Transport eines Ablegers

  • Hallo,


    ich bekomme dieses Jahr meine ersten Bienen. Zwei Ableger habe ich "vorbestellt". Nun stellt sich die Frage:
    - Wie transportiere ich diese? Einfach meine Beute (Zander von Wagner) mit nur einer Zarge mitnehmen und vor Ort beim Züchter den Ableger einhängen?
    - Womit verschließe ich das Flugloch und fixiere die Beute damit ich sie sicher im Auto transportieren kann?
    - Und - letzte Frage: Macht es einen Unterschied ob ich den Ableger dann flüssig oder mit Futterteig füttere?


    Danke schonmal für Eure Tipps,
    Roman

  • Moin Roman,
    Waben umhängen in die neue Beute, das Fluglochöffnung mit einem Holz schließen. Für letzteres habe ich einfach ein neues 4-kant Holz ohne Öffnung eingesetzt. Deckel drauf und mit Spanngurt (wie beim Wandern) gesichert. Beim Kaltbau den Spanngurt in Längsrichtung, dann rutscht auch das Holz vom Flugloch nicht raus.
    Das ganze am besten in den späten Abendstunden.
    Das geht am schnellsten.


    Ich habe es jedoch wie folgt gemacht: Am alten Standort zwei neue Zargen mit Boden aufgestellt, das umzusetzende Volk mit den Waben in die untere Zarge gehängt, eine neue Zarge mit Mittelwänden drauf und die oberste Zarge des umzusetzenden Volkes oben drauf. ca. 8 Tage warten (bis die Bienen die Mittelwände ausgebaut haben), dann die (alte) obere Zarge wegnehmen und das Volk an einem Abend umsetzen.


    Ahoi
    Norbert

  • Hallo Norbert,
    super, das ist doch schonmal eine Aussage. Wie hast Du den Ableger transportiert? Ich hatte es eigentlich vor ihn in den Kofferraum meines Kombis zu stellen - empfehlenswert oder doch zu gefährlich?
    Die Züchterin von der ich die Ableger bekomme sagte, ich sollte sie zu beginn alle zwei Tage füttern mit Futtersirup, damit ein ständiger Futterstrom zum Aufbau des VOlkes zur Verfügung steht. Würdet ihr das auch so empfehlen, denn immerhin stört man dann ja alle zwei Tage das Volk.
    Gruß
    Roman

  • Hallo und guten Morgen,
     
    zuerst mal Herzlich Willkommen unter den Bienenfreunden :p_flower01:
     
    Ich würde Dir folgende Vorgehensweise empfehlen, hab ich im letzten Jahr genauso gemacht.
     
    Geh abends, wenn der Flugbetrieb weitgehend eingestellt ist, aber noch gute Sicht herrscht.
     
    Stell' den Ablegerkasten zur Seite und packe die neue Beute an dessen Platz.
     
    Zügig aber nicht hektisch werden jetzt alle Rähmchen in der bisherigen Aufreihung, damit das Brutnest seine natürliche Ordnung behält, in die leere Beute gesetzt. (zuvor natürlich etwas Rauch geben) Zum Schluss noch die restlichen Bienen in die neue Beute kehren, mit Mittelwänden auffüllen und Deckel drauf.


    Jetzt solltest Du den Bienen ein Stündchen Ruhe gönnen, damit sie alle ins neue Heim finden und sich wieder etwas beruhigen können. Dann Flugloch zu, Gurt rum und in den Kombi stellen. Dort natürlich gegen Verrutschen oder umkippen sichern, sonst geht's Dir wie einem Imkerkollegen hier, der nach einer Bodenwelle eine große Bienentraube an der Heckscheibe seines Kombis sitzen hatte (trotzdem ging alles ohne Stiche oder Bienenverluste ab).


    Jetzt kannst Du in aller Ruhe an den neuen Standort fahren und den Kasten dort aufstellen. Ganz zum Schluss gibst Du das Flugloch wieder frei.
     
    Am nächsten Morgen kannst du dann den Anblick von hunderten sich neu einfliegenden Bienen genießen.

  • Moin,
    für den Transport nehme ich mein LKW (3,5to Pritsche) , weil ich als PKW nur einen kleines Cabrio habe, da passt keine Beute rein. In jedem Fall würde ich die Beute gut verzurren, wie Wulle schon schrieb ist es nämlich nicht so lustig wenn man auf einmal ein paar tausend Beifahrer hat :-)


    Dann spielt es natürlich auch eine Rolle ob man ein Volk oder Ableger bekommt und wieviel Zeit man mit dem Umzug hat.


    Ich hatte das Glück das ich komplette und starke Völker bekommen habe bzw. noch eines bekomme. Da werden dann einfach die Rähmchen umgehängt (ggf. Adapter basteln DNM -> Zander) und am nächsten Tag kann die Reise losgehen.
    Das hat den Vorteil das die Bienen auch Ihre Vorräte mitnehmen und das Füttern nicht erforderlich ist.
    Bei einem Ableger weiß ich nicht genau wie man da vorgehen sollte, würde mich auch interessieren wie die Profis das anstellen....



    Ahoi
    Norbert

  • Hallo Roman,


    zu dem gesagten meiner Vorredner, vielleicht noch ein Tipp. Günstig ist, wenn die Bienen die Möglichkeit haben, die Waben noch einen Tag verkitten können, damit sie bei Transport nicht so hin und her Wackeln können. Ich hol mir meine Ableger in einem vom Imker zur Verfügung gestellten Ablegerkasten und schaffe ihn dann zurück, wenn ich in aller ruhe die Bienen in ihre Beute gesetzt habe.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Zusammen,
    Ableger in Ablegerkästen?
    Dann natürlich mind. ein 28 -Tonner!
    HALLO!
    Zwei Stück,
    die bindet man sich notfalls auf Fahrrad.
    Die passen auch locker aufn Beifahrersitz.
    Mit den Händler vereinbart man einen Rückgabetermin und setzt zuhause die Bienen in aller Ruhe um.
    Bestenfalls schickt man die Kästen mit der Post zurück, sicher und schnell:wink:.
    Manchmal macht Ihr einfache Sachen so kompliziert...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,
     
    danke für Eure Antworten. Ich habe zwar jede Menge Literatur bisher gewälzt und auch einen Imkerpaten (der nur leider etwas zu weit weg wohnt) aber gerade so "nebensächliche" Fragen bleiben in den Büchern oft mals unbeantwortet.
     
    Bliebe noch meine Frage zur Fütterung: Wie oft beim Ableger (alle zwei Tage?), welche Menge (1l?) und vor allen Dingen was (Futterteig in einer Futtertasche?)?
    Viele Grüße aus Gießen
    Roman


  • Bliebe noch meine Frage zur Fütterung: Wie oft beim Ableger (alle zwei Tage?), welche Menge (1l?) und vor allen Dingen was (Futterteig in einer Futtertasche?)?


     
    Bei der Tracht, wie sie z.Z. herrscht: Gar nicht!
     
    Gerold

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • z.Z iss wohl keine fütterung notwendig.
    Falls aber doch (z.B.wegen dauerregen)dann bitte flüssig.
    Ich nehme mal an das Volk soll noch ein paar Mittelwände ausbauen,da iss 1:1 richtig.
    Futterteig iss aber auch okay.

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Liebe Imker Kollegen!



    Ich brauche eueren Rat.


    Wenn ich Ableger transportiere, mach ich ja Flugloch zu, und in den Boden habe ich ja Gitter zum lüften.



    - Geht das auch mit altem Wanderboden ohne Bodengitter?



    -Wie lange können Bienen ohne frische Luft aushalten?:confused:

  • Mach doch einfach den Deckel auf und leg einen Gitterzwischenboden auf. Vielleicht kannst dir auch zusätzliche einen Gitter"Balkon" für das Flugloch bauen, wüsste nicht das das zu kaufen gibt.
     
    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....