Unterricht in der 8. Klasse

  • Guten Tag,


    für Anfang März habe ich wohl voreilig ein Zusage für eine Unterrichtstunde Biologie zum Thema " Was mach ein Imker ... " gemacht.


    Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Rasselband. Mit welchen interessanten Themen kann man 14 jährige in den Griff bekommen. Womit könnte man sie fesslen ?


    Für alle Ratschläge im Voraus herzlichen Dank.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Hallo, Dr. Harper,
    da hast du dich selbst ausgetrickst.:lol: Als Thema "Was macht der Imker.." anstatt vom aufregenden Leben der Bienen zu erzählen, ist natürlich äußerst übel.....:wink:


    Sonst hättest du dich mit dem Tautz-Buch bewaffnen können und Dinge erzählen, die noch nicht mal der Bio-Lehrer weiß, wie die Eskorte der Königin beim Paarungsflug.....:p


    Was macht der Imker....im Sommer wäre ja Honigernte ein Thema für Stunden, aber ich vermute, du hast keine vollen gedeckelten Honigwaben auf Vorrat für die kids?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Dr.
     
    dann rück mal raus mit Details:
    - welche Schulart in welchem Bundesland
    - was wird in den Stunden vorher unterrichtet, was in den Stunden nacher
    - ist es eine Stadtschule oder Landschule
    - wie hoch ist der Migrantenanteil
    - wie lange soll die Einheit dauern
    - ist der Unterricht im Klassenzimmer oder kann auch ins Freie zu den Bienen gegangen werden
    - Vorkenntnisse der Schüler, des Biolehreres
    - Ziel der Stunde
    - Größe der Klasse
    - kann die Klasse geteilt werden
    - zu welcher Jahreszeit soll die Unterrichtseinheit gehalten werden
    - ist der Biolehrer Klassen- oder Fachlehrer
    - ...
    ich bin selbst Klassenlehrer Klasse 8 und unterrichte unter anderem den Bioanteil aus einem Fächerverbund.
     
    - soviel voraus: es wird nicht einfach werden
     
    Gruß
    Werner

  • Na, Dr., dann kriegst du eben die Kurve und erzählst der Rasselbande , dass der Imker zunächst eine Menge wissen muss, ehe er ein richtiger Imker ist und dass dies mindestens so interessant ist, wie das was der Imker tut und dass so ziemlich alles, was mit Bienen zu tun hat auch körperlich ganz schön schwer ist. Damit erwischt du die Stelle, an der du das Bienenleben mit Mathe und Betriebsorganisation verknüpfen kannst. Am Ende deines Vortrags verabschieden sie dich dann als den Super-Berufsberater!

  • - soviel voraus: es wird nicht einfach werden
    Gruß Werner


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    da kann ich Werner nur beipflichten.Alle diese Details sind wichtig. Ansonsten würde ich möglichst viel dabei haben. Die Themen Verteidigung und Paarung sowie Produkte /Leistungen aus dem Bienenvolk, sind meistens Selbstgänger. Gut gefahren bin ich auch damit, das jeder eine Frage formulieren soll, die dann an die Tafel geschrieben wird. Dann kannst Du die Beantwortung ein wenig steuern und rennst nicht gleich ins offene Messer.
     
    Der Rest ist Tagesform.Entweder Sie Fressen oder lieben Dich.:wink:
     
    Viel Erfolg wünscht
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • :lol: Huhu, Daniel,

    Zitat

    Die Themen Verteidigung und Paarung sowie Produkte /Leistungen aus dem Bienenvolk, sind meistens Selbstgänger.


    Es geht darum, was der IMKER tut, nicht die Bienen....
    Natürlich würden sie bestimmt mit roten Ohren interessiert dem Paarungsleben des Imkers lauschen, aber das sind Minderjährige, U16....:cool:
    Was TUT denn ein Imker, was spannend wäre?
    Ich tu nix spannendes, außer vor den Kisten auf der Wiese zu liegen und Fluglöcher beobachten - DAS ist spannend, aber nicht für Nicht-Imkers.
    Problem erkannt?:wink:

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    Bruce Springsteen

  • :lol: Huhu, Daniel,
    Ich tu nix spannendes, außer vor den Kisten auf der Wiese zu liegen und Fluglöcher beobachten - DAS ist spannend, aber nicht für Nicht-Imkers.
    Problem erkannt?:wink:


     
    ..... sehe ich anders: Jeder Imker hat seine Betriebsweise.Also kannst Du alle Arbeiten am Bienenvolk erklären. Alles braucht seine Begründung die sich immer aus dem Verhalten der Bienen erklären.Von künstlicher Besamung kommst du natürliche Besamung, von Arbeitsschutz auf Verhalten der Bienen bei den Arbeiten am Volk. Von Ernte auf Produkterklärung , von Bestäubung auf Sammelverhalten.
     
    Wenn man etwas langweilig vereinfacht berichten will , dann ist keine Sache der Welt spannend.
     
    Ein Beamter füllt Formulare aus , ein Lehrer erklärt Dinge , die sowieso die Meisten nicht Interessieren, ein Postbote verteilt Post und ein Verkäufer verkauft.
     
    Begründe Dein Tun und Du wirst etwas zu erzählen haben.
     
    Ich habe natürlich meine Betriebsweise noch nicht so vereinfacht wie Du die Deinige.:wink: Ich muß schon noch etwas anderes machen , als :

    vor den Kisten auf der Wiese zu liegen und Fluglöcher beobachten


     

    Problem erkannt?:wink:


     
    :liebe002: Ja ! Wäre aber nicht meins:wink:
     
    Viele Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • @ sabi(e)ne
     
    das mit dem März habe ich überlesen, aber alles andere ist im Voraus zu beachten.
    @ all
    Und glaubt mir, einen oder ein paar wenige in diesem Alter kannst du mit Dingen rund um die Imkerei fesseln, der Rest steigt dir nach ca. 15 - 25 Minuten über die Tische, oder wenn du Glück hast, schlafen sie dir ein.
    Eindeutig ist auch nicht der Auftrag an den Dr.: soll er das Berufbild des Imkers vorstellen, dann hat es nichts im Fach Bio zu suchen oder soll er die Rolle des Imker in den biologischen Zusammenspiel der Bienen darstellen?
     
    Gruß
    Werner
    der gerade mit der Unterrichtsvorbereitung für morgen einigermaßen fertig ist.

  • Zitat

    Ich habe natürlich meine Betriebsweise noch nicht so vereinfacht wie Du die Deinige.:wink: Ich muß schon noch etwas anderes machen , als : vor den Kisten auf der Wiese zu liegen und Fluglöcher beobachten


    Glaub mir, ab einer gewissen Völkerzahl wirst du dir wünschen, daß du es könntest...aber es hat auch unter Imkers Masochisten, die gar nicht weniger tun WOLLEN.
    (warum drahten so viele mit dem dünnen fingerzerschneidenden Sauzeug von der Rolle?
    Warum verbringen so viele zig Stunden beim MW-Einlöten?
    Statt mit ihrer Familie Spaß zu haben....)
    Halt jeder nach seinem Gusto, ich bin eher dem "lazy beekeeping" zugeneigt, die Arbeitsstunde wird eben besser honoriert, und die Bienen sind auch glücklicher, wenn man weniger drin rumfummelt.:wink:

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    Bruce Springsteen

  • Halt jeder nach seinem Gusto, ich bin eher dem "lazy beekeeping" zugeneigt, :wink:


     
    eben,und wer eigentlich nichts an den Bienen macht, kann anderen natürlich auch nichts spannendens darüber berichten. :daumen:
     
    Das war übrigens Dein 8080 Beitrag in einem Forum über eine Sache, wo es eigentlich nichts spannendes zu erzählen gibt :daumen::cool:
     
    Liebe Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • :lol: Ooooch, ich mache schon was an den Bienis, aber nichts, was imkerlich unbeleckte 14jährige wirklich vom Hocker hauen würde....
    Außer FLKS, oder echte Schwärme fangen, aber das ist Anfang März nun doch zu früh.
    Mit 14 hätte mich echt nur SOWAS vom Hocker gehauen...:-D

    Zitat

    in einem Forum über eine Sache, wo es eigentlich nichts spannendes zu erzählen gibt


    Doch, natürlich gibt es Spannendes zu erzählen, warte das Frühjahr ab (evt. ist doch ne Cam drin..:-D), und dann mach ich Bilders vom Naturbau, von jeder Wabenseite von meinem Lieblingsvolk, und dann können wir stundenlang diskutieren...:lol:
    Aber normale 14jährige? *gäääähhhn*
    Die sind im falschen Alter, deswegen bleib ich ja bei meinen präpubertären Biene-Maja-Fans, die sind leichter zu begeistern...*ggg*

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    Bruce Springsteen

  • Hallo Werner,


    hier zunächst meine Antworten.



    welche Schulart in welchem Bundesland


    Gymnasium, NRW


    - was wird in den Stunden vorher unterrichtet, was in den Stunden nacher


    es ist an diesem Tag die erste Stunde.
    Ansonsten wird von der Lehrerin folgendes behandelt:


    - 3.3.: die Lebensweise der Bienen im Bienenstock bzw. im Jahr (Verständigung der Bienen "wo findet man Nektar")
    - 7.3.: Herstellung von künstlichem Honig aus Zucker (saure Katalyse) im Schülerversuch


    - ist es eine Stadtschule oder Landschule


    Stadtschule


    - wie hoch ist der Migrantenanteil
    15 %


    - wie lange soll die Einheit dauern
    45 Min.


    - ist der Unterricht im Klassenzimmer oder kann auch ins Freie zu den Bienen gegangen werden
    leider nur im Klassenzimmer,


    - Vorkenntnisse der Schüler, des Biolehreres
    ist mir nicht bekannt.


    - Ziel der Stunde
    Was interessantes über Bienen und Imkerei


    - Größe der Klasse
    32 Kinder


    - kann die Klasse geteilt werden
    Nein


    - zu welcher Jahreszeit soll die Unterrichtseinheit gehalten werden
    10 März


    - ist der Biolehrer Klassen- oder Fachlehrer
    beides.


    Soweit dazu.
    Natürlich kann ich über meine wildes und abenteuerliches Imkerleben berichten...
    aber ich möchte schon die Aufmerksamkeit der Kinder gewinnen.
    Wollte einige Bienen am Vorabend einfangen und in kleinen Glaskisten zur Ansicht mitbringen.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Moin , Moin aus Hamburg,
     
    wenn Du nur ansatzweise Zugang zu den Kindern bekommst (was gem. Deinen angaben Anzunehmen ist) ,wird die Zeit wie im Fluge vergehen. Ich plane grundsätzlich nur Doppelstunden ein , wo man dann bei Bedarf optional verlängern kann (45 min fix und 45 min optional). Für 45 min lohnt sich die ganze Aktion meistens nicht, weil man viel Zeit am Anfang verliert. Die müssen ja genau wie man selbst erst mal ein wenig auftauen. Wenn es dann läuft, ist es meistens schon vorbei.
    Ich habe bisher immer die 2 Stunde gemacht und die Schüler sind freiwillig über beide Pausen in der Klasse geblieben. Das waren jetzt aber alles Kinder bis max 16 Jahre. Das Alter spielt meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle. Wenn es läuft, dann läuft es. Wenn sie Dich fertig machen wollen, dann schafft das sogar ein Kindergarten:wink:.
     
    Viel Erfolg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)