• hallo,
     
    ich habe bei einen volk das gefühl das das futter knapp wir und ich will jetz ziplock beutel mit futer füllen und dann löcher rein machen und in den boden legen geht das?
     
    gruß lukas und frohe ostern

    ja ich bin der Lukas ich hab 0 völker auf dnm in segeberger kästen.

  • Hallo Freunde,


    wenn meine Bienen schreien könnten, dann schrien sie ganz laut, nämlich "Hunger":eek:
    Was sich durch Beutenwiegen vor ein paar Wochen andeutete, ist Gewissheit geworden.
    Ich bin gerade zurück, ich habe jedem Volk ordentlich kandierten Honig auf die Oberträger gestrichen.
    Ich würde mir ja ein Monogramm in den A...llerwertesten beißen, wenn ich die Völker zwar ohne größere Verluste über diesen Winter gebracht hätte, sie dann auf der Zielgeraden durch Dusseligkeit meinerseits noch verlöre.
    Also, wer noch ein Ziel für seinen Osterspaziergang sucht, der kann auch mal zu seinen Bienen gehen und eine Ecke lüften.
    Wenn ich mir die Großwetterlage sowie die Natur im Moment anschaue, glaube ich, werden unsere Bienen wohl noch 2 Wochen ohne nennenswerten frischen Nektareintrag auskommen müssen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • also soll ich morgen hingehen und kandierten honig auf die oberträgerstreichen?

    ja ich bin der Lukas ich hab 0 völker auf dnm in segeberger kästen.

  • Hallo,


    da kann ich meinen Namensvetter nur zu stimmen, ich habe einige Völker, vor der Kälte mit Apiinvert gefüttert.


    Manche Völker haben nicht gerade viel, wer da pennt der hat schlechte Karten, Futtermangel muss man früh merken.


    Ich kontrolliere meine Völker beim anheben, wer das nicht regelmäßig macht, der hat wohl nichts gelernt!

  • Hallo,
     
    auch bei mir ist die Futtersituation angespannt. Beim schwächsten meiner vier Völker habe ich Zuckerwasser ca. 50 Grad warm in einen Gefrierbeutel gefüllt, diesen verschweisst und mit Löchern versehen. Deckel auf und auf die Oberträger damit, Löcher nach oben selbstverständlich.
     
    Bei mir blüht mittlerweile die Wasserlatsche ( Wildpflaumen, hauptsächlich an Gewässerränder vorkommend), die Blutpflaume und andere Frühblüher. Aber die Sumsen können einfach kaum raus. Trotzdem sind meine Bienen bei 6 Grad im Schatten ausgeflogen!:eek: 
     
    Naja, wenn sich die Sonne kurzzeitig blicken läßt, dann hat sie enorme Kraft, dann kommt aber eine Wolke mit viel Schnee....:roll:. Ich würde gerne wissen wieviele es dabei erwischt.
     
    Bei meinen anderen Völkern ist aber trotz geringer Reserven aber auch neuer Honigeintrag festzustellen.
    Aber anstelle die Zargen auszufüllen und die Waben zu nutzen, werden neue Waben (!!!) zwischen Deckel und Oberträger gebaut (habe keine Folie) und zwar dort wo darunter die Brutnester sind. Dort lagern die den neuen Honig auch ein.
     
    Ich hoffe, daß endlich die Wettersituation zumindest ein paar Grad wärmer wird. Ich habe schon Flieder gesehen, welche die ersten Blütenstände zeigen. Für Montag nacht werden momentan nochmal -7 Grad vorhergesagt. Das könnte der Blütenpracht erheblich zusetzen und die Futtersituation weiter verschärfen.
     
    Gruß

  • Man hört ja jetzt von allen Seiten was von der engen Futtersituation - woran liegt das nur dies Jahr? Haben sie wohl im letzten Herbst aufgrund der Wettersituation noch so lange gebrütet, oder wegen des relativ warmen Winters (jedenfalls hier in Ostwestfalen) durchgebrütet und dabei schon zuviel Futter verbraucht?

    "Wichtig ist, was man tut, und nicht was man sagt." Eragon

  • Hallo, Anderl,
    was meine betrifft, haben sie nicht durchgebrütet, sondern sind angesichts des sehr warmen Januars sofort sehr massiv durchgestartet.
    Also nix Brutnest in Euro-Stück-Größe, sondern bei über null Grad nachts richtig losgelegt.
    Und ab da mußte geheizt werden....
    Ich fütter doch nicht umsonst so großzügig, rausnehmen geht immer, aber reinkriegen im März/April kann extrem schwierig werden...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Guten Abend,
    Dazu kann ich etwas beitragegen,
    Ich habe Mitte Juli begonnen,alle Völker aufzufüttern.
    Die ersten 24 kg Futtersirup sind verbraucht worden,ohne Gewichtszunahme.
    Von den nächsten 24 kg blieb nur bei einigen Völkern was übrig.
    Durch Räuberei und Varroa hatten alle überlebenden Völker ausreichend Futter.
    Momentaufnahme:die Zweizarger haben genug Futter,die Einzarger haben alle schon Teigfladen aufgelegt bekommen.
    Bei der Warre' nimmt das Volk die Futtergabe nicht an.
    Daher habe ich von oben Honig in die leeren Waben laufen lassen.
    Das werde ich morgen bei den Einzargern auch machen.
    Mein Gefühl sagt mir,obwohl nur ganz wenig Brut vorhanden ist,daß
    das Futter nicht ausreichen wird.
    In dem Zusammenhang wird Bernhard richtig liegen :Die Bienen wissen wieviel Futter sie haben und richten sich mit ihrem Brutverhalten danach.
    Gruß
    Helmut

  • Danke für Deinen Herbstbericht!
     

    Die Bienen wissen wieviel Futter sie haben und richten sich mit ihrem Brutverhalten danach.


     
    Daran würde ich auch gerne glauben - aber wieso verhungern dann immer wieder mal Völker? Dagegen spricht auch, dass die Bienen genau wie wir das Wetter nicht vorhersehen können.

    "Wichtig ist, was man tut, und nicht was man sagt." Eragon

  • Hallo Bienenmichel,
    ...Futteremangel muß mn rechtzeitig merken...
    oder den Bienen die Möglichkeit geben, ausreichend Futter einlagern zu können,
    beispielsweise wenn man zweizargig überwintert.
    Sorry, nichts für Ungut, konnte es mir nicht verkneifen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hi Anderl
    Vielleicht ist das ja ein Fehlverhalten.
    Ich habe auch schon vor einigen Jahren Völker gehabt die extrem stark waren,die doppelte Menge an Futter verbraucht haben.,und dann verhungert sind.
    In dem Zusammenhang habe ich das Wort "überbrütet" gehört.
    Diese Völker gibt es logischerweise nicht mehr.
    Natürliche Auslese ??
    Im Moment sehe ich das Gegenteil. wenig Futter .wenig Brut,bei Flugwetter viel Pollen.
    Anpassungsprozess bei Standbegattung ?
    Neue Isselburger Landbiene ?
    In der nächsten Zeit werden wir zu den erstaunlichsten Erkenntnissen kommen(glaube ich )
    Gruß
    Helmut

  • Hallo,


    wenn ich zurück auf 2007 blicke, habe ich sehr früh mit den Füttern begonnen, die Tracht war in meiner Region Anfang Juli eigentlich zu ende, bis Mitte Juli waren kaum Zunahmen zu verzeichnen, wer da nicht mit füttern anfängt, hatte seinen Völkern nichts gutes getan.


    Bei einigen Völkern war der Futtervorrat nicht gerade optimal und ausreichend, da, musste sofort Futter her.


    Die Tracht die eigentlich um diese Zeit blüht, Brombeeren etc… war schon lange abgeblüht und stand nicht mehr zur Verfügung.
    Ich habe den Völkern sofort einen viertel Block Apifonda und bei Völkern mit wenig Vorrat 5 Liter Apiinvert verabreicht, später folgten mehre Nachfütterungen, die weit in der Spätherbst reichten.


    Die Völker brüteten sehr langen und verbrauchten sehr viel Futter, ich musste zu meiner eigentlichen Futtermenge noch einiges an Zucker nachkaufen.


    Nicht vergessen darf man die Varroa, die stark befallenen Völker gingen nach der Behandlung stark in Brut, was einen erhöhen Futterverbrauch zur Folge hatte!


    So viel Futter pro Volk hat ich noch nie füttern müssen, 2007 war ein Rekortjahr in Sachen Futterverbrauch.


    Paar wenige Völker, also die sehr starken, habe ich schon wieder im Januar füttern müssen, und jetzt schon wieder. roll: :eek:


    Ich muss dazu sagen, das ich letztes Jahr etwas Probleme mit Wespen hatte, Wespen flogen
    zum Teil bis ende Oktober, und bedienten sich wohl am Futtervorrat, an denn Bienen bestand kein Interesse.


    Das Jahr 2007 hatte viele sehr ungewöhnliche Eigenschaft, obwohl die Honigernte als überdurchschnittlich war.


    2008 ist auch auf dem Weg für ein frühes Ende! :cry: