom Menschen unabhängig überleben zu können.

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  • Zitat

    Mal eine These: vielleicht benötigen Bienenvölker andere Insekten/Lebewesen als Mitbewohner, um vom Menschen unabhängig überleben zu können.


    Es sind bislang mindestens 24 verschiedene Arten von Mitbewohnern in Bienenvölkern nachgewiesen worden, nur sterben ALLE bei den diversen Varroabehandlungen...
    Ich habe letztes Jahr meinen ersten Bienenskorpion gesehen, bei den VT-Völkern, und da krabbelte noch einiges, was ich nicht identifizieren kann und von den Bienen ignoriert wurde.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich muss ehrlich sagen, dass ich auf Pseudoscorpione mental nicht vorbereitet gewesen bin. Werd mich zunächst mit dem gedanken anfreunden müssen die mitbewohner willkommen zu heißen.


    Das Wildvolk wirkte heute etwas beleidigt (Verteidigungsverhalten). Was ich auf die Störung von gestern zurückführe (Event. auch der Raps, aber der war gestern auch da?!). Die Honigraumreste habe ich vor das Flugloch gestellt und der Vorrat wird wieder fleißig reingetragen. Ich hatte leider nur Rähmchen mit Anfangsstreifen (4,8-5,4mm).


    Was schätzt Ihr in welchem Zeitraum das relativ starke Volk bei 24°C Tagestemperatur und Volltracht benötigen wird um 10 Zanderflächen auszubauen?


    Event. eine Idee, wie man den Umzug des Brutnests in den unteren "renovierten" Teil der Beute beschleunigen kann?

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