• Morgen allerseits,
     
    in der bienenaktuell vom vorigen Jahr ist über einen Imker Rogan Franz zu lesen, der in Chile 500 - 750 Völker nur an einem Standort hält und trotzdem im Schnitt 50-60 kg Honig pro Volk erntet. Er wandert nicht und vermarktet regional.
     
    Beneidenswert!
     
    Er arbeitet mit der Carnica, die sein Vater von Lunz mitbrachte und weiterselektierte. Bei der Durchsicht seiner Zuchtvölker ohne Rauch, fiel kein Stich, so der Berichterstatter.
     
    H. Rogan hat eine Schutzzone um seinen Stand bekommen, so daß kein Imker sich seinen Bienen auf 5 km nähern darf.
     
     
    Nun die Frage an unsere Genetiker und Züchter:
     
    Wie lange glaubt Ihr, daß sich so eine Population halten kann, ohne daß Inzuchtschäden und div. Krankheiten auftreten werden.
    Oder sind die Genkombinationen so mannigfaltig, daß hier Jahrzehnte so geimkert werden kann?
    Die 5 km Schutzzone werden ja wohl zu gering bemessen sein, so daß auch von außerhalb was reinkommen dürfte, abgesehen davon.
    Aber was haltet Ihr davon?
     
    Gruß Simmerl


  • Wie lange glaubt Ihr, daß sich so eine Population halten kann, ohne daß Inzuchtschäden und div. Krankheiten auftreten werden.


     
    Das kommt drauf an ,wie groß die Ausgangspopulation war, also mit wievielen Königinnen er dort begonnen hat und wie stark diese Königinnen verwandt waren.
    Theoretisch kann so eine Population "ewig" existieren ohne irgendwelche Inzuchtschäden und -krankheiten.
     
    Wenn die Ausgangspopulationen allerdings massiv ingezüchtet war oder aber sehr klein (ein oder zwei Königinnen), so müßten Inzuchtdepressionen nach spätestens 8-12 Generationen massiv auftreten, wenn sie nicht auftreten, sollte sich eine balancierte Population aufgebaut haben und wie gesagt: "Ewig" leben ohne größere Probleme.......
     
    Eine Populationsgröße von 500 Völkern ist natürlich als Selektionsbasis sehr gut ....
     
    Gerold

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Allerseits,
    Ich war 7 Monate in Chile arbeiten und kann nicht ganz glauben dass sich ein Chilene an irgendwelche Bestimmungen <5km> hällt! Chile ist zwar stückenweise sehr Dünn besiedelt, Jedoch reihen sind die Imker garade in den "Grünen-Gegenden" (V. bis X.-Region) sehr aneinander, mit einer Intakten Natur ist aber selbst in Chile nicht mit einer Tracht von 50 -60 kg zu rechnen bei der Bienendichte, bei 500 Völkern auf einem Fleck.
    Selbst mit Palta-Blüte (avocado) ist das nicht Realistisch!
    Bitte etwas Kritischer LESEN das Nächste mal!
    (in Chile wird auch nur mit Wasser gekocht!)
    Und zwecks der Völker: es gibt von Super Sanft bis Killerbienen alles auf einem Stand neben einander!
    Stände von über 1000 Völkern sind normal, doch die haben sich dann meist auf Königzucht und Ablegerbildung Spezialisiert und werfen kaum Honig ab!


    http://galerie.immenwiese.de/v/thomym33/Chile/


    5km Schutzzone? der Drohnenflug kann bis zu 15km betragen!
    Bitte nicht alles Glauben was gedrückt und erzählt wird!!
    Cheers
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.

  • Hi Thomas,
     
    kritisch lesen soll man auch, da hast Du schon recht.
    Deshalb hinterfrag ich das ja auch und bezweifle, daß die 5 km was bringen.
    Und die 50-60 kg Durchschnitt, sind schon schwer zu glauben.
    Der Bericht stand in der bienenaktuell vom Nov. 07.
    Ich schau mal zu Hause, wer den Bericht verfasst hat und wo Herr Rogan wohnt und welche Tracht er hat, vielleicht kannst Du uns dann nochwas
    dazu berichten.
     
    Gruß Simmerl

  • Morgen allerseits, morgen thomas ,
     
    den Chilereisebericht hat kein geringerer als Hermann Pechhacker und St. Mandl, Arge Bienenforschung verfaßt.
     
    Als Trachtquelle wird vor allem der Baum Ulmo genannt.
     
    Herr Rogan wohnt nahe des Vulkans Osorno.
     
    Sieht man die Fotos mit den bunten Zargentürmchen, will man spontan dort hin.
     
    Gruß Simmerl

  • Hi,
    hab da gerade noch mal im WWW gestöbert und das gefunden:
    http://www.aca.at/index.php?seitenId=12
    (am Osorno bin ich vorbeigeradelt (30.12. HOCHSOMMER!) und wir hatten 20°C ... also Vergleichbar mit KIEL (D)
    Vegetation war ähnlich der in Deutschland (Stückenweise Landstriche wie Bayrisches Voralpenland) (Ich werde noch ein paar Bilder hochladen.
    Also der Honigertrag ist Realistisch bei 50 Völkern aber nicht bei 700 auf einem Fleck! (es sei denn 650 davon sind EWK´s)


    in dem Beitrag steht auch was von Nichtzugelassenen Varroa mitteln.... : hier wird in Chile meist Pferde Floh/Läuse Pulver eingesätzt (nicht zugelassen aber einfach in der Anwendung (einfach auf die Rähmchen oberseiten Streuen und dort belassen!
    Die Völker die Ich mit betreute waren 135 und standen in der V.-Region
    Ertrag war bei den Wirtschaftsvölkern (ca 70 Völker) zwischen 5-15kg pro Volk
    Ich denke da ist irgend ein Übersetzungsfehler und die Völker wurden aufgeteilt auf ein 5km² großes Gebiet.


    Cu schönen 1.5. noch
    Cheers
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.

  • Hallo Imkerfreunde,
    die Koeniginnenzuchter in Chile un Argentina exportieren die Koeniginnen nach USA und Kanada. Auch Aussis machen das. Wenn die das Ende des Saisons haben, wir und Nordamerikaner haben der Start. Auch die Pakettenbienen werden verschickt


    Ist es bekannt ueber Import von Suedamerikanischer oder Australischen Koeniginnen in Europa oder Deutschland?


    mfg
    Ainars