Kaum Pollen

  • Hallo ,


    hab heute stichproben artig einige Völker geöffnet . Einige Völker haben fast keinen Pollen Vorat mehr .Dementsprechend klein sind auch die Brutflächen .
    Ist es jetzt sinnvoll Eiweißfutterteig zu zu füttern ? Wenn ja wieviel pro Volk ?
    Heute war zwar reger Polleneintrag , aber es wird ja auch mal wieder einige Tage ohne Pollen geben .



    Schöne Grüße Florian

  • Hallo, Florian,
    ja, das ist dann absolut sinnvoll!
    Die Kilopacks sind da genau richtig, setz eine Leerzarge auf, mach die Folie an der Unterseite weit auf, und legt locker eine Folie obendrüber, um Wildbau zu verhindern.
    Sie gehen da nur dran, wenn sie es wirklich brauchen; sobald genug von draußen reinkommt, schmeißen sie es nur noch raus, also öfter gucken...:wink:
    Zur reinen Reizfütterung nützt das gar nix, aber bei echtem Mangel putzen sie das Kilo in drei Tagen so weg.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    wo lebt ihr eigentlich, dass zu Beginn des Frühjahres die Bienen nicht genügend Pollen sammeln können?


    Ich muss gestehen, auf der Suche nach der Ursache für meine spätherbstlichen Bienenverluste habe ich, nachdem ich hier im Forum von Pollenmangel las, einige meiner leeren Beuten daraufhin begutachtet. Und wirklich, in zwei Kisten schien mir kein bisschen Pollen vorhanden zu sein. Weil man am besten das sieht, was man erwartet zu sehen.


    Beim Einschmelzen der Waben jetzt habe ich festgestellt, dass tatsächlich genau diese zwei Völker wenig (aber keinesfalls Null) Pollen "gebunkert" hatten. Die Ursache dafür war aber eher darin zu suchen, dass zum Schluss einfach zu wenig Personal zum Pollensammeln da war! Und nicht im Pollenmangel meines Gebietes.


    Wenn ich jetzt noch Sabines hier so gern ausgesprochenen Empfehlung zur Pollenersatzversorgung nachgekommen wäre, hätte ich noch mehr Geld und Aufwand in "ein Volk" gesteckt, was eh keines mehr war!


    Meine Empfehlung lautet deshalb: Erst einmal schauen, was die Ursache des vermeintlichen Pollenmangels ist. Imkerst Du wirklich in einer Argrarwüste, dann ist es besser, mit den Bienen ein etwas reichhaltigeres Gebiet aufzusuchen. Solltest du sehr viele Völker in einem kleinen, schlecht pollenversorgten Gebiet haben, reduziere Deinen Bestand an dieser Stelle, imkere mit jeweils nicht all zu vielen Völkern in einem "besseren Gebiet".


    Und vergiss vor allem nicht, für eine bessere Pollenversorgung zu sorgen. Sei es indem Du selbst die Bienenweide aufbesserst, oder durch ein Gespräch mit den Landwirten Deiner Gegend erreichst, dass sie Rest und Splitterflächen vlt. mit Deiner Unterstützung mit guter Bienenweide bestellen. Oder Blühstreifen anlegen (wird meist sogar gefördert). Natürlich zeitlich so angeordnet, dass für Deine Bienen durchgängig eine ausreichende Eiweißversorgung gewährleistet ist. Pass auf, dass es nicht Pollenangebot in hoher Menge zur Unzeit gibt (siehe späte Gelbsendfblüte), sonst stehst Du womöglich wieder vor leeren Kisten. Vielleicht hat dann wieder irgendjemand eine Empfehlung, was Du dann in die Kisten kippen sollst...


    Aber erst einmal:


    Vergiss das Verfüttern irgendwelcher Pollenersatzstoffe! Du schadest nur Deinem Geldbeutel und bevorzugst vielleicht Völker, die einfach "sammelfaul" sind, und fuschst mit Deinem Tun wieder der Natur ins Handwerk!


    Völker, die nicht genügend Pollen eintragen, obwohl das Angebot ausreichen müsste, sollten besser nicht durch irgenwelche Hilfsmaßnahmen durchgeschleppt werden. Sollte jedem einleuchten, der bienengemäß imkern will!


    Gruß
    Ralph
    der dem Fragesteller beinahe eine Trollerei unterstellt hätte. :cool:

  • Ralf....ja....
    dies sind auch Möglichkeiten des Pollenmangels.


    ABER............ (normalerweise ein Einwandwort, welches ich nicht gelten lasse)


    ......was ist, wenn in einem Gebiet durch reges Interesse eine erhöhte Bienendichte
    entstanden ist?


    Dann kann man selbst die Bienen verkaufen, zu den Nachbarimkern pilgern und um eine Reduktion bitten, Kollegen die Bienenhaltung vermiesen etc.


    ....oder.....kleine Nachhilfen bieten. z.B. Weiden pflanzen (brauchen 15 Jahre) Pollenblüher Saatgut einarbeiten usw. ....oder bissl ein *Fladerl* auflegen.


    Glücklich jene Imker, welche im Angebots (Tracht und Pollen) Schlaraffenland leben.


    Gruß
    Fritz

  • was ist das denn für Schwachsinn.
    Pass auf sonst glaubt das noch jemand.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!


  •  
    Hallo Uwe,
     
    So pauschal kannst Du das nicht sagen. Sicherlich sind viele davon betroffen, dass mehr oder weniger die gesamte Weidentracht verfroren ist und deshalb ein akuter Pollenmangel herrscht, aber hier bei uns sind gestern z. B. die Kopfweiden erst voll aufgeblüht und die Völker konnten gestern und heute u.a. davon massenhaft Pollen eintragen. So werde ich beispielsweise mit Sicherheit keinen Pollenersatz füttern müssen, selbst wenn es in den nächsten Tagen noch einmal Frost gibt.
     
    Gruß,
    Andreas

    "Wichtig ist, was man tut, und nicht was man sagt." Eragon

  • Hallo,
    was ist Pollenmangel. Werden hier diese Bretter gesucht, welche beim Einschmelzen der Waben dann Probleme machen. Pollen müssen im Futter aus dem Herbst sein. MIt der beginnenden Blüte kommen genügend Pollen.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Morgen ist 1. April, bin ja gespannt was dann für Beiträge kommen. :lol: da kann ich mit meinen Anfängerdummheiten direkt noch mithalten!


    Also Florian, wenn da steht "Heute war zwar reger Polleneintrag ..", dann ist die Frage doch beantwortet. Laß die Natur die Sache regeln, Pollen ist ja da (ich nehme an, er war mächtig gelb).

  • Hallo ,


    werde zumindest den einzargern sofern das Wetter wieder schlechter wird ein wenig zufüttern .


    Denke das der Pollenmangel nicht an meinem Standort liegt . Da ich hier bereits seit 5 Jahren ohne dieses Problem imker .Mein Standort liegt am Stadtrand , somit haben meine Mädels die Möglichkeit ind den Gärten sowie auf den angrenzenden Wiesen Pollen zu sammeln .


    Ich vermute das der milde Winter bewirkt hatt das die Völker sehr früh bzw. garnicht aus der Brut gegangen sind . Somit haben die Bienen den Pollen einfach über Winter verbraucht .
    Einige Imker sind auch der Meinung das durch das schlechte Wetter 2007 eh weniger Pollen eingetragen wurde und dies auch ein Faktor beim Bienensterben war .


    Was meint Ihr dazu ?



    Schöne Grüße Florian

  • Hallo Florian,
    ein Teil der Imker glaubt, dass Bienen eher zu viel Pollen eintragen. Wenn ich meine Altwaben einschmelze, hab ich auch oft den Eindruck. Würde ich die Pollenwaben nicht entfernen, hätte ich über kurz oder lang lauter "Schunken" in meinen Völkern.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: