Grundstück im Naturschutzgebiet

  • Hallo Leute,


    mir ist in Bad Honnef am Honnefer Graben ein ca. 2.000 m² großes Grundstück angeboten worden. Es wäre ideal um dort ein Bienenhaus zu errichten.


    Frage: ist ein Kaufpreis von 8.000 € realistisch?


    beste Grüße Ralf


  • Gute Frage, das hängt doch von vielen Umständen ab.
    Bsp.: Ich habe in meiner unmittelbaren Nachbarschaft ein Wiesengrundstück für 0,25€/m² gekauft. Beim Garten nebenan biete ich dem Eigentümer gerade 20€/m² und ich glaube er will immer noch nicht.
    Also Lage , Nachfrage, Nutzungsart und Bebauung ist entscheidend beim Grundstückskauf.
    Bei Landratsämtern, Gemeinden oder Katasterämtern kannst du nach dem jährlich überarbeiteten Grundstückswertbericht dich erkundigen. Darin sind die ortsüblichen Preise aufgeführt, je nach Gemarkung und Nutzungsart.
    Gruß Peter

  • Hallo Ralf,
     
    mit der Entfernung muss ich Sam uneingeschränkt recht geben. Meine Mutter lebt 120 km weg und da habe ich auch noch Wald, den ich bewirtschafte. Die Fahrerei geht nicht nur an die Kasse sondern auch an die Nerven. Ich würde da niemals Bienen aufstellen, weil die Verpflichtung nach denen zu schauen wäre mir absolut zu viel. Meine Bäume halten es aus wenn ich mal nicht kommen und meine Mutter verzeiht mir bei einem guten Argument auch, die Bienen nicht.
     
    Also mir wären die Entfernung zu groß! Und übrigens 4 Eurone pro m² viel zu viel, da bekommen ich einen Wald mit schlagbarem Bestand, den ich nutzen kann.
     
    Gruß
    Werner

  • Hallo,


    hab nochmal mit der Eigentümerin gesprochen. Es handelt sich nicht um ein Naturschutzgebiet,
    sondern nur um ein Landschaftsschutzgebiet. Dort dürfen Gartenhäuser bis 24m² errichtet werden.


    danke für eure Tipps

  • Vorsicht, das hängt vom Bundesland ab. Bei uns ist Privatleuten auch im Landschaftsschutzgebiet praktisch alles verboten, vor allem Zäune und Gartenhäuser. Hanggrundstücke in solchen Gebieten kriegt man nachgeworfen, über 1 EUR/qm kostet es niemals. Kaufst du sogenanntes "Gartenland", wo Gartenhäuser erlaubt sind, steigen die Preise auf 50 EUR/qm, das ist mehr als in vielen Bundesländern Bauland kostet.


    Über die Entfernung wurde ja schon was gesagt. Rechne mal die Treibstoffkosten für die Fahrten aus. Ein paar Wochen die Bienen hinstellen wenn eine besondere Tracht stattfindet ist okay (sozusagen ein eigener Wanderplatz), aber für einen Dauer-Bienenstand summieren sich die Fahrten übers Jahr gewaltig.

  • Hallo !
     
    @jjsxsjj
     
    So wie Freizeit-Imker auch (Achtung ! / ist der Begriff jetzt geschützt weil es da ja in Kichhain eine Ausblidung gibt "geprüfter Freizeitimker" ?) ?
     
    @all
     
    Wenn es da einen brauchbaren Schutz gibt würde mich das auch interessieren !!!
     
    Ich habe für einen neuen Jungvolk Außenstand jetzt ein schön abgezäuntes Gelände im Auge (eine ehemalige Bauchschuttdeponie) das wäre dann wenigstens Zaun-technsich schön zu ! ... und liegt im FFH Gebiet !
     
    Bienen.Knecht
    A.l.e.x.
    grüßt Euch

  • Hallo Ralf
    Na,1oo km ist leicht übertrieben.
    Bad Honnef ist noch NRW
    Im Landschaftsschutzgebiet geht absolut gar nichts !!!
    Selbst bei normalem Ackerland noch nicht mal ein Geräteschuppen 2mal 2 genehmigt,wenn du kein Landwirt bist!!
    Ich bin den Umweg über die Bienen gegangen.
    Erst einige Jahre viele Bienen,dadurch zähle ich als Landwirt,dann erst Dach über die Bienen,aber immer noch offenen Stand.
    Es soll damit verhindert werden,das Städter auf landwirtschaftlichen Flächen zB Wochenendhäuser bauen.
    Wenn ich ein festes Haus als Imker/Landwirt bauen will, sind die Auflagen noch bedeutend höher.
    Aber Landschaftsschutzgebiet,nicht möglich.noch nicht mal nen Unterstand.
    Bleibt wahscheinlich,wenn überhaupt, nur Magazinaufstellung.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo,


    ich habe hier ein Grundstück (Wiese mit Hochstamm Obstbäumen) mit etwa 2000 m2 gepachtet. Die ist mir für 2000 Öro zum Kauf angeboten worden. Die liegt im Landschaftsschutzgebiet. Das ist schon mit genug Einschränkungen behaftet. Man darf zum Beispiel nicht mal Umzäunen!


    Mit Naturschutzgebiet wäre ich sehr vorsichtig: Da ist die Nutzung und vor allem die Bebauung SEHR eingeschränkt.


    Zu den ortsüblichen Grundstückspreisen (und auch zu der möglichen Aufstellung eines Bienenhauses) würde ich mal bei der Gemeinde (Bauamt, Grundbuchamt) nachfragen. In meinem Fall hab ich die Auskunft bekommen, dass hier 70 Cent bis ein Euro für solche Anwesen bezahlt werden.


    Ich habe es bei der Pacht belassen: Pacht kostenlos, gegen Pflege der Wiese und des Baumbestandes. Die Wiese ist in Sichtweite von meinem Wohnhaus. Die von Dir angegeben Entfernung ist für den Zweck vollkommen indiskutabel.


    Ich habe seinerzeit im Gemeideblatt meines Wohnortes eine Kleinanzeige geschaltet: Imker sucht Grundstück zur Bienehaltung gegen Pflege zu Pachten. Ich habe insgesamt 7 Angebote bekommen.


    Mit freundlichen Grüßen. Emil

  • Hallo liebes Forum,


    was das Verbot der Umzäunung anbetrifft, haben die Mitschreiber hier recht!


    Zu überlegen wäre dabei auch: was machen das Wild und neugierige Wanderer ohne Zaun...


    Mir wäre eine Bienenaufstellung in solch einem Gebiet zu heiß !


    Der vermeintlich sehr günstige Preis wiederspiegelt indirekt auch die 'Nutzlosigkeit' des Grundstücks!

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!


  • Zu überlegen wäre dabei auch: was machen das Wild und neugierige Wanderer ohne Zaun...


     
    Das Wild (von Spechten, Mäusen, Ameisen und vielleicht Waschbären mal abgesehen) interessiert sich nicht für die Bienen. Die Wanderer auch nicht. Aber Frevler und andere langfingrige Imker: Das sind die wahren Feinde der Völker.
    Trotz Zaun wurden mir schonmal ein Bienenhaus abgefackelt und auch schon Beuten geklaut...... also Zaun hat nicht wirklich eine Funktion am Waldesrand.....
     
    Gerold