Futterzarge

  • Moin,


    nachdem ich das Thema "Außenanstrich" der Beuten für mich geklärt habe, würde ich gerne noch eines wissen.
    Wie ich bereits geschrieben habe, stehen hier zwei neue Holtermann Zanderbeuten nach Liebig (Hoher Boden , 3 Zargen plus Futterzarge). Die Ecken der Futterzarge sind mit Silikon abgedichtet das Holz macht jedoch einen unbehandelten Eindruck. Vorne ist ein Aufstieg mit Alulockwinkel, so das die Bienen nicht die ganze Futterzarge belagern (und ertrinken) können.
    Also ich bin wirklich kein Lackfetischist, aber an dem Gedanken das man in diese (unbehandelte) Zarge Flüssigfutter reinkippt kann ich mich nicht so anfreunden.
    Macht das dem Holz wirklich nichts aus ? Wie lange hält dann so eine Futterzarge ? Die Bienen kommen ja nur vorne am Aufstieg an das Futter, die restliche Zarge ist Bienenfrei und somit bleibt doch dort immer ein gewisser Rest haften.
    Oder reicht es wenn die Zarge fast leer ist den Aluwinkel zu entfernen und die Bienen machen dann die Futterzarge "restlos" leer. ?


    Ahoi
    Norbert

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Die beiden möglichen Vorgangsweisen (Bienen aussperren oder nicht) haben Vor- und Nachteile.
     
    Lässt man die Bienen in die Futterzarge so wird diese ordentlich geputzt, aber ein Nachfüllen wird schwieriger, da man vorher die Bienen entfernen muss. Lässt man die Bienen nicht direkt in die Futterzarge so kann das verbleibende Futter zu gären beginnen, zumindest bei Zuckerfütterung. Ich würde vorschlagen, die Beute so aufzustellen, dass möglichst das gesamte Futter zum Entnahmeplatz rinnt (leichte Schräglage). Bei der letzten Fütterung den Aluwinkel entnehmen, dann können die Bienen die Putzarbeit leisten.
     
    Von einem Anstrich innen würde ich abraten.
    Was die Lebensdauer angeht, schadet es dem Holz grundsätzlich nicht, wenn es unbehandelt ist. Was die "Schönheit" angeht, es wird allmählich schwarz werden. Dies könnte ev. durch Behandlung mit heißem Bienenwachs etwas verhindert werden.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Norbert,


    die beste und natürlichste Methode zur Behandlung des Holzes in einer Futterzarge ist wohl, sie mit flüssigem Wachs auszukleiden (direkt reinlaufen lassen, kippen so dass alle Wände benetzt werden und sofort wieder ausschütten). Einen besseren, weil wasserdichten und frei von bedenklichen Stoffen, Schutz wirst Du nicht finden.


    Gruß,
    Anderl

    "Wichtig ist, was man tut, und nicht was man sagt." Eragon

  • Moin, moin,
    man sollte das Lochblech aber nicht zu lange weglassen, ansonsten bekommt man wunderbaren Wildbau in der Futterzarge, da reichen manchmal schon 36 Std.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Anderl,
    Moin Honigmaul,


    das ist einleuchtend , mit flüssigem Wachs "imprägnieren" und leicht schräg aufstellen. So werde ich es dann wohl machen.. dann riecht die Beute innen auch nicht mehr ganz so neu.... -Danke-


    Ja, dann brauche ich eigentlich nur noch besseres Wetter damit es endlich losgehen kann.... ich hoffe das es Anfang April endlich mal wärmer wird....


    Ahoi
    Norbert

  • Moin Sabi(e)ne


    Moin, moin,
    man sollte das Lochblech aber nicht zu lange weglassen, ansonsten bekommt man wunderbaren Wildbau in der Futterzarge, da reichen manchmal schon 36 Std.:wink:


    Ja, das ist klar, die Bienen sind halt in ihrem Fleiß nicht zu bremsen.... im Gegensatz zu mir....
    Wenn die Futterzarge leer ist kommt die natürlich weg.Mir ging es nur um das Holz. Wenn man nämlich sieht was die Böttcher für einen Aufwand betreiben um ein Faß dich zu bekommen erschien mir die fabrikneue Futterzarge nicht ganz so vertrauenswürdig.... naja, dies sind wohl Dinge über welche ich nächstes Jahr nur noch schmunzeln kann....



    Ahoi
    Norbert

  • Hallo Norbert,


    wieso willst du eine extra Futterzarge verwenden?


    Also ich mache es so, wie es von Dr. Liebig vorgeschlagen wurde. Statt Futterzarge einfach eine Leerzarge obenauf und darin ein Futtereimer mit Korken und entsprechender Menge Sirup. Nach dem Auffüttern einfach den Eimer entnehmen und mit As behandeln.


    Ich finde das eine super Lösung. Nicht viel Aufwand und wenig verschiedene Teile - einfach imkern !

    viele liebe Imkergrüße


    Michael Wagner

  • Nicht viel Aufwand und wenig verschiedene Teile - einfach imkern !


    Hallo, Michael,
    ja, einfach für den Imker, aber Quälerei für die Bienen.
    Futterzarge ist erheblich weniger kräftezehrend (der Weg ist ja viel kürzer!) und vor allem bei einem plötzlichen Kälteeinbruch im Gegensatz zum Eimer nicht bienenkillend.
    Außerdem wirkt auch eine abgekühlte Futtermasse im Eimer viel stärker nach unten als eine Futterzarge, die auch meist viel schneller geleert wird, das Holz dämmt doch mehr als dünnes Plastik.
    Außerdem geht das Nachfüttern bienenfrei besser als mit einem fast leeren Eimer mit ner Menge Bienen drin auf der Suche nach dem letzten Tropfen...
    Insgesamt geht es mit Futterzarge einfach schneller und bequemer, finde ich.
    Und zum Notfüttern ist der Gefrierbeutel immer noch ungeschlagen ;-) (man könnte auch ganze Waben oben drauflegen, aber die kann man nicht warmmachen).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Michael,

    Hallo Norbert,


    wieso willst du eine extra Futterzarge verwenden?


    Also ich mache es so, wie es von Dr. Liebig vorgeschlagen wurde. Statt Futterzarge einfach eine Leerzarge obenauf und darin ein Futtereimer mit Korken und entsprechender Menge Sirup.


    Also wenn man die Futterzarge benutzt ist es meiner Meinung nach auch recht einfach und bequem , für Mensch und Tier. Außerdem kann dann auch mal mein Frauchen eine Fütterung vornehmen wenn ich mal nicht da sein sollte.


    Ahoi
    Norbert