• Hallo zusammen !
    So wie es jetzt aussieht hat ein Volk es geschafft durch den "Winter-Frühling" zu kommen. Für dieses Jahr habe ich mir eine ordentliche Honigernte abgeschminkt und möchte mich darauf konzentrieren mein Volk zu vermehren !
    Nun gibt es ja verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Ich habe daran gedacht, dass ich warte, bis mein Volk Weiselzellen angesetzt hat und dann daraus mit Futter- etwas Brut und Bienwaben einen (oder 2 ??) Ableger bilde.
    Was würdet ihr raten (bin Anfänger!)
    Ich freue mich auf Eure Antworten
     
    Gruß Frank

  • Hallo,
    wenn du vorhast Ableger zu machen musst du diese
    mindestens 3 Kilometer von deinem Stand weg bringen
    damit sie die Flugbienen behalten. :)

  • Hallo Stefan,
    danke - ja das mit den 3 km wußte ich schon. Wo ich noch keine Erfahrung habe - wie man überhaupt einen Ableger sinnvoll bildet.
    An Alle !
    Dann habe ich noch gelesen, dass es das Vefahren eines "Freiluftschwarms" gibt.
    Hat jemand Erfahrung ??


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,


    herzlich willkommen im Forum!


    Wenn du einfach nur solange wartest, bis das Volk von alleine Weiselzellen bildet,


    - schwärmt es garantiert
    oder
    - du wirst schon vorher vor lauter Warten schwarz,
    denn freiwillig legen die Bienen dir keine Weiselzellen an...


    Ich schlage vor, dir ein gutes Buch zu beschaffen, wo auch die Völkervermehrung bzw. Königinnenzucht erklärt wird. Empfehlenswert: Dr. Liebig, Einfach Imkern.


    Gut und einfach ist das Erstellen von Brutablegern, was in diesem Forum schon 100-mal erklärt wurde. Bitte benutze die Suchfunktion; mögliche Stichworte wären u.a.: Brutableger, Ableger, Umlarven!

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo Frank
    Wenn du gut isolierte Kisten hast,die du einengen kannst,mit einem Schied zB.,oder Ablegerkisten mit mindestens 2 Waben,besser 3 Waben,istdas ohne weiteres möglich.
    Du wartest bis das Volk in Schwarmstimmung ist(einfach nicht erweitern),hängst 2 bis 3 starke Brutwaben,eine Wabe mit Schwarmzellen,mit den anhängenden Bienen in die Kisten.
    Du musst aber füttern
    Das kannst du manchmal 3mal machen.
    Liegt am Wetter.
    Wenn die neue Chefin nach knapp einem Monat legt(siehst du am Polleneintrag)bringst du sie zum alten Standort zurück in ein normales Magazin,Füttern,Mittelwände geben,besser
    sind gedrahtete Rähmchen wg Naturbau.
    Die Ersten Ableger schaffen es leicht auf 2 Zargen.
    Bei nur einem Volk ist es zu riskant die Liebigmethode anzuwenden.
    Du gehst nicht über Königinnenzucht,sondern lässt die Bienen selbst entscheiden.
    Willst du nur verdoppeln,teile den starken Zweizarger,schaust,das in jeder Zarge offene Brut ist,das in der Hälfte,in der die Königin nicht ist,nachgezogen werden kann.
    Die Hälfte,in der die Chefin ist bringt dir sogar noch ne Menge Honig.
    Beiden aber gleich die zweite Zarge geben,mir dem was du hast(Waben,Mittelwände,gedrahtete Rähmchen.
    Nicht füttern
    So hast du auch gleich deine Summsummsaarland-Frank-Landbiene
    Viel Glück
    Gruß
    Helmut

  • Hallo


    summsumm


    soweit ich gelesen habe, weißt Du noch nicht einmal wie stark das Volk jetzt ist.
    Ein normale Volk bringt Dir Honig und mindestens einen Ableger.


    Sieh mal nach wie stark es ist (besetzter Raum oder Waben, wie viele Brutwaben),dann melde Dich nochmal.


    Der Tipp mit dem Liebig Buch würde Dir sehr helfen


    Gruß Uwe

  • Hallo summsumm,


    ich bin auch der Meinung wie Uwe, lass das Volk sich doch erstmal bis Anfang Mai entwickeln,dann gib ihm den Honigraum. Wenn der voll ist,bei entsprechender Tracht, kommt die Ablegerbildung noch zurecht. Wenn das Volk alle Waben besetzt hat, dann hängt man erstmal einen Baurahmen rein und wenn der ausgebaut ist gibt man den Honigraum mit MW und LW. Also nichts überstürzen und lesen in Fachliteratur gibt die nötige Anleitung, die Erfahrung muß man selbst sammeln.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ich bin auch der Meinung wie Uwe, lass das Volk sich doch erstmal bis Anfang Mai entwickeln,dann gib ihm den Honigraum. Wenn der voll ist,bei entsprechender Tracht, kommt die Ablegerbildung noch zurecht.


    Liebig in seinem Buch plädiert für frühe Ablegerbildung. Das würde den Honigertrag nicht sehr beeinträchtigen, aber die Schwarmstimmung bremsen.

  • Meine bescheidene Meinung.


    Lass dein Volk sich entwickeln.Also gebe auch entsprechend Raum.Schau es nicht alle zwei Tage tot. Besorge dir zwei Weisselzellen im Mai von einem Imker in der umgegend und bilde damit zwei Ableger. Zwei Brutwaben ohne Königin Weiselzelle und Futterwabe.
    Ernte Frühhonig und reiss danach das Volk in zwei Hälften .Insgesamt 4 Völker im Herbst.
    Gruss Jürgen.

  • Liebig in seinem Buch plädiert für frühe Ablegerbildung. Das würde den Honigertrag nicht sehr beeinträchtigen, aber die Schwarmstimmung bremsen.


     
     
    ...da hat er völlig Recht. Blos: Jedes Jahr ist "früh" zu einer anderen Zeit. Letztes Jahr um diese Zeit waren meine Völker fast schleuderreif. Dieses Jahr scheinen sie immer schwächer zu werden (heute wieder blos 9°C)..... Die Kirschen blühen, der Raps beginnt und die Bienen können nicht fliegen, weil es viel zu kalt ist (und die Pflanzen honigen natürlich bei diesen Temperaturen auch nicht).
     
    Ableger sollte man frühstens bilden, wenn die Schwarmstimmung einsetzt.... mal sehen ,wann es dieses Jahr hier soweit ist....... ich habe das Gefühl, wenn es warm wird, stehen alle wichigen Frühjahrsblüher gleichzeitig in Blüte und damit gleichzeitig auch die Bienen zum Schwärmen...... mal sehen, wie es sich entwickelt.........
    Aber etwas sollte man bei der Ablegerbildung auch nicht vergessen: Nach der Sommersonnenwende sollten keine Ableger mehr gemacht werden (Kunstschwärme dürfen auch noch später erstellt werden).
     
    Gerold

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Zusammen,
    in einer Gegend wo ich eine Honigtautracht erwarten kann,
    noch dazu eine gut bezahlte aus der Weißtanne, würde ich auch frühe Ableger machen und dafür auf etwas Frühtrachthonig verzichten.
    Aber Frühtracht ist Haupttracht bei vielen von uns.
    Da liegen die Dinge etwas anders.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Na was nun??
    Macht man einen Ableger aus zwei oder drei Brutwaben?
    Darf man einen Ableger nicht Anfang Juli machen, oder sogar noch später?
    Braucht er jetzt doch Flugbienen?
    Muss man einen Umlarvlöffel besitzen?
    Am Ende sogar noch die Völker zerreissen!!
     
    1ne Brutwabe mit, kurz vor der Verdecklung oder 15 Tage alter Weiselzelle, eine Futterwabe und ein Leerrähmchen und eine Futtertasche und Geduld genügen!
     
    Der
    Drohn
    der das ganze aber nicht "Nachzucht" nennen würde, um was es hier dem Eröffner ging:wink:

  • Hallo Drohn-Markus,
    hier meine Antworten aud Deine Fragen, obwohl ich lieber Meinungen schreiben sollte, da ich vermute, das Du selbst schon antworten darauf weißt und diese praktizierst.
    Zwei oder drei Brutwaben?
    -je später im Jahr, um so mehr Brutwaben.
    - man darf, aber siehe erste Antwort.
    -nicht unbedingt, die kann er ja immer noch rekrutieren, aber schaden tuts nicht, wenn er welche hat.
    -ich besitze einen, irgendwo im "Museum".
    Seitdem ich Wabenstreifen mit jüngster Brut verwende, was zwar verschwenderisch ist, brauche ich ihn nicht mehr.
    -Zerreißen nicht, aber ein Kunstschwarm von drei bis vier Pfund ist bei der Aberntung nebenbei drinn.
    Soweit meine Ansichten dazu.
    Viele Grüße
    Lothar

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    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • summsumm
    Wenn die Schwarmzeit kommt, werde ich einen Flugling machen.
    Alle anderen Methoden sind ja sehr schön, aber ich habe keine Lust auf große Experimente. Das kann man machen, wenn man etwas mehr Erfahrung hat und mehrere Völker.


    Wie es mir mit Segebergern erklärt und gezeigt wurde:
    In eine Zarge kommen mittig zwei Futterrahmen und zwei Rahmen mit Brut, letztere möglichst voller Bienen. Die Rähmchen mit Brut müssen einen haben mit sehr jungen Larven, der zweite kann auch mit etwas älteren Larven bestückt sein. Links und rechts außen kommen die Leerrahmen rein.
    Der alte Stock wird ein Stück zur Seite gerückt und an seine Stelle kommt der neue Kleine. Die nun nach Hause kommenden Flugbienen fliegen schnurstracks in den neuen ein und verstärken so das kleine Völkchen.
    Die neue Königin wird aus den ganz jungen Larven von den Bienen selber herangezogen.


    Der Vorteil ist, dass man den Schwarm quasi vorwegnimmt und man muß nicht in der Weltgeschichte rumfahren, sondern kann das einfach an seinem Stand machen. Wenn man den Platz hat und schon im Frühjahr neben jedem Altvolk einen Stellplatz frei läßt, ist das eine ganz gute Sache.



    Liebe Grüße aus der Heide!


    Castanea