Rähmchen mit Sodalauge reinigen. Dosierung?

  • Hallo Zusammen,
    da biete ich 18:-D.
    (wenn ich die Ohrenunterseite bis zum Rähmchenschenkel mal als eigene Fläche zähle).
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Leute,
    wenn ich ehrlich bin,muß ich zugeben,das ich noch nicht mal Seifenwasser eingesetzt habe.
    Mit Krankheiten und chemischen Mitteln haben es meine Völker noch nicht zu tun gehabt.
    Normalerweise schneide ich die Waben aus,und schmelze sie ein.
    Da ich jedes Gramm Propolis haben WILL,ist das Rähmchen eh saubergekratzt.
    Ab und zu sind auch mal unansehliche Rähmchen dabei,die schmeiß ich in kochendes Wasser.
    Bei meinen größeren Versuchen,Dampf in Mülltonnen usw,musste ich auch jedes Rähmchen in die Hand nehmen und abkratzen.
    Was sagt mir das ?
    Wenn die Völker gesund waren,reicht es die Waben auszuschneiden.
    Die Rähmchen sind süss,riechen nach Bienenvolk,haben sogar Anfangswachs an den oberen Leisten
    Gruß
    Helmut

  • ...
    Die Rähmchen sind süss,riechen nach Bienenvolk, haben sogar Anfangswachs an den oberen Leisten...


    Schön, nur meine Völker sind tot. Und Bienen fast leer geflogener Völker leiden in der Endphase durch den Stress oft an Durchfall (wenn auch nur eng begrenzt dort, wo es zu Ende geht). Oder verhungern, weil zu wenige, unmittelbar neben dem Futter. Das sieht dann auch nicht sehr hygienisch aus. In einem funktionierenden Volk werden die Toten beseitigt, und das Propolisieren von Wabenteilen trägt zur Gesunderhaltung bei.
    Nun gehen richtig beschissene Rähmchen auch bei mir ins Feuer, jedoch möchte ich ungern die "normal aussehenden" Waben toter Völker in andere Völker oder Ableger hängen.
    Fehler sind genug gemacht.


    Gruß
    Ralph
    der auch 18mal gezählt hat, plus das Umdendrahtherumkratzen. :cool:

  • Hallo Imkers,


    ist es wirklich notwenig, Rähmchen chemisch zu desinfizieren, wenn sie einen Dampfwachsschmelzer durchlaufen haben? Durch den Dampf und das anschließende Abkratzen werden die allermeisten Erreger doch wohl abgetötet, mindestens aber stark geschädigt und der grösste Teil auch entfernt. Die Erreger der meisten Krankheiten sind doch immer in gewissen Mengen in den Völkern vorhanden und kommen nur bei Schwächung des Volkes zum Zuge. Ich muss gestehen, in den letzten zwei Jahren keine chemische Keule zur Desinfektion mehr angewandt zu haben, liege mit meinen Verlusten allerdings auch bei 20, bzw. dieses Jahr bei knapp 30%. Diese doch recht hohen Verluste schiebe ich der Varroa, bzw. meinen Behandlungsfehlern im Spätsommer zu.
    Liege ich falsch mit meiner Desinfektionstheorie?


    zlautz


    Hallo zlautz,


    da hat was mit der Behandlung nicht geklappt, meistens immer die selben Fehler, zu spät behandelt, das ist einer der Hauptfaktoren, wenn das Jahr früh beginnt kann ich nicht erst im August meine Völker füttern und behandeln, das geht schlicht und einfach voll in die Hose.

  • Hallo Bienenfreunde!
    Um mal was richtig zu machen und dieses Jahr meine Bienen zu behalten, habe ich einen Grundkurs belegt. Und just in diesem Kurs war ein Thema Waben- und Beutenhyghiene.


    Da sprach der Fachmann (Biologe) davon dass möglichst jede neue Kunstoffbeute und auch die Rähmchen grundsätzlich 3 min in 3% Natronlauge ausgekocht werden sollten. (Erst recht gebraucht erworbene)


    Da äußerte er auch, dass er Segeberger Kunststoff und DNM eigentlich nicht so mag, weil aber alle hier im Norden damit imkern, alle Anfänger dies auch machen sollten. Auch weil Holz hier in drei Jahren weggammelt.


    Also muss jeder der Imkern möchte sich einen großen Kessel, Gasbrenner wie die Dachdecker, Ätznatron, Vollschutzkondom mit Schutzbrille und Säure zum anschließenden neutralisieren anschaffen! Nebst einiger weiterer Kleinigkeiten.:-(


    Also Einsparungen bei der Anschaffung und besserer Verkauf von kompatiblen Material kontra Aufwand und Gefahr (Verätzung)?


    Der Mann weis mit Sicherheit wovon er spricht, und er kann sein Wissen auch hervorragend rüber bringen ( nebst Erfahrungsbericht über erlittene Verätzungen), aber für mich sind das Argumente gegen Kunststoff!!!


    Ich bin ihm ja so dankbar: beinahe hätte ich doch noch relativ günstige, gebrauchte Kunststoff Beuten gekauft:cool:


    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Hallo, Kalle,

    Zitat

    Da sprach der Fachmann (Biologe) davon dass möglichst jede neue Kunstoffbeute und auch die Rähmchen grundsätzlich 3 min in 3% Natronlauge ausgekocht werden sollten.


    Umhimmelswillen, WARUM?:eek:
    Neue Rähmchen? Nagelneue?
    Naja, jeder hat seinen Fetisch....*grummel* (den Rest verkneif ich mir jetzt...:lol:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Immenfuchs,

    ich war vor kurzem auf einer Veranstaltung im Bieneninstitut Mayen.
    Dabei wurde dort auf eine sehr einfache Möglichkeit der Beutendesifektion hingewiesen.

    Wenn du Holzbeuten hast, kannst du die ganz einfach mit einem Heißluftföhn aus dem Baumarkt desinfizieren. Die schaffen bis zu 600 Grad Celsius Hitze, und kosten ca. 60 Euro.
    Mit den erreichten Tempreraturen kriegst du garantiert jede noch so hartknäckige Spore platt.

    Erst das grobe rauskratzen, den Rest ordentlich wärmebehandeln. Das Propolis und die Wachsreste kochen auf und verschwinden ruckizucki im Holz und tragen dabei noch zur Holzkonservierung bei.:cool:

    Insofern hält sich die Ausrüstung zur Desinfektion in Grenzen.



    P.S.: Gleiches gilt natürlich auch für Rähmchen

  • Ich wieß, dieses Thema ist schon Jahre alt. Aber für mich dennoch aktuell.
    Leider wurde relativ schnell angefangen von den Kommentar-Schreibern Wasch-Soda mit Natronlauge zu verwechseln und deshalb wurde leider die Frage (soweit ich sehen kann) nicht beantwortet.


    Also nochmal die Fragen:
    a) Hat jemand Erfahrung mit der Desinfektion der Rähmchen mittels Wasch-Soda? (Vornehmlich Säuberung und gegen AFB-Sporen)
    b) Welche Dosierung nehmt ihr so? Ich habe als Angabe z.B. "Soda (60g/l)" gefunden.


    Auf Natronlauge möchte ich aus Sicherheitsgründen verzichten (bitte nicht darüber diskuttieren :-) ).

  • Hallo Genscher,


    a) Hat jemand Erfahrung mit der Desinfektion der Rähmchen mittels Wasch-Soda? (Vornehmlich Säuberung und gegen AFB-Sporen)
    b) Welche Dosierung nehmt ihr so? Ich habe als Angabe z.B. "Soda (60g/l)" gefunden.


    Ich will dieses Jahr auch (erstmalig) einige Rähmchen mit Soda auskochen deshalb hier meine Überlegungen:


    zu a) von Desinfektion mit Soda gegen AFB habe ich noch nichts gehört. Da kenne ich nur kochende Natronlauge. Wenn du einen konkreten AFB Verdacht hast, würde ich hier kein Risiko eingehen. (Außer du hast ein Labor in der Hinterhand und kannst das Ergebnis prüfen). Reinigen kann man mit Wasch-Soda jedoch bestimmt gut.
    zu b) 60g/l erscheint mir zu hoch. Ich werde mit 20g/l starten, habe aber das eine oder andere Päckchen in der Hinterhand, falls ich das Gefühl habe nachlegen zu müssen.


    Gruß
    Ludger

  • Es geht noch einfacher: ich hab den kleinsten Kärcher Dampfreiniger, und auch der macht sporenfrei sauber. Der Dampf ist so heiß, daß lt der Firma tatsächlich 99% aller Mikroorganismen den nicht überleben. Und man macht sich damit nicht das Holz der Rähmchen kaputt - das zerlegt sich nach mehreren chemischen Wäschen, weil das Lignin auslaugt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Das, was der Dampfreiniger an Desinifektion durch Heißdampf schafft, hat doch aber der Dampfwachsschmelzer vorher schon locker nebenbei geschafft, oder?


    Zur Sodalauge: Hab ich dieses Jahr auch erstmalig gemacht (Dosierung war eher "nach Gefühl" im großen Schweinekessel, müsste so ca. zwischen euren beiden Dosen liegen), mich stören aber im Nachhinein die verseiften, weißen Wachsschleier auf den Rähmchen.
    Ich werds in Zukunft wohl wieder lassen.
    Wenn die Futterkranzbeprobung die AFB-Belastung "0" angibt, dann muss man sich da auch keine Sorgen machen, finde ich.


    Grüße,


    Thomas

  • Ich frag mich immer ob sich der Aufwand lohnt?
    Also bei Hofmann rähmchen versteh ich es noch am ehesten, aber bei allem anderen?
    Ich mein der Mega Zeitaufwand? Bei mir sind die meisten Rähmchen nach 3 -4 mal ausschmelzen eh so fertig das sie zum anfeuern für den Kachelofen benutzt werden.
    Ich persönlich behalte mir das auskochen mit Ätznatron vor, wenn ich die AFB habe. Vorher reicht mir ausschmelzen und abkratzen.


    Grüsse,


    Max

  • Ich hab Hartholzrähmchen, die mit Edelstahl geschraubt werden - da lohnt sich das über viele Jahre....:daumen:
    Aber wie weiter oben schon gesagt - es geht auch mit einem guten Dampfreiniger, und schont das Material viel mehr als die Lauge (die löst das Lignin im Holz, und das verträgt es nur wenige Male.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen