Imkerförderung In Brandenburg

  • Theorie:


    Dr. Elke Genersch vom Länderinstitut für Bienenkunde Brandenburg schrieb:

    Frage: Die Statistik weist für das Bundesland Brandenburg, aber auch für andere Regionen, deutlich weniger Völker als noch vor ein oder zwei Jahrzehnten aus.


    Antwort: Das ist richtig. Seit der Wende ist zum Beispiel in Brandenburg die Völkerzahl von rund 4,5 auf weniger als ein Volk pro Quadratkilometer zurückgegangen. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass immer mehr Imker ihr zeitaufwändiges Hobby aufgeben. Nachwuchs ist kaum in Sicht...


    Und Praxis:


    http://img232.imageshack.us/im…8/bienenverbrechervo9.jpg

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Hallo Facharbeiter,
    mit der Imkerei geht es aufwärts, besonders in stadtnahen Gebieten. Da gehört Potsdam auch dazu. Es ist wichtig, das jede Versammlung, jede Veranstaltung nicht nur in der Zeitung, sondern auch in jedem Gemeindeblatt kommt. Viele Leute lesen keine Tageszeitung. Unser Mitgliederzulauf, wirklich Zulauf, waren im letzten Jahr 17, das sind bei uns über 20%. Das Einzugsgebiet hat 100 000 EW. Im Umkreis von 10 km kann ich die Veranstaltungen von 4 Imkervereinen besuchen.


    Ein Neuimkerkurs, wie er von unseren Nachbarvereinen veranstaltetet wird, ist sehr erfolgreich. Allerdings ist der Aufwand nicht gering. Jeder Teilnehmer erhält ein Volk zur Betreuung, nicht kostenlos. Sitzen allerdings nur noch drei in Ehren ergraute da, dann ist das Schicksal des Vereins besiegelt.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  •  
    :evil: ..is ja irre. Ich glaubte bisher schon viel erlebt zu haben mit den Behörden. Aber sowas ist mir noch nicht untergekommen.
    Ein perfekter Überwachungsstaat, da gings zu DDR-Zeiten noch liberal zu ...

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Das ist hart! Werde das heute abend in der IV (KW) gleich zur Sprache bringen.
    Vielleicht sollte man ein kleines Netzwerk von "Jungimkern" im Bundesland Brandenburg in die Wege leiten...? Naja, hier haben wir ja schon mal ein recht gutes Kommunikationsforum.
    Einen langen Atem wünscht
    franz.
    PS: Habe mal gegen einen Bußgeldbescheid wg. Geschwindigkeitsübertretung Einspruch eingelegt. Aus 15 Euro wurden dadurch im Handumdrehen 35,-. Ein Anwalt hat mir geraten zu zahlen, weil's eh nix bringt. Aber hier ist es eine andere Behörde, vielleicht lassen die eher mit sich reden...

  • Hallo Zusamen,
    habt Ihr es gelesen.Bienenhaltung vor Beginn anmelden.
    Also, wer sich mit dem Gedanken trägt, irgendwann einmal Bienen zu halten,
    sollte dies rechtzeitig anmelden.
    Hmm..., irgendwie stand da nichts für den Fall, das man vor in Kraft treten diesees Gesetzes schon eine Imkerei hatte...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Zusammen,
    entscheident ist für mich der letzte Satz im ersten Absatz. Wenn man eine zweite Chance bekommt sollte man sie auch nutzen. Dann gibt es auch keine Geschrei machen wegen den 20,00 €; weil sie nicht anfallen.
    Keiner verlangt bereits den Gedanken an die Imkerei anzumelden. Wenn aber die Völker da stehen, sollte man sie auch bei der Vet-Behörde anmelden.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Eisvogel,
    dann les doch noch einmal den zweiten Satz im zweiten Absatz.
    Amtlich, sogar mit §§ als Quelle belegt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
    jetzt sei mal nicht päpstlicher als der Papst. Vor Beginn der Tätigkeit, bedeutet nicht nur für mich, mit dem aufstellen von Bienenvölkern beginnt gem. Bienenseuchenverordnung die meldepflichtige Tätigkeit.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Eisvogel,
    Du weißt doch, das ich es mit der Auslegung von Vorschriften eher lax halte...
    Aber "vor Beginn" ist im Amtsdeutsch vor Beginn und nicht mit Beginn.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Sodala, habe das Thema heute abend bei der Imkerversammlung angesprochen. Ist ja auch für mich wichtig, weil ich in 2 Wochen anfangen und mir 2 Völker in den Garten stellen will.
    Es hat alles seinen Sinn und seine Richtigkeit - und zwar im Sinne der Seuchenprävention und -bekämpfung.
    D.h., falls eine meldepflichtige Seuche (z.B. amerikanische Faulbrut) auftritt, muß der Amtstierarzt wissen, wo die Viecherln stehen, mögliche Verursacher oder mögliche Opfer. Damit läuft man natürlich auch Gefahr, daß einem bei Ausbruch einer Seuche sämtliche Völker - ich sag jetzt mal - "gekeult" werden, das wäre zwar unschön, aber womöglich richtig im Sinne der Seuchenbekämpfungsmaßnahmen.
    Ich - für mein Teil - werde mich an die Regeln halten und nächste Woche die zuständige Behörde kontaktieren.
    Es geht ja nicht darum, jemandem etwas zu verbieten, sondern nur um eine Meldepflicht den Behörden gegenüber (das muß ich auch machen, wenn ich z.B. ein Gewerbe eröffne).
    Gruß, franz.

  • Morgens alle zusammen,
    genau so isses! Beim Ausbrechen von AFB soll der Amtstierarzt ne Möglichkeit haben, angemessen zu reagieren und seine Imker kennen. Sonst läuft es nicht.
    Wo ist das Problem??? Wenn ich Bienen halten will, ist das keine Minutenentscheidung. Standort suchen, mit den Nachbarn reden, Material beschaffen, Imker kontaktieren... das geht nicht im Steinumdrehen! Der Vorsatz reift ne Weile, da kann man schon mal ne Meldung abgeben, sich im IV der Umgebung anmelden(oder auch nicht) und startet im Mai!
    Ich habs so gemacht (in Brandenburg), wurde freundlich begrüßt und erhielt meine Registriernummer als Tierhalter mit Tierart "Bienen".
    Gruß Knäcke