bienenbesuch - wie werden wir sie los

  • hallo liebes imkerforum.
    ich wende mich aufgrund einer "bienenplage" an dieses forum, da ich hoffe dass mir vielleicht jemand helfen kann.


    und zwar:
    vor genau einem jahr haben sich ein paar bienen bei uns in der außenmauer des hauses (bruchstein-mauer) versammelt. das haben wir erst eine weile unbesorgt beobachtet - weil es ja bienen waren. das problem war allerdings, dass das nur die vorhut war. denn kurze zeit später kam die ganze familie. und spätestens da wurde uns mulmig. passanten die im vorbeilaufen schnell die straßenseite wechselten duckten sich, liefen ein "klein wenig" schneller und gaben beruhigendes wie "ohh mein gott!!!" von sich.
    das würde mich jetzt gar nicht so stören, aber einer unserer nachbarbarn ist allergisch auf bienenstiche, der hof war nicht mehr nutzbar, und unsere hunde konnten wir auch nicht mehr alleine rauslassen.
    wir, also eigentlich meine eltern die selber mal bienen hielten, meinten sie würden weiterziehen und in ein paar tagen wäre alles rum. aber fehlanzeige. die bienen teilten sich scheinbar ein oder zwei mal und blieben. einen schwarm hatte ein nachbar von einem baum einsammeln können. der arbeitet nun angeblich sehr friedlich und fleißig.
    ein imker aus der gegend, auf den ich viel gesetzt habe, meinte nur dass man die nicht aus der wand holen könnte, und so auch die feuerwehr machtlos wäre.
    einfach die löcher in der mauer zuzustopfen wollte ich nicht - würden ja alle innendrin sterben und das waren durchaus friedliche bienen. uns ist kein einziger stich bekannt. später im sommer ist die aktivität dann weniger geworden und über den winter sind die kleinen ganz in vergessenheit geraten. da aber gestern das wetter wieder schön wurde, habe ich ein paar von ihnen wieder vor meinem fenster fliegen sehen und es war klar: sie sind noch da...:Biene:


    nun meine fragen:
    -werden die bienen weiterziehen oder bleiben? (falls man das überhapt sagen kann)
    -sollten sie bleiben, wie bekomme ich die bienen aus der außenmauer unseres hauses? kann ich ihnen nicht eine geeignete kiste hinstellen die sie der mauer vorziehen würden?
    oder was für möglichkeiten könnte es noch geben?


    vielen dank schon mal für kommende antworten


    mfg, imb

  • Hi,


    da scheint im letzten Jahr ein kleiner Schwarm in Deiner Mauerhöhle ein zu Hause gefunden zu haben. Ob er sich dort wohl fühlt, ob er auszieht oder überhaupt auf Dauer überlebt, kann ich nicht vorhersagen. Hängt auch von der Größe der Höhle ab. Das Volk wir bestrebt sein, bei der Königin zu bleiben. Und solange Schwärmen nicht angesagt ist, kann die nicht fliegen und wegkrabbeln wird sie nicht. Generell besteht aber gar kein Grund zur Unruhe, denn solange das Heim des Schwarms nicht bedroht wird, sind Stiche durch herumfliegende Bienen eher unwahrscheinlich. Die Allergie des Nachbarn würde ich generell mal anzweifeln. Die meisten, die von einer Allergie reden, können einen Wespenstich nicht von einem Bienenstich unterscheiden und schreien auf, sobald der Arm dick wird. Eine wirkliche Allergie muß eigentlich behandelt werden. Warum hat er es noch nicht machen lassen? Auf keinen Fall würde ich versuchen, die Bienen auszuräuchern, einzubetonieren o.ä.. Wäre nur verständlich, wenn die dann unfreundlich werden.Und sie brummen doch nur durch die Luft und da wird sich wohl auch nicht allzuviel ändern.

  • danke für die antwort freibad.
    was versteht man unter einem kleinen schwarm?
    uns erschien er allen sehr groß, da er als er im formationsflug über nachbars haus kam eigentlich das komplette grundstück überdeckte.
    und als sie draußen waren, konnten wir nur den hintereingang benutzen.
    ich hätte auch bilder und ein kleines video, weis allerdings nicht wie ich das reinsetze...
    was die allergie angeht, glaube ich das schon. wir haben ein gutes verhältnis zu den nachbarn und sind in keinsterweise aufgefordert worden etwas dagegen zu unternehmen und es sind uns auch keinerlei vorwürfe gemacht worden. (auch wenn's klar ist dass wird die bienen nicht eingeladen haben, so gibt es dennoch leute die geben einem für alles die schuld)
    wäre das mit dem freiwilligen umsiedeln in einen kasten einen versuch wert?


    mfg imb

  • Hallo ich-mag-bienen


    Das mit dem Kasten wird nicht funktionieren, denn solange die Königin nicht in diesem Kasten ist, werden ihr die Bienen nicht folgen...


    Ob das mit einem Schwarmlockmittel oder Waben mit offener Brut auch funktionieren würde, sollen die Experten hier im Forum entscheiden.


    Ein normalgroßes Volk erreicht ca. 30.000 - 50.000 Bienen, davon fliegen an einem schönen Tag ordentlich viele Sammlerinnen durch das Flugloch rein und raus. Ein kleiner Schwarm dürfte so um die 10.000 Bienen haben.


    Habt ihr zweischalige Mauerwerkswände, oder wo befindet dieser Hohlraum in der Wand?

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Zitat

    das würde mich jetzt gar nicht so stören, aber einer unserer nachbarbarn ist allergisch auf bienenstiche, der hof war nicht mehr nutzbar, und unsere hunde konnten wir auch nicht mehr alleine rauslassen.


    Ho ho ho ... was für eine schöne Schauermär! :lol: Der erste April ist allerdings vorbei! Bei uns in der Nachbarschaft hat ein Imker an die 15 Völker stehen und die tun keiner Fliege was zuleide und terrorisieren auch keine Höfe.


    Wenn das wirklich apis mellifera ist, was da bei dir haust (und erfolgreich überwintert), wäre das eine kleine Sensation. Ich würde die Tiere gut dokumentieren und mich an eine Bienenzeitung wenden. Dann habt ihr vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit und werdet berühmt. :lol:

  • Hallo,


    ich kann schon nachvollziehen, dass man sich als Laie da zunächst mal weit mehr Sorgen macht, als nötig wäre. Aber dafür gibt es ja Input von uns..


    Einerseits könnte natürlich ein darauf spezialisierter Imker die Bienen aus der Mauer "aussiedeln" - ich wage jedoch zu behaupten, dass ein solcher Eingriff, der auch die Mauer in Mitleidenschaft zieht, insgesamt bei weitem riskanter und mit Stichgefahr für die Nachbarschaft verbunden ist, als ein in Ruhe gelassenes Volk. Bienen Stechen so gut wie nur, wenn sie sich angegriffen fühlen und wenn sie unterwegs sind, dann zum Wasserholen, Nektar- oder Pollensammeln - und nicht zum Stechen. Daneben fliegen sich Jungbienen ein, bei denen man meistens meint, dass sie ihren Stachel noch gar nicht entdeckt haben.


    Und ich gehe mal davon aus, dass das Volk dort nicht von Dauer sein wird, weil heutzutage leider auf sich allein gestellte Völker kaum lange, über ein Jahr, überleben. Von daher ist es eh etwas ganz Besonderes, dass Eure Bienen den Winter überstanden haben.


    In welchem Postleitzahlenbereich wohnt Ihr denn? Da findet sich bestimmt mehr als ein Imker, der sich das Ganze mal anschaut..


    Viele Grüße


    Marcus (der übrigens als Kind von einem Imker schnell überzeugt wurde, einen Schwarm im Garten doch einfach zu behalten und nun auch nach Jahren nicht mehr von den Bienen los kommt. Und fast nie gestochen wird)

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • hallo liebes imkerforum.
    ich wende mich aufgrund einer "bienenplage" an dieses forum, da ich hoffe dass mir vielleicht jemand helfen kann.
    [...]
    das würde mich jetzt gar nicht so stören, aber einer unserer nachbarbarn ist allergisch auf bienenstiche, der hof war nicht mehr nutzbar, und unsere hunde konnten wir auch nicht mehr alleine rauslassen.
    [...]
    einfach die löcher in der mauer zuzustopfen wollte ich nicht - würden ja alle innendrin sterben und das waren durchaus friedliche bienen. uns ist kein einziger stich bekannt.


    hi,
    warum ist es eine plage und gefährlich für die hunde, wenn noch nie jemand, oder ein hund von den bienen gestochen wurde?
    also ich würde sagen lasst die ieinfach wo sie sind, werden den zweiten winter mit hoher wahrscheinlichkeit eh nicht überleben.
    ohne mauer kaputt machen kriegt ihr die da net raus. dann bleibt als alternative nur töten, wenn die weg sollen.
    mfg jeffrey

  • Hallo,


    ich blas mal in das Horn meiner Vorredner -also lass sie !


    Es ist mehr als anzunehmen, dass sie nur noch diese eine Saison überleben werden, nächstes Frühjahr spätestens sind sie weg, d. h. verstorben.
    Und zu den Hunden: Ich weiß zwar nicht, was das für Exemplare sind, aber meine Hündin (mopsgedackelter Windhundspitz, ca. 20 kg Kampfgewicht) hat durch ihre Angewohnheit, sich genau unter dem Bienenhausfenster zur Ruhe zu begeben, schon so manchen Stich abbekommen. Bei einem Treffer ins Augenlid sah sie aus wie Quasimodo nach der Kosmetik ...
    dann wurde der Platz ein paar Tage gemieden, ansonsten gab es keine Nebenwirkungen.


    freundliche Grüße


    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • zunächst mal möchte ich mich für die vielen antworten bedanken.
    nun weiß ich zumindest, dass ich nicht in zugzwang stehe da man scheinbar wirklich nichts machen kann (wir wüden gerne die mauer behalten:-D und wollen die bienen auch nicht töten).
    nun zu euren fragen:
    die mauer (die im raum schweinfurt steht) hat keine gewollten hohlräume und wurde etwa einen 3/4 meter dick aus bruchsteinen gemauert. ich nehme an, da giibt es innendrin schon mal das ein oder andere freie plätzchen.
    was das für eine bienenart ist, kann ich nicht sagen vielleicht könnte man das anhand eines bildes feststellen.
    zu den hunden ist zu sagen, dass sie schon mal ab und an nach flliegenden insekten schnappen. und sollten die bienen dann von innen zustechen, wäre es theoretisch möglich dass der hund an der schwellung erstickt - vielleicht...:confused:. mich hat früher mal eine von innen in die backe gestochen; hatte dann ein dauerbonbon. jedenfalls sind wir auf nummer sicher gegangen und ließen die hunde nicht alleine in bienennähe.
    und eine plage sind sie freilich nicht deshalb ja die "". aber die anzahl wurde schon sehr ungemütlich.
    wären sie im garten würde ich sie wahrscheinlich öfter beobachten und mich über den besuch freuen.
    möglicherweise haben auch nicht alle den winter überlebt, da sie anfangs wegen stau und platzmangel in der mauer sich einfach an die dachrinne hängten. wie gesagt, hätte auch bilder die ich allerdings nicht reinsetzten kann.
    ich werde dann einfach mal abwarten bis es draußen richtig warm wird. möglicherweise wird es gar nicht mehr so schlimm und die sorgen waren umsonst. ich dachte halt ich frage lieber mal nach. wäre blöd gewesen wenn es eine möglichkeit gegeben hätte und ich hätte sie nicht genutzt.


    nochmal vielen dank für die hilfe.


    mfg imb


  • was versteht man unter einem kleinen schwarm?
    uns erschien er allen sehr groß, da er als er im formationsflug über nachbars haus kam eigentlich das komplette grundstück überdeckte.


    Hi ich mag Bienen,


    so ein Schwarm ist schon ein mächtig beeindruckendes Erlebnis. Da brummt die Luft und der Himmel wird dunkler. Freue Dich, dass Du es erleben konntest. Nicht jeder hat diese Gelegenheit.


    Bei unserem ersten Schwarm war meine Frau alleine zu Hause. In totaler Panik klingelte sie mich aus einem Seminar an einem 400 km entfernten Ort. Auch die Nachbarn waren guter Stimmung. Den nächsten Schwarm erlebten wir gemeinsam. Wir setzten uns in die Hollywoodschaukel und ließen um uns herum die Bienen ihr Schauspiel aufführen. Ich finde es immer wieder toll, wie die Natur einem zeigt, welche Macht sie aus winzigen Dingen zaubert und welches kleine Würmchen doch der Mensch ist.


    Die Bienen sind beim Schwärmen am weitesten entfernt von dem Gedanken zu stechen. Ihr Heim, dass sie üblicherweise bereit sind, mit ihrem Leben zu verteidigen (die Biene stirbt nach dem Stechen) haben sie mit dem Schwärmen aufgegeben.

  • [FONT=Comic Sans MS][size=12]Hallo


    ich mag Bienen:Biene:


    Du könntest mir, wenn du möchtest, die Bilder per E-Mail schicken.
    Ich könnte sie dann reinstellen.




    PS: Mal ne ganz kleine Frage nebenbei: Wie schmerzhaft ist ein Bienenstich???
    Womit kann man das vergleichen???

  • Hallo, Anfänger,
    bitte nimm deine e-mail-Addy wieder raus (per edit-Funktion), und mail sie ihm per PM.
    Ansonsten kannst du mit extrem viel Spam in den nächsten Tagen und Monaten rechnen:roll:


    Die Frage nach der Schmerzhaftigkeit wird wohl jeder anders beantworten; es kommt auch sehr auf die Körperstelle an, ob da viele Nerven & Blutgefäße sind, oder weniger.
    Nase & Gesicht überhaupt ist ieehhhhbäääh, ebenso Fingerkuppen oder Stellen mit wenig Fleisch über dem Knochen wie Knöchel oder Handgelenk.
    Ich kann nur sagen, zuerst wie ein Nadelstich, der dann langsam anfängt zu brennen.
    Es kommt vor allem darauf an, dann nicht in Panik zu geraten und NICHT alles loszulassen oder wegzuschmeißen, was man grad in der Hand hat, denn das endet dann ganz übel.
    Mein Männe predigt immer: "Stichschutz ist Arbeitsschutz", und er hat recht.
    Ein Bienenstich ist als einzelnes Ereignis sehr klein, aber viele "große" Unfälle haben so winzige Ursachen, von daher ist es durchaus sehr vernünftig, sich zu schützen.
    Das hat nichts mit "Weichei sein" zu tun.
    Meine Anfänger müssen Schleier & Handschuhe tragen; was sie später zuhause alleine machen, ist ihre Sache. Ich möchte nämlich nicht meine Betriebshaftpflicht für derartige Unfälle (und ihre Folgen) in Anspruch nehmen müssen, das würde auf Dauer teuer...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • PS: Mal ne ganz kleine Frage nebenbei: Wie schmerzhaft ist ein Bienenstich???
    Womit kann man das vergleichen???


    Der Stich selber ist gar nicht so schlimm. Man erschreckt sich, aber mit etwas Selbstbeherrschung geht´s.
    Aber die Folgen sind bei jedem unterschiedlich. Mein Mann bekommt kaum eine Schwellung von einem Stich, egal wo sie treffen und bei mir war der Handrücken das letzte Mal mehrere Tage heftig geschwollen.:roll:
    Die Schwellung schmerzt natürlich auch noch bei Bewegung und Druck, also Kategorie recht unerfreulich.



    Letztes Jahr habe ich auch einen Stich abbekommen, als ein Volk beim Nachbarn geschwärmt hat. Wahrscheinlich stand ich im Weg.:lol:
    Aber das Volk ist immer schlecht drauf.



    lg


    Castanea

  • Hallo Leute
    Gibt es denn keinen rechten Imker in der Nähe von Schweinfurt der da mal dem Bienenvolk den Aufenthalt im Mauerwerk mit irgendwas vergällenkann. Beim Auszug kann man den Schwarm dann doch einfangen und gut ist. Dann ist das Problem doch schon fast erledigt.
    So schwer kann es doch nicht sein.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!