Neugierig! Wie oft reinschauen?

  • Hallo,
    ich habe bei meiner Beute den zweiten Brutraum am Freitag draufgesetzt (8 Mittelwände, zwei Baurahmen auf 2 und 9), es herrscht täglich sehr reger Flugbetrieb und zu gern würde ich mal nachschauen, was sich dort tut!
    Frage: Wie oft darf/soll/muss ich reinschauen? Bin mir da noch nicht im Klaren, was da angemessen ist!

  • Also ich meine bemerkt zu haben,
    je weniger man reinschaut, umso ausgeglichener sind die Bienen.
     
    Wenn du lieber öfters auch in das Volk schaun willst sind vielleich Hinterbehandler das richtige. Vielleicht auch nur eine.
    Bei den Hinterbehandlern kann man reinsehen, ohne Bienenkontakt
    aber ansonsten nicht so schönes imkern mit den Dingern.
     
    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Imker-Michl
     
    Ich habe meine vier starken Ableger 2005 im zeitigen Frühjahr gekauft. Auf Anraten meines Imkerpaten habe ich drei der Völker "normal" behandelt und mit dem vierten Spekulation betrieben. Das heißt, probiert, hineingeschaut so viel und oft ich wollte. Inzwischen habe ich 15 Völker (Carnica) und habe immer noch zwei "Probiervölker" laufen. Bei denen lerne ich am meisten. Die anderen Völker öffne ich nur nach gründlicher Überlegung und führe dabei möglichst mehrere Operationen durch.
     
    Gruß aus Südtirol


  • Frage: Wie oft darf/soll/muss ich reinschauen? Bin mir da noch nicht im Klaren, was da angemessen ist!


    Hi Imker-Michel,


    es ist doch auch eine Frage wie man reinschaut. Durch die Folie, Folie weg, zwischen den Zargen oder alles auseinandergerupft.


    Es gibt von Maurice Maeterlinck ein wunderbares Buch über das Leben der Bienen. Der Bienestock ist dort aus der Sicht der Bienen beschrieben als eine Art perfektioniertes Hochregallager mit ganz schummriger Ausstrahlung und der Höhe des Eifelturms. Einfach gewaltig, respekteinflösend und von phantastischer Architektur. Denk doch einfach, Du wärest eine Biene und dann beantworte Deine Frage selber.

  • Hallo !
     
    Einmal die Woche reinschauen - reicht eigentlich (vergl. "Der Wochenendimker"). So bedauerlich es ist aber einige Anfänger brauchen wirklich ein Volk zum kaputtschauen ....
     
    Warum gibst Du Deinen Bienen gleichzeitig zwei Baurahmen ? Wieviel Baurahmen verwendest Du insgesamt ?
    Zwei Baurahmen und dann immer im Wechsel ... klappt und reicht voll und ganz aus .... sonst mußt Du ja immer beide tauschen da diese ja auch gleichmäßig ausgebaut werden !
    Die genaue Funktion eines Baurahmens mit den Tauschzeiten ist Dir nicht klar ... oder ?
     
    Gruß
    Bienen.Knecht
    A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • :lol: So wenig wie nur möglich.
    Ich hab Völker hier, die ich letztes Jahr nur 3x überhaupt aufgemacht habe (HR auf- oder absetzen zählt nicht mit *g*).
    Die Bienis sind umso entspannter, je weniger du ihnen das Stockklima ruinierst.
    Lerne, am Flugloch oder durch die Folie zu sehen, was los ist; leg dich auf die Wiese und schau ihnen zu. :wink:
    (wenn Blick auf Folie sagt, wird Zeit zum Aufsetzen, dann tu ich genau das und nix anderes. Jedes Wabenziehen gefährdet theoretisch deine Königin, du weißt nie, ob du sie nicht grad mit einer unteren Ecke an die Wand gequetscht hast....)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine, hallo Freibad!
    Danke für euren Typ zwecks Folie, ich arbeite bis auf weiteres allerdings ohne Folie (Siehe Thread Folie)!


    Hallo Bienenknecht
    Warum zwei Baurahmen gleichzeitig:


    Bayerisches Bienen-Blatt April:
    "Manchen Imkern ist es zu mühsam jede Woche den Honigraum abzunehmen, ggf auch noch eine Brutraumzarge wegzustellen, um an die Drohnenwaben zu kommen." (So schätze ich mich ein)"Deshalb arbeite ich mit zwei Drohnenrahmen in der zweiten Zarge, jeweils eine am Rande des Brutnestes... Dann werden beide Drohnenrahmen...gezogen. Bei guter Tracht kann ich jede Woche bei einem Rähmchen die verdeckelte Drohnenbrut ausschneiden."


    Gruß Michael

  • Moin Sabine,



    Lerne, am Flugloch oder durch die Folie zu sehen, was los ist; leg dich auf die Wiese und schau ihnen zu.


    so schreibts der alte Storch 1 zu 1, ich hab inzwischen ein Exemplar und denke das vieles auch heute noch Gültigkeit besitzt. Wäre da nicht die Sache mit dem Geld verdienen (Beruf) würde ich mich gerne jeden Tag ein paar Stunden vor das Flugloch legen , notfalls mit dem schönen Buch und was flüssigem in Reichweite...... aber leider habe ich nicht wie Du das Glück mit den Bienen meinen Lebensunterhalt zu bestreiten


    Ahoi
    Norbert

  • ....ich halte meine Neugier sehr im Zaum auch wenn´s in den Fingern juckt, mein Imkervater meinte:
     
    jede Störung kostet ein Glas Honig :Biene:
     
    Viele Grüße
    Andrea

    nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

  • Hallo liebe Leuts....


    ich hätte genau in diesem Zusammenhang eine Frage (manchmal passt sowas ja toll in ein Thema rein) :-)


    Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema: Störung der "Volkswirtschaft" durch den Imker ? Mich würde insbesondere interessieren:


    - Wie lange läuft eine Biene mit dem Honig durch die Gegend und ist in dieser Zeit nicht in der Lage ihrer Arbeit nachzugehen, wenn man den Smoker nutzt. Ich denke darüber nach, gerade bei kleinen Eingriffen nur mit etwas Wasser zu sprühen.


    - Ist es wirklich das "Glas" Honig bei einer kompletten Volksdurchschau, oder doch mehr (meine Pate meint: min. 1 kg Honig (bitte nicht falsch verstehen, das ist für mich rein interessehalber, da ich nun der klassische Hobbyimker bin, dem es wirklich nicht auf ein paar Kilo mehr oder weniger ankommt)


    - Thema Schwänzeltanz: Laut Tautz präperieren sich Bienen ihre Tänzelwaben, indem sie die Ecken nach einem bestimmten System freihalten, um so die Schwingungen zu optimieren. Was passiert nun, wenn ich z.b. genau diese Waben tausche (aus welchem Grund auch immer). Soweit ich das in Erinnerung habe, gibt es nur 1 oder 2 Waben, die zum Tanzen genutzt werden. Ist ein Tausch dieser Waben nicht besonders störend? Kann hierbei nicht für mehrere Tage die Kommunikation stark gestört sein?


    vielleicht weiss hierzu jemand mehr und ich sage schonmal danke !

  • Hallo,
    ich habe bei meiner Beute den zweiten Brutraum am Freitag draufgesetzt (8 Mittelwände, zwei Baurahmen auf 2 und 9), es herrscht täglich sehr reger Flugbetrieb und zu gern würde ich mal nachschauen, was sich dort tut!
    Frage: Wie oft darf/soll/muss ich reinschauen? Bin mir da noch nicht im Klaren, was da angemessen ist!


    Als ein Praktiker der Bienen in der Beute und nicht auf dem Baum benötigt, in der Schwarmzeit grundsätzlich einmal pro Woche.


    Noch etwas zur MW Gabe: besser wäre gewesen 2 x Randwaben links und rechts außen, eh klar, dann von links beginnend 3 x MW, dann 1 x verdeckelte BW und dann 4 x MW. Mit diese BW lockt man bedeutend mehr Bienen nach oben und es wird deshalb wesentlich zügiger gebaut. Baurahmen verwende ich übrigens keine.


    Josef

  • Hai, Thomas,


    1. etwa 3 Std, bis alles wieder "normal" läuft, hab ich irgendwo in der beesource gelesen.
    2. komplette Durchsicht: mit oder ohne Rauch? Welches Delta-T von 35°C zur Außentemperatur welcher Gesamtmasse = Kalorienverbrauch bis zur Stabilisierung der Innentemperatur, kannst du selber nachrechnen...:lol:
    3. ich hab nie mehr als 3 Waben, die unten und am Rand nicht angebaut sind, und ich werd den Teufel tun, überhaupt irgendwelche Naturbauwaben zu tauschen oder zu ändern.
    Ein Brutnest ist eine sehr durchgestylte, sehr nutzungsorientierte Einheit, bei der jede Änderung fatale Konsequenzen haben kann, weil WIR einfach keine Ahnung haben - wir sind nun mal keine Bienen.
    Allein aus Versehen eine Brutwabe verdreht zurückzuhängen, stellt eine gewaltige interne Störung dar, auch in MW-basierten Brutnestern.
    Es ist schwer zu akzeptieren, daß die Bienen einen Gesamtplan ihres Brutnest in Bezug auf den verfügbaren Raum haben, der nicht unbedingt mit den Absichten des Imkers paßt, aber es ist so.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Naja, wenn ich so les, quer durchs Forum, wissen grad die alten Hasen hier auch immer, wieviel Brutzellen und ob "Schwarmgefahr" herrscht aufgrund der Zellenansicht... wer keine Röntgenaugen hat, guckt offenbar direkt... und zwar net wenig :wink: also, ich schreib das nur aufgrund dessen, was ich hier so les...


    Ich finds eher schlecht, dass ich guggen MUSS, um als Anfänger überhaupt mitzukriegen, wie Brutzellen ausschaun oder Drohenzellen oder oder... Bücher sind gut und schön, aber ich bin nun mal eine, die nur 1:1 versteht. Und ich glaub, ich bin kein Einzelfall


    Chirurgen üben auch, doch dafür gibts glücklicherweise die Pathologie fürs Erste.


    Um "Totgucken" durch Anfänger zu vermeiden, sollten sich Imker bereit finden, sie zugucken zu lassen. Denn ohne Gucken gehts vermutlich nicht ganz.


    Wobei ich mir da nicht sicher bin, und lieber weniger gucken werde
    Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere