Entwicklung Warré-Gitterboden

  • Danke, dann hab ich den Gitterboden doch nicht umsonst gebaut :wink:. Das mit den 2 Zargen ist gut, ich bin ja schon froh wenn sie die noch ausgebaut kriegen (weiß es ist schon bald Juni). Er meinte halt noch ich soll gleich die Futterzarge mit rauf machen, dann brauch ich nicht gleich wieder stören. Irgendwie wirds schon klappen. Drückt mir die Daumen, daß ich auch bald zu Euch gehöre :liebe002:

  • Kleiner Tipp,
    Bei meinen Warrevölkern hat sich zum aufpäppeln der Schwärme die Fütterung von unten eindeutig besser bewährt.
    Stell deinem Kunstschwarm einfach ein kleines Gefäß welches etwa 2 Lieter
    fasst auf das Bodenbrett, und gieb ihm jeden zweiten Abend bei Bedarf einen guten Lieter dünne Zuckerlösung 1/1 . ( Schwimmer nicht vergessen)
    Zwei Zargen schaffen sie bei ordentlich Futter / Tracht noch locker.


    Gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Ich bekomme auch jetzt den noch 2 Kunstschwärme... Einer wird auf Warre eingeschlagen und der andere auf Dadant Blatt.


    Bei der DB will ich die 2. Honigraumzarge ohne Rähmchen als Futterzarge verwenden. Bei Warre bin ich mir noch nicht sicher! Weil wenn ich die von unten Füttern will, muss ich ja jedesmal die Zargen wegnehmen und so alle Bienen nerven! Wenn ich nur Deckel heben muss wie bei der Dadant und so von oben auffüllen kann, störe ich nur einige die gerade am Nahrung aufnehmen sind.


    Oder wie hast du das gelöst Finvara?

  • Hallo,

    ich habe die letzten Tage eine Beobachtung gemacht, die eventuell gegen Gitterböden sprechen würde:

    Es war ja diese Woche tagsüber leidlich warm (so 20 Grad), aber nachts, besonders gestern und heute deutlich kälter als in den letzten Wochen.

    Mein Naturschwarm in meiner Warré ohne Gitterboden hat die Bruttraube in den letzten beiden Nächten so tief nach unten gezogen, dass Bienen den Eingang abends komplett mit ihren Körpern verstopft haben! Da war absolut keine Lücke mehr. Ich habe die Vermutung, dass die Bienen spüren, ob es nachts kalt wird und dann bereits abends den Eingang einfach zustopfen.

    Bei uns fängt zwar jetzt die Linde an, aber diese Woche hatten sie trachtmäßig sicherlich einen Durchhänger. Und da müssen sie wahrscheinlich extrem Energiesparen. Da dichten sie ab, was sie auf einem Gitterboden nicht könnten.

    Was meint ihr? Könnte was an dieser Interpretation etwas dran sein? Ich werde sehen, was sie tun, wenn es jetzt nachts wieder wärmer wird.

    Gruß,

    Markus

  • ...


    Oder wie hast du das gelöst Finvara?


    Das Auffüttern der Schwärme und Ableger erfolgt bei mir immer von unten.
    Schwärme werden bei mir erst mal nur auf zwei Zargen eingeschlagen. So ist nur ein sehr geringes Gewicht und Volumen zu händeln.
    Wenn man das Dach abnimmt und beide Zargen zusammen !!!, Kissen bleibt drauf, sachte abhebt und beiseite stellt nehmen die Bienen diesen Eingriff kaum zur Kenntnis.
    ( Natürlich ist es günstig dies in den kühlen Morgen oder Abendstunden zu machen, da befinden sich fast alle Bienen oben in der Traube.)


    - Dach abnehmen und umgedreht hinlegen.
    - Kurzer Rauchstoß ins Flugloch , 20 Sek. warten.
    - Zargen sachte abheben und auf den Kanten des Dachkastens sachte absetzen. ( über Kreutz)
    - Flaches Futtergefäß auf den Boden, Futter eingießen.
    - Zargen sachte wieder draufstellen .
    - Dach drauf.


    Dazu muß ich sagen :
    1, Meine Dächer sind so gebaut das sie umgedreht gleich als Ablage für meine Zargen dienen. Dies hat zwei Vorteile . Es werden keine Bienen beim abstellen gequetscht, und sollte die Königin einmal abfallen findet man sie im Dachkasten wieder. ( Also immer irgendwas als Unterlage verwenden.)


    2, Bei Bedarf verwende ich auch mal eine Flachzarge, oder eine dritte Zarge als untergesetzte Futterzarge. Insbesondere wenn die zweite Zarge bereits im Ausbau ist.


    3, meine Oberträger sind im Block herausnehmbar, so das bei drei Zargen beim füttern die unterste auf dem Boden stehen bleiben kann. ( Oberträger raus - füttern - Oberträger rein. )
    siehe : http://galerie.immenwiese.de


    4, Ich bin der Meinung das sich die Schwärme besser entwickeln wenn man ihnen oben nicht die Wärmekappe des frischen Brutnestes zerstört. ( Halt mal die Hand nach drei vier Tagen unters Kissen. Da ist es mollig wie am Kachelofen.) Eine aufgesetzte Futterzarge entzieht diese Wärme.
    Aus meiner Erfahrung muß ich sagen das das öffnen der Beute oben weitaus mehr Aufregung im Volk verursacht.
    Aber hiermit ist es wie mit allem. Es muß jeder die Betriebsweise finden die ihm am besten liegt. Wenn du kannst probier beides. Hab ich auch gemacht.
    Füttern von oben tu ich nur noch bei der Winterauffütterrung im August/ September, und bei Notfütterung im zeitigen Frühling.


    Gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Hallo Markus ,
    Ich stimme dir zu. Bei Warrebeuten halte ich den Gitterboden nicht nur für überflüssig, sondern auch für wiedersinnig.
    Durch die gewollte Dampfdurchlässigkeit des Kissens giebt es bei richtigem Aufbau keine Nässe. Auch nicht im Winter. ( Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen).
    Der Bien reguliert durch das relativ kleine Flugloch den Luftstrom so wie er es braucht um das ihm genehme Beuteninnenklima herzustellen. Deine Beobachtungen decken sich mit meinen.
    Selbst bei großer Hitze + 30° C, und mehr , gelingt ihm dies in Warrebeuten ohne Probleme. So meine Beobachtungen an meinen Beuten. Herkömmliche Magazinbeuten hatten im Vergleich dazu weitaus größere Probleme.
    Ein Gitterboden zerstört meiner Meinung nach dieses empfindliche Gleichgewicht des Beuteninnenklimas. Es ist dem Bien nicht mehr möglich den Luftdurchlass einer solch großen Öffnung zu regulieren oder zu beeinflussen. Somit ist die aufwändige Dach.- und Kissenkonstruktion sinnlos geworden, und wir wären wieder bei den Nachteilen der herkömmlichen Beutenkonstruktionen.


    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Mein Naturschwarm in meiner Warré ohne Gitterboden hat die Bruttraube in den letzten beiden Nächten so tief nach unten gezogen, dass Bienen den Eingang abends komplett mit ihren Körpern verstopft haben! Da war absolut keine Lücke mehr.


    Gut beobachtet. :u_idea_bulb02: Dies kann ich ebenso bestätigen. Ob die Interpretation stimmt, da rätsel ich selbst noch. Gesehen habe ich es aber selbst auch schon. Und andere Warréimker auch.


    Ich finde es zum Beispiel interessant, wie an warmen Tagen nach viel Nektareintrag am Abend das Fächeln beginnt. Mit wenigen Bienen am Eingang wird ein nach Honig duftender, deutlich spürbarer Luftstrom erzeugt.


    Ich für meinen Teil halte nach unten offene Gitterböden für den Einsatz bei Warrébeuten für kontraproduktiv.


    Des Weiteren halte ich Zementböden/-platten als Unterlage für schädlich.


    Gut bewährt haben sich die Ständerkonstruktionen aus Holzpfosten, die die Beute >80cm in die Luft heben.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Danke für Eure Antworten, auch zu Fragen der anderen Teilnehmer, das hilft enorm viel, sich zu orientieren und sich eine eigenen Meinung zu bilden!:Biene:

    Gruß,

    Markus

  • Guten Abend!


    ich habe einen Eichenstamm mit bienen drin, da habe ich das auch beobachten können, das verstopfte Flugloch. Das sie das wegen der Wärme machen, glaub ich nicht, da es keinen unfreiwilligen Luftaustausch geben kann, wen nur ein Loch existiert. Aber warum sie das tun, weiß ich auch nicht. Überfüllung, schließe ich auch aus, da die Höhle sehr groß ist.


    schöne Grüße!
    Nikolaus

  • Hallo,

    ist echt spannend, dass sie das bei Deinem Eichenstamm auch machen. An meiner Zander-Herold mit Gitterboden kann ich das nicht beobachten. Als wenn die Bienen dächten, das hat eh keinen Sinn das zu zukriegen.

    Habe gerade den Ruttner gelesen. Der beschreibt ja Bienenarten, die beispielsweise in bestimmten gefährlichen und gleichzeitig trachtarmen Zeiten ihre Fluglöcher mit Propolis zubauen. Die machen also einfach die Tür zu.

    Könnte es auch so eine Art von "nachts wird die Tür zu gemacht" sein?

    Wie ist es denn bei Warréimkern mit Gitterboden? Macht Ihr ähnliche Beobachtungen?

    Gruß,

    Markus