• Moin moin,
    heute war es wieder mal soweit, mein Nachbar (ein Schweinebauer) düngte seine Felder mit Gülle, wodurch sich der gesamte Ort unter einer Gülleglocke befand. Dabei setzt sich ein feiner Güllenebel auf alles, was sich außerhalb eines Gebäudes befindet.


    Beispiel: Wenn ich den Griff meines Garagentors anfasse, dann stinken meine Hände nach Gülle. Wenn ich nur kurz vor die Haustür gehe, dann stinken meine Klamotten nach Gülle.


    Frage: a) Kann dieser Güllenebel den Bienen schaden?
    b) Kann dieser Nebel während der Tracht den Honig kontaminieren?


    Gruß
    Klaus

  • Hallo, Holsa,
    würde es was nützen, ihn darauf hinzuweisen, daß Schleppschlauch oder Injektoren Stand der Technik sind und nicht umweltverferkelnde Prallteller?
    Ich weiß nicht, wann deren Zulassung endgültig abläuft, aber normal kannst du sowas bei der Gewerbeaufsicht anzeigen, wegen Verstoß gegen das Immissionsschutzgesetzes.
    Frag mal bei der Landwirtschaftskammer nach, in diesem Ausmaß darf er niemanden beeinträchtigen.


    Und ja, sowas in einer Volltracht kann lecker Honig machen:roll:....ebenso, wenn die Bienis güllegewürzte Pfützen als Wasserquelle aufsuchen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo sabi(e)ne,
    vielen Dank für die schnell Antwort.
    Stimmt, die Fässer haben einen Prallteller. Nun will man sich
    aber deswegen nicht das relativ gute Verhältnis mit
    seinem Nachbarn versauen. Ich denke mal juristisch
    ist er auf der sicheren Seite, wenn er die Gülle gleich einarbeitet.


    Was mich nur wundert ist, dass dieses Thema kaum Bedeutung
    hat. Oder leben die meisten Imker in der Stadt?


    Gruß
    Klaus

  • Hallo, Klaus,
    nein, aber normal wird nicht während der normalen Trachtzeit gegüllt, außer bei Mais, aber da interessiert das nicht.
    Normal sehen die Bauern zu, daß der Kram im Frühjahr drauf ist, und nicht, wenn's blüht.
    Sprich, wenn Raps, oder Akazie oder Linde blühen, passiert da eher nix.
    Das Risiko ist relativ gering, daß du dir den Honig damit versaust.


    Aber das:

    Zitat

    Beispiel: Wenn ich den Griff meines Garagentors anfasse, dann stinken meine Hände nach Gülle. Wenn ich nur kurz vor die Haustür gehe, dann stinken meine Klamotten nach Gülle.


    ist nicht mehr normal.
    Bei uns früher hat der Bauer den Acker hinter der Pferdewiese auch mit Schweinegülle beduftet, auch mit Prallteller, aber da war nix mit derartigem Nebel.
    Die Pferde hätten nix mehr von der Wiese gefressen, wenn da sowas passiert wäre, wie du schreibst, allein durch Abdrift. Und dann hätte es echt Theater gegeben...:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo sabi(e)ne,
    nach der Gülleverordnung darf Gülle und Jauche nur in der Zeit vom 15. Februar bis 15. Oktober aufgebracht werden.
    Und genau das macht er. Wenn der Weizen ab ist, Gülle rauf. Wenn die Gerste ab ist, Gülle rauf, dann Raps, dann Roggen usw.
    Was glaubst Du, wie oft wir im Sommer die Wäsche panikartig
    reinholen? Wenn ich drei Tage später die Klimaanlage von meinem
    Wagen einschalte kommt mir sofort wieder der Gestank entgegen,
    so hat sich das Zeug im Filter festgesetzt.
    Deshalb hab ich die Angst, dass die Bienen, die Gülle mit in den
    Stock reinholen, und so den Honig und sich selbst versauen.


    Na ja, vieleicht hilft es ja gegen die Varroa .:wink:


    Gruß
    Klaus

  • Hallo Drohn, hallo alle,
    nach welchen Kriterien suchen denn die Bienen ihre Wasserquelle
    aus? Qualität, Entfernung, Temperatur...?
    Und wird die Richtung auch durch Tanzen angezeigt, oder
    spielt die Wasserversorgung nur eine untergeordnete Rolle?


    Gruß
    Klaus

  • Hallo Holsa
    Wie getanzt wird weiß ich nicht.
    Nur eines ist ganz sicher :
    nah dabei,nicht zu sauber,sauer und mineralisch angereichert,schnell von der Sonne erwärmt,
    Wenn nichts dergleichen in der Nähe ist,oder du keine Ahnung hast wie man das erreichen könnte,gibt es eine ganz einfache Lösung :
    Einen Sack guten mineralischen Torf kaufen,aufschneiden,einige Kannen Wasser eingießen
    in der Nähe des Bienenstandes plazieren,3 bis 5 meter,ab und zu wasser nachgießen.
    Ab Mai ist es dann überflüssig weil sie dann alles Nötige in der Natur finden.
    Es ist die einfachste und bienenfreundlichste Bienentränke.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Isselbiene,


    danke für deine Antwort. Deine Art der Bienentränke kannte ich
    noch nicht.:daumen:
    Was mich nur interessieren würde ist, wenn in der Nähe des
    Bienenstandes sich eine Treckerspur befindet in der Gülle schwimmt, oder altes Wasser mit Spritzmittel drin, nehmen die Bienen das Wasser auf (Hauptsache nass), oder sagen sie sich
    "Nee, ich flieg mal weiter"?
    Deshalb meine Frage nach den Kriterien.


    Gruß
    Klaus

  • Hallo Klaus
    ja,wenn Bienen Wasser benötigen nehmen sie alles was flüssig ist
    Aus der Trech#kerspur werden sie nur das Notwendigste entnehmen,keine Gefahr..
    Keine Sorge,die Bienen sind schlauer als wir
    Gruß
    Helmut

  • So...jetzt wissen also die Bienen ob die Gülle von einem Biohof oder aus einer Schweine-industrie stammt?:roll:
    Kennen die den Antibiotikageschmack??
     
    holsa : Bienentränken, so wie beschrieben sind eine Quelle für Krankheitserreger und Torf gehört ins Moor!
    Lass bitte die Finger davon! BITTE!!!
     
    Danke
    der
    Drohn