Sabi(e)ne machts ohne ??

  • Moin Sabi(e)ne,


    ich habe eben auf einen Link von Dir geklickt ,
    http://farm2.static.flickr.com…502742_db6a633de6.jpg?v=0


    und gesehen das Du Rähmchen OHNE Mittelwand verwendest. Mit 4 Anfängerstückchen damit die Bienen wissen wo's los geht !?!? und den Rest erledigen die Bienen komplett selbst.
    Das hab ich ja (wie so vieles) noch nie gesehen, quasi kontrollierter Wildbau. Hält das dann beim schleudern genau so fest wie mit Mittelwand ?


    Wie nennt sich diese Betriebsweise ?? Welche Nachteile hat diese ? Haben die Bienen die Rähmchen in den selben Tempo zugebaut wie Rähmchen mit Mittelwand ??


    Ahoi
    Norbert


    Ausschauen tut's jedenfalls sehr interessant . Achja, Entschuldigung für den Titel .... konnte ich mir nach der letzten Nachricht nicht verkneifen :lol:

  • :lol: Warum war mir schon beim Titel klar, worum es geht?:cool:


    Hallo, Norbert,
    die Anfangsstreifen sind mittlerweile auch gestorben, ich hab nur noch dünne Wachslinien drin.
    Und die HR sind nur 0,5DN, also nur 10cm hoch, da braucht es noch nicht mal Draht.
    Und ganz davon abgesehen, schleuder ich doch nicht, aber ich weiß, daß die ganz gut ohne Bruch zu schleudern sind, muß man halt nur ein bißl vorsichtiger sein und öfter mal rumdrehen.

    Zitat

    Wie nennt sich diese Betriebsweise ?


    Das ist schlicht Naturwabenbau in Rähmchen.:wink:
    Noch vereinfacht durch Sabine's 1mm Edelstahlsteckdrähte, auf den Bildern ist es noch Blumendraht.

    Zitat

    Welche Nachteile hat diese ?


    Öh, bisher sind mir keine aufgefallen, außer daß die Beute in allen Richtungen lotrecht stehen muß. Bei 3° Neigung kommt sonst die vorletzte Wabe auf dem Unterträger der letzten raus, und es gibt dazwischen Wildbau...
    Längere Wanderungen hab ich damit nicht vor, aber Kollegen sagen, sobald sie rundum angebaut sind, wäre es kein Thema, wenn nicht zuviele Schlaglöcher kommen.

    Zitat

    Haben die Bienen die Rähmchen in den selben Tempo zugebaut wie Rähmchen mit Mittelwand ??


    Auch wenn sich das wild anhört: teilweise sogar schneller, weil sie nicht erst die kalte MW erwärmen müssen, um die umzufrickeln und auszuziehen. Und KS haben eine mächtige Motivation, Ableger sind da lahm gegen.:wink:
    Insgesamt spart das gewaltig Arbeit und Kosten, deshalb mach ich das ja, und ganz nebenbei ist es auch noch besser für die Bienen.
    Ein Naturbaubrutnest ist ganz was anderes als eins auf MWs, und du merkst den Unterschied auch an den Bienen (okay, du noch nicht, aber das kommt noch :wink:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabi(e)ne,


    das finde ich klasse und ich sehe immer mehr das es eine Philosophie sein kann, dieses "Hobby"....Jedenfalls ich werde mir das mal gut merken.....


    Edelstahlsteckdrähte ?? Kann das sein das Du die Imkerei beruflich ausübst ?? Die anderen Bilder von den Beuten und Rähmchen lassen dies bezüglich der Dimensionen jedenfalls vermuten.... das sieht ja fast so aus wie in der Imkerfabrik....


    Besten Dank für die Auskunft.....


    Ahoi
    Norbert

  • :lol: yo, beruflich, auch.


    Und die Philosophie dahinter ist "KISS" (keep it simple stupid), und dann landest du zwangsläufig da, wo ich bin.
    Wie leben Bienen im hohlen Baum?
    Nur bleibt mein Flugloch noch unten (außer in zwei Versuchsvölkern), damit der Honig nach oben kommt, und ich bleibe ebenso noch bei Rähmchen statt Stabilbau, ich möchte im Notfall Zugriff auf die Königin haben.
    Ansonsten sind wir schon recht nah dran....und die Kosten sind gut gesunken.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Norbert,


    na, hast du mittlerweile deine Oster-Bienen bekommen?


    Soweit ich weiß, ist Sabiene nicht (mehr) in der Lage die schweren Kisten zu heben und bessert ihre schmale Kasse durch die Verkäufe ihrer Imkereiprodukte etwas auf...
    Dies ist mit der Grund, daß sie vieles Marke Eigenbau macht und an Mittelwänden spart.
    Der ökologische Gedanke steht aber immer im Vordergrund!


    Sie muß sich allerdings vor den Stichen schützen... Also nix mit 'ohne'

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo, Kai, :-D,
    sagen wir so: ich war letztes Jahr von Toiyota-Fans Vortrag zum rückenschonenden Imkern so beeindruckt, daß sich hier was tun mußte.
    Und da die Kasse keinen Obelix hergab, endete es u.a. wegen des Naturbaus mit meinen "Kästchen" (wie Ralph so schön sagte :lol:). Das Arbeiten damit ist äußerst angenehm, und so einen halbhohen HR zupfst du auch noch aus der 7. Etage ganz locker runter.:wink:
    Meine Bandscheiben mögen das sehr.
    Und ja, Astronautenanzug ist angesagt; Stichschutz ist Arbeitsschutz, predigt mein nichtallergischer LAG immer.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Kai,


    na, hast du mittlerweile deine Oster-Bienen bekommen?


    Nein, die Bienen sind noch nicht da , es ist noch zu kalt. Ich denke nächste Woche wird es soweit sein, wenn man den Wetterfröschen glauben mag. Ansonsten ist alles vorbereitet , der Umzug kann dann jederzeit stattfinden. Ich bekomme zunächst 2 Wirtschaftsvölker und im Mai noch 3 Ableger, so das ich vielleicht im Sommer schon den ersten "eigenen" Honig auf's Brot schmieren kann....


    Ahoi
    Norbert

  • Moin,
    offenbar ist das Thema "Heben" schon ein Dauerbrenner. Im Verein und auch bei den richtig "Alten Hasen" höre ich das immer wieder und habe es stets auf das Alter (einige meiner Imkerfreunde sind jenseits der 80) abgetan.
    In meinem Beruf (Steinmetz) ist das natürlich auch ein Thema und die Steine kann man leider nicht immer halbieren, so das "RICHTIGES" heben gelernt wird. Also gerader Rücken und dann langsam hoch. Dann bauen sich natürlich auch entsprechende Muskeln im Lauf der Zeit auf und es wird ungefählicher. Meine Freiständer habe ich so gebaut das ich auf EBENER Fläche seitlich und von hinten an die Beuten ran komme.... bleibt jetzt zu hoffen das ich da im Frühsommer die ersten und hoffentlich schweren Honigwaben runter heben kann.....


    Ahoi
    Norbert

  • Na ja, durch das Einsparen der MW werden die Kisten ja auch nur marginal leichter. :daumen:
    Die Idee, die Bienen Naturbau errichten zu lassen, ist in Imkerkreisen weiter verbreitet als man landläufig meinen sollte.
    Mit ein paar Tricks und einigem bienenbiologischen Wissen bringt man Kunst- und Naturschwärme zum schönsten Naturbau.
    Ich habe es vorletztes und letztes Jahr auch versucht, mit begeisterndem Erfolg.
    Ich werde meine Bruträume künftig nur noch im Naturbau führen, die Honigräume erhalten zur besseren Stabilität nach wie vor Mittelwände, natürlich aus eigenem Deckelwachs.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael,


    ja klar, Naturbau ist sicherlich schon natürlicher, aber konsequenterweise müsste man dann doch auch alle künstlichen Behausungen in Frage stellen.
    Als Arbeitserleichterung in Rähmchen ohne MW und ohne Ertragsverlust ist es bestimmt interessant.


    Ahoi
    Norbert

  • Hallo Norbert,


    den meisten geht es darum, möglichst auf Fremdwachs verzichten zu können.
    Und dies ist eine elegante Möglichkeit.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael,
    aber die Mittelwände werden doch meist vom eigenen Wachs hergestellt , also ein Wachskreislauf.
    Und wenn man (so wie ich im Moment) die ersten Mittelwände von einem Imkerpaten bekommt ist das doch nichts schlimmes.


    Ahoi
    Norbert