Bitte um Rat: Bienenflug bei Regenwetter!?

  • Hallo an Alle,
     
    bräuchte Euren Rat, mein Imkerpate ist grad nicht zu erreichen!
     
    Folgendes: Bei uns ist trübes Wetter, es regnet kontinuierlich, nicht heftig, aber deutlich, schon den ganzen Tag über, momentane Temperatur: +9°C. Und jetzt seh ich: Bienen fliegen ein uns aus. Immer so ca. 5-7 am Flugloch, die einen startend, die andern landend. Sollte mich das beunruhigen? Muss ich was unternehmen, falls ja: was?
    Die Mädels konnten die letzten Tage gut Nektar und Pollen eintragen (Kirsche, Mirabelle, Pflaumen, nicht zu vergessen der erste Löwenzahn). Die können doch unmöglich Futternot haben, oder? Oder gibts einen anderen Grund, bei diesem ***wetter auszufliegen?
     
    Ich hoffe auf beruhigende Worte von Euch bzw. auf Rat,
     
    viele Grüße,
     
    Andrea

    Lernen als Lebensziel... Du lernst jedoch mehr, wenn Du Umwege zulässt!

  • Hallo Sabi(e)ne!


    Uff, danke! Erstens für die schnelle Antwort, zweitens für die Aussage an sich! Hatte auf so ne einfache Erklärung gehofft.
    Trotzdem erstaunlich: Wasser zu holen bei ständigen Regetropfenbeschuss von oben! Enormes Risiko? Weil, eigentlich sollte doch vom eingetragenen Nektar einiges an Kondenswasser oben unter der Folie zu holen sein, so dass die Mädels nicht raus müssten? Oder wird Kondenswasser nur bei ABSOLUT flugfeindlichem Wetter (Kälte) abgenommen?


    Viele erleichterte Grüße,


    Andrea

    Lernen als Lebensziel... Du lernst jedoch mehr, wenn Du Umwege zulässt!

  • :-D Regenwasser ist völlig mineralienlos, die Damen möchten schon "Wasser mit Geschmack".
    Und das bißchen Kondenswasser (auch geschmacklos) ist arg wenig, der aktuelle Verbrauch müßte so bei 250ml liegen, im Sommer bei Tropentemperaturen bis zu 2 Liter am Tag.
    Deswegen ist es ja so empfehlenswert, eine Tränke mit Geschmack in der Nähe zu haben.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ... na dann brauch ich mich ja nicht zu wundern, warum die Mädels meine extra aufgestellte Regenwassertränke verschmähen und lieber die "ich spüle mir den Schnabel sauber"-Ententränken bzw. deren Teich (Wasserfarbe grün-braun! Mein kostenloser Flüssigdünger für den Garten...) aufsuchen.:-D Bestimmt jeweils genügend "Geschmack" enthalten!:-D:-D


    Viele Grüße,
    Andrea

    Lernen als Lebensziel... Du lernst jedoch mehr, wenn Du Umwege zulässt!

  • Zitat

    der aktuelle Verbrauch müßte so bei 250ml liegen, im Sommer bei Tropentemperaturen bis zu 2 Liter am Tag.


    Was mich schon lange wundert: müßten die Bienen nicht auch Wasser in Zellen speichern? Wenn nicht, schränkt das den Lebensraum für Bienen mächtig ein, nämlich auf das Einzugsgebiet von Bächen und Flüssen. Also tief im Wald wär das nur was bei Vorratshaltung für die Bienen. Wasser gibts da nur am frühen Morgen.

  • Was mich schon lange wundert: müßten die Bienen nicht auch Wasser in Zellen speichern? Wenn nicht, schränkt das den Lebensraum für Bienen mächtig ein, nämlich auf das Einzugsgebiet von Bächen und Flüssen. Also tief im Wald wär das nur was bei Vorratshaltung für die Bienen. Wasser gibts da nur am frühen Morgen.


    und Wasserholerinnen auch nur am frühen Morgen.
    Oder aus dem Nektar,
    weshalb Lothar während der Tracht sich freut, wenn seine ihm bekannten Wasserstellen bei Tracht ohne Bienen sind.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Ihr Alle,
     
    wie weit sind denn bei Euch die Wasserstellen (egal ob aufgestellte oder natürliche) von den jeweiligen Bienenbeuten entfernt? Besonders im Hinblick auf Wasserholen bei widrigen Bedingungen (Kälte, Nässe von oben etc.). Die Mädels werden doch dann bestimmt nicht freiwillig weitere Strecken fliegen, als es unbedingt sein muss, oder?
    Bei mir sind die oben erwähnten Entenschnabel-Waschanlagen bzw. der Ententeich nur wenige Meter weg, mein Nachbar erzählt aber auch von vermehrten Bienenbesuchen an seinem Teich, seit ich die Bienen bei mir im Garten stehen habe (sein Teich ist so ca. 50 m entfernt).
     
    Würd mich einfach nur interessieren, evtl. auch im Hinblick auf spätere Standorte (träumen kann ich ja schon mal...).
     
    Viele Grüße,
    Andrea

    Lernen als Lebensziel... Du lernst jedoch mehr, wenn Du Umwege zulässt!

  • Hallo wabenhansel,
     

    Zitat

    Was mich schon lange wundert: müßten die Bienen nicht auch Wasser in Zellen speichern?


     
    Nimm doch eine bebrütete Wabe und füll sie mit Wasser! Wie sieht die nach kurzer Zeit aus? Und wie schmutzig ist erst das Wasser wenn man es herausschüttelt! Weil es sich nicht noch weiter "verdünnen" kann, nimmt es die Schmutzstoffe aus den Puppenhüllen auf. Fermentierter Nektar hingegen ist ab einer gewissen Eindickung durch die Bienen hygroskopisch und kann nur gelösten Scmutz aufnehmen. Kannst Du auch leicht nachprüfen! Eine noch spritzende Honigwabe gibt sauberen, klaren (Blüten-)Nektar ab.
    Ab diesen Moment, da hat Lothar völlig recht, geht der Wasserbedarf von außen drastisch zurück.
     
    Herzliche Grüße, Torsten

  • Meine süffeln aktuell an der "Tränke mit Geschmack" (ca.20-50m), am Abzugsgraben (100m) und am Teich des Nachbarn mit ner Menge Algen (250m).
    Wo sonst noch kann ich nicht feststellen ohne Hausfriedensbruch zu begehen...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Ihr Alle,


    danke für die "Tränken-Übersicht"!:wink:
    Die Mädels scheinen da ja die aromatisierten Wässerchen teilweise gar nicht sooo nah zu benötigen....*speicher im Hinterkopf für später*.


    Heute scheint es ja wieder Jobs für die Pollen- und Nektarsammlerinnen zu geben, das Nasse von oben hat Pause, stattdessen bis zu 15 Grad und Sonne-Wolken-Mix! Schöööön! Wünsch ich Euch auch!


    Viele liebe Grüße von einer, dies grad wieder im Gärtnerdaumen juckt!:wink:


    Andrea

    Lernen als Lebensziel... Du lernst jedoch mehr, wenn Du Umwege zulässt!