Varroabefall, ist das normal?

  • Hallo alle zusammen,
    seit dem ich am Freitag am Lehrbienenstand an einem Rausgebrochenen Stück (ca. 3cm) Drohnenbruht sofort 3 Milben gesehen habe (1 Milbe/cm), frage ich mich wer Stärker ist,Varroa oder Imker, ich hab da meine Zweifel!:oops:
    Wie bzw. was ist denn Normal?:confused: Ich dachte man findet die Milben nur vereinzelt nach AS-Behandlung auf der Windel und nicht in jeder 4. Drohnenzelle?
    Dann hört man noch von 80% Ausfall der Vöker über den Winter, dann von totgeschauten Völkern ("Der böse Blick" :)), und noch von so ca. 1000 verschiedenen Meinungen, Gesetzen, Genehmigungen (die habe ich inzwischen alle ...:p)
    Ich weis nicht, geht es Euch auch so, oder liegt es an der fehlende Sonne das ich positive Nachrichten vermisse?
    Das macht mich als Anfänger nachdenklich:confused:
    Viele Grüße
    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo alle zusammen,
    seit dem ich am Freitag am Lehrbienenstand an einem Rausgebrochenen Stück (ca. 3cm) Drohnenbruht sofort 3 Milben gesehen habe (1 Milbe/cm), frage ich mich wer Stärker ist,Varroa oder Imker, ich hab da meine Zweifel!:oops:
    Wie bzw. was ist denn Normal?:confused:


     
     
    ..nix ist mehr normal... der Wnter war, wie der vorherige auch, zu warm. Die Benen scheinen z.T. durchgebrütet zu haben (meine haben jedenfalls Drohnen mit über den Winter genommen, auch eher selten....)
     
    Die Schadchwelle soll bei 2% (d.h. 100g Bienen auswaschen und 2 Milben finden) liegen. Wen nsie darüber liegt, wird das Volk den Winter nicht erleben......
     
    Was tun? Eigentlich kann man um diese Jahreszeit nix tun...... Vielleicht ,wenn das Volk stark genug ist, einen Kunstschwarm machen (und die Brut vernichten)

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo, Gerold, auf welchen Zeitpunkt bezieht sich deine 2%-Prognose?
    1992 machte ich auf den Wunsch eines mir bekannten Imkers hin die Waschprobe Ende September bei drei Völkern. Die Milbenbelastung betrug gute 10%. Alle drei Völker überlebten damit damals den den Winter gut.
    Weitere Waschproben habe ich seither nicht gemacht.
     
    Manne

  • Was tun? Eigentlich kann man um diese Jahreszeit nix tun......

    Doch Gerold, kann man.


    Man verzichtet einfach auf den Honig und macht eine AS-Behandlung. Selbst wenn die nicht optimal wirken sollte, so rettet sie doch oft das Volk.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Zusammen,
     

    Zitat

    Man verzichtet einfach auf den Honig und macht eine AS-Behandlung.


     
    Richtig! Habe ich gerade beim Buckfastvolk machen müssen. Wie aber soll der Honig, der noch nicht mal gesammelt wurde, durch die AS verunreinigt werden?? Ist ein ehrliche Frage, weil im "Blätterwald" anderes Handeln kategorisch ausgeschlossen wird.
     
    Herzliche Grüße, Torsten

  • Doch Gerold, kann man.
     
    Man verzichtet einfach auf den Honig und macht eine AS-Behandlung. Selbst wenn die nicht optimal wirken sollte, so rettet sie doch oft das Volk.


     
    ...das kann man natürlich auch tun...... Allerdings sind meine Erfahrungen mit AS-Behandlung im Frühjahr sehr negativ. Nicht dass die Säure die Milben nicht killen würde.....
    ...... bin sowieso in den letzten Jahren der Ameisensäure immer kritischer gegenüber geworden. In meinen Händen wirkt die Oxalsäure besser und wirkt vor allem auch immer gleichmäßig, egal wie die Temperaturen und Luftfeuchte sich da draußen entwickeln....
     
    Gerold

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Sorry, ich will da nicht kleinlich sein. :wink:


    Ich meine mit AS-Behandlung einfach nur eine Behandlung. Gern also auch OS, geträufelt oder am Stück oder auch so Thymianzeuchs oder was auch immer. Selbst dann wenn es nicht so wirksam sein sollte, wie zu brutfreien Zeiten. Ich meine, daß niemand gezwungen ist, zuzusehen, wie die Völker vor sich hin siechen, bis sie schließlich unter Milbenaussendung zusammenbrechen. Man kann durchaus was tun, auch und gerade mit Einzelvölkern und durchaus konzepionell, also z.B. als Brutscheunen, Drohnenbrüter, Kunstschwarmspender ect.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi,
    unser Lehrimker (oder Imkerlehrer) schwört auf das Ausschneiden von Baurahmen mit Drohnenbrut da sollen die 8 fache Menge der Milben sein wie auf der Arbeiterbrut… Reicht das als Sofortmaßnahme?


    Würde es reichen das Volk (es ist ein Starkes mit 2 Brutzargen) zu beobachten wie es sich weiter entwickelt oder ist da Gefahr in Verzug und würde dann das Volk schlagartig keine ordentliche Brut mehr hoch bekommen?


    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Moin zusammen!
    Würde gerne die Frage vom Thorsten weiter oben nochmal aufgreifen, da es mir auch unlogisch erscheint, weshalb der Honig, der in den noch nicht aufgesetzten HR eingelagert werden wird, durch die AS-Behandlung z. B. eine oder 2 Wochen später kontaminiert sein soll?!
    Wäre sehr an Antworten interessiert.


    Gruß aus dem sonnigen Westen
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo fkonet,
     


     
    wann war denn die AS-Behandlung?
     
    Ich habe gestern bei drei Völkern je eine verdeckelte Drohnenwabe ausgeschnitten und habe keine Milben gefunden. Die letzte Behandlung war Ende Dezember mit Bienenwohl.
    Kannst Du Dir das erklären?

  • Moin zusammen!
    Würde gerne die Frage vom Thorsten weiter oben nochmal aufgreifen, da es mir auch unlogisch erscheint, weshalb der Honig, der in den noch nicht aufgesetzten HR eingelagert werden wird, durch die AS-Behandlung z. B. eine oder 2 Wochen später kontaminiert sein soll?!
    Wäre sehr an Antworten interessiert.


    Gruß aus dem sonnigen Westen
    Patrick


    Ich verweise mal auf die Antworten von Dr. Ritter im anderen Forum:
    http://www.landlive.de/boards/thread/5160/?page=4
    "Bienengesundheit" erster Fragenkomplex, Punkt 2.


    Gruß
    Ralph

  • Hallo alle zusammen,
    seit dem ich am Freitag am Lehrbienenstand an einem Rausgebrochenen Stück (ca. 3cm) Drohnenbruht sofort 3 Milben gesehen habe (1 Milbe/cm), frage ich mich wer Stärker ist,Varroa oder Imker, ich hab da meine Zweifel!:oops:


    hallo,
    ich finde die probe ist bisle arg klein, und daraus was über den wirklichen befall zu sagen. würde an deiner stelle mal mindestens 100 tzellen aufmachen und dann die milben zählen. gerne auch mehr zellen, dann sind das aussagekräftige zahlen.
    und das mit den 2% beim auswaschen bezieht sich auf die milben auf den bienen, nicht in der brut. aber dabei sind ja glaub ich 90% der milben in der brut. und dann sind in der drohnenbrut 8x soviel wie in arbeiterinnen brut, dann kannst dir ja die milbenverteilung ausrechnen ;-)
    aber ich würde jetzt da keine alzugroße panik machen. des volk verkraftet jetzt einige milben, und dann halt im herbst kunstschwarm machen.
    kannst ja aml die windel reinschieben und den milbenfall beobachten, ist wahrscheinlich besser wie milben in der brut zu zählen.
    mfg jeffrey