• Die nächsten Tage werden schön warm!
    Endlich auch bei uns, wir hatten bis jetzt strenge Nachtfröste und saukalten Ostwind, teilweise.
     
    Bodenbrettwechsel bzw. Reinigung wär die kommenden Tage angebracht.
     
    Viel wichtiger jedoch: Futterkontrolle!
     
    Geht in Einem, wenn man die Kiste hebt!
     
    Hab immer wieder Völker, bei denen es knapp hergehen könnte.
    Fleischvölker, die jetzt schon rappelvoll sind und gleich explodieren.
    Hier muß man aufpassen, damit sie nicht ein qualvolles Ende erleiden müssen.
     
    Die meisten sind fast noch so schwer, wie im Herbst. Gut so!
     
    Bei den Top-Völkern ist auch ein Bodenwechsel nicht nötig, das machen die selbst.
     
    Aber bitte schaut nach Futter!
    Durch das baldige Brüten/Durchbrüten kann es eng werden!
     
    Grüßt Simmerl

  • Zitat

    Aber bitte schaut nach Futter!
    Durch das baldige Brüten/Durchbrüten kann es eng werden!


    Es wird eng! So habe ich das noch nicht erlebt. Die Völker besetzen z.T. die 2.Zarge komplett und das waren im Herbst Heidevölker...
    Wenn die Kirschen blühen würden, würde man sofort den Honigraum geben. Jetzt heißt es füttern, das Wetter ist mehr als günstig.
    Wie geht ihr beim füttern um diese Jahreszeit vor? Gibt es da Tipps und Tricks? Schwierig dürfte die Einschätzung der benötigten Menge werden...


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Guten Morgen, Hartmut,


    sicherste Methode: Futterzarge drauf und abends erstmal 5 Liter warm 1:1 füttern.


    Schnellste Methode: abends Halbzarge drauf und alle 2-3 Tage eine volle Wabe (Zimmertemperatur) waagerecht auf die Oberträger legen (am besten, wenn man sich Sorgen von Vermischung Honig/Futter macht; geht besser als Waben ans Brutnest zu hängen...)


    Zweitschnellste und gut dosierbare Methode: abends jeden (zweiten) Tag in Halbzarge 1 Liter 1:1 angewärmt per Gefrierbeutelmethode, wenn es nur noch um ein paar Tage bis zur Blüte dauert.


    HTH:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Hartmut,


    am besten man gibt Apiinvert oder hängt Futterwaben zu.
    Futterzarge drauf und 3 Liter Apiinvert rein, das sind ca 4,2 Kg Zucker.
    Hat man keine Futterwaben oder Apiinvert, nimmt man Zucker 3:2 3 kg Zucker auf 2 Liter warmes Wasser.


    Ich habe einzelne Völker schon vor 3 Wochen gefüttert, bei paaren war’s etwas knapp.
    Konnte heute feststellen das die Weide schon in Blüte steht, es wird sogar erste Zunahmen geben, wenn das Wetter die Tage mit spielt.


    Über Futtermangel brauche mir keine Sorgen mehr machen.
    Die Bodenreinung ist schon seit ca 3 Wochen erfolgt.

  • Spitzenvölker im Moment!
    Weidenhong!?
    Die 25 Kg Honig in Flachzargen untergesetzt im September lohnen sich nun!
    Einengen und HR´s aufsetzen werden die Arbeiten am Wochenende sein!!!
     
    Klingt fast schon wie CB:oops:
     
    Entweder gibt es ein Vermehrungsjahr oder ein Vermehrungsjahr.
    Tracht aus der Frühtracht erntet der Drohn eh nicht und der Wald sieht bis auf die rot-braun bepuderte noch klamm aus.
    Obwohl mit der Grünen oder Schwarzen (haähäa, armes Simmerl) immer noch zu rechnen ist.
     
    Der
    Drohn

  • Hallo Sabi(e)ne!


    Du schreibst im Forum an mehreren Stellen über die Zip-Lock-Methode zu Notfütterung.
    Einiges hätte ich gerne genauer erklärt:


    - Du nimmst also fertigen Invertzuckersirup und wärmst ihn z.B. im Wasserbad oder in der Mikrowelle an, bis er ca. 40-50 °C warm ist? Oder machst du eine 3:2 Zuckerlösung auf dem Herd in einem Topf?


    - Nach dem Befüllen der Beutel stichst du mit einer >Nähnadel< mehrere kleine Löcher in den Beutel, ähnlich einem Sieb?


    - Dann drückst du den Beutel so, damit die geruchslose Masse etwas rausläuft, und von den Bienen gefunden werden kann.


    - Und dann legst du den Beutel mit den Löchern nach unten auf die Oberträger des zu fütternden Volkes?


    - Macht eine Beigabe von 2-3 Eßl. Honig bei der Futtermischung Sinn?

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Moin, Kai,
    nein, mit den Löchern nach oben!
    Sonst funktioniert das doch nicht und läuft einfach raus.
    Der Gag ist doch gerade, daß die Bienen hingehen und saugen müssen, statt geduscht zu werden.
    edit: die Luft komplett aus dem Beutel streichen!
    Und ein paar Löcher, nicht wie ein Sieb, max 10.
    Was du nimmst, ob Fertigfutter oder selbst gemischt, bleibt dir überlassen; bei 1:1 bringst du aber auch genug Wasser ins Volk, um die Wasserholerinnen spürbar zu entlasten.
    Honig muß nicht mit rein; sobald die Spur des ersten Tropfens aufgenommen wurde, sind sie recht fix in großer Zahl oben.
    Mikrowelle würde ich nicht nehmen, Topf ist besser, und Temperatur so, daß du grad noch den Finger reinhalten kannst.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine
    Wie voll machst Du den Beutel? Immer wenn ich über die Methode nachdenke komm ich an den Punkt wo sich beim Hinlegen des Beutels ein Druck aufbauen müsste der dann den Sirup, bis zu einen bestimmten Flüssigkeitsstand, aus dem Beutel drücken müsste.Bei einem drittel Füllung könnt ich mir vorstellen das es klappt.
    Da Du aber sicher kontrolliert hast ob der Sirup bei den Bienen landet und nicht bei den Ameisen, nehm ich an das es funzt.
    Vieleicht kannst Du mir helfen meine Zweifel zu zerstreuen.


    Markus

    Wenn zu perfekt, liebe Gott böse! Nam June Paik

  • Hallo, Markus,
    den Beutel 2/3 voll machen, und alle Luft vor dem Verschließen rausdrücken.
    Dann auflegen und anpieksen.
    Dann kann durch die Löcher keine Luft rein und nix läuft aus.
    Im Endergebnis zutzeln die Bienis den Beutel so leer, daß er aussieht wie frisch aus der Schachtel....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    danke für deine prompte Antwort!


    Und warum muß es ausgerechnet der teure Ziplock-Beutel der Firma Toppits sein?


    Kann man auch herkömmliche Gefrierbeutel nehmen, und diese an der Öffnung 1x umgeschlagen mit einer Gefrierbeutelklemme oder Gummibändern oder dem kunststoffummantelten Draht, der immer bei den Frühstucksbeuteln beiliegt, fixieren?


    So einfach und bequem die Ziplock-Methode (Futter rein - Reißverschluß zu) auch sein mag, so teuer ist das Material und danach leider nicht mehr wiederverwendbar...

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo, Kai,
    doch, ist wiederverwendbar: Löcher mit tesa zukleben.
    Mit normalen Gefrierbeuteln und anderen Verschußmethoden (außer den fetten Klemmen) hab ich schlechte Erfahrungen, weil die nie wirklich dicht sind am Verschluß.
    Und nicht vergessen, immer nur abends auflegen, nie tagsüber (sonst fliegen sie aus und suchen, es gibt keinen Tanz für "Futter ist hier drin")

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Kai,


    eben hast Du noch große Bedenken gehabt wegen des Auslaufens - und schon fängst Du an zu experimentieren... Kopfschüttel...:roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Lieber Radix,


    nein, groß herumexperimentieren ist nicht mein Ding, werde die Anweisungen von Sabi(e)ne befolgen, so wie sie hier geschrieben stehen.


    Habe aber auch -wie wohl viele andere Imker in diesem Forum- nur das Standard-Material zuhause in der Küchenschublade liegen und wollte von Sabi(e)ne wissen, ob sie die Notfütterung auch schon mit anderen Gefrierbeuteln / Verschlüssen ausprobiert hatte, ehe sie sich für die teuren Ziplock-Beutel entschieden hat.

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Vielen Dank Sabine
    Die nächste Woche werd ich fast rund um die Uhr am Bienenstand sein und es dann mal ausprobieren.



    Gruß
    Markus

    Wenn zu perfekt, liebe Gott böse! Nam June Paik