Wie alt darf ein Apfel sein um noch als frisch deklariert zu werden?

  • Hallo nochmal,


    ich habe letzte Woche im Fernseh (Deutsches Gesundheitsfernseh) einen Beitrag über die Grüne Woche in Berlin gesehen.
    Da ging es unter anderem darüber, wie kann ich Kindern und Jugentliche die Natur mit Ihren Produkten näher bringen.
    Sie zeigten einen Workshop (Arbeitskreis :)) mit ca. 15 Kindern und Jugentlichen.
    Die Leiterin hlit einen Apfel hoch und fragte die Runde:
    Wie alt darf ein Apfel sein damit er die Deklaratieon "frischer Apfel" hat und als solcher in den Handel kommen darf.
    Es kamen Antworten von 1 Woche bis ca. 3/4 Jahr.
    War alles falsch, wer weiß es!?
    Ich tippte auch so ein 3/4 Jahr für mich und fiel aus allen Wolken.
    Wer hätte das gedacht:
    "3 Jahre!!!"


    Möchte schon wissen was daran noch frisch ist.
    Um auf meine Frage zu kommen:
    Warum dürfen wir als Imker unseren Honig nur mit einer Haltbarkeit von 2 Jahren verkaufen
    obwohl man weiß das er viel länger haltbar ist.
    Wieso dürfen diese Äpfel noch als "frisch" bezeichnet werden obwohl nach Natürlichen Regeln der Apfel doch schon mindesten 2,5 Jahre vergammelt sein müsste?
    Warum wird unser Honig nach nur 1 Jahr schon als "überlagert" bezeichnet und von den Firmen nicht mehr aufgekauft?
    Man muß sogar eine Erklärung unterzeichnen die besagt das der Honig nur vom letzten Erntejahr ist.
    Wieso geht es den beim Apfel anderst?

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Warum dürfen wir als Imker unseren Honig nur mit einer Haltbarkeit von 2 Jahren verkaufen obwohl man weiß das er viel länger haltbar ist.



    Hallo Heike,


    Du darfst ihn auch noch mit 10 Jahren verkaufen.
    Allerdings haftest Du für die Qualität.
    Deshalb wird empfohlen, auf 2 Jahre zu begrenzen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Heike,


    ich habe so einen Beitrag gesehen, da werden Äpfel bei genau definierter Temperatur
    unter einer (ich glaube) Co2 - Atmosphäre gelagert. Bis zu einem Jahr.
    Der Altersprozess des Apfels beginnt erst mit dem Erwärmen und in-Verkehr-bringen.
    Is halt so.
    Mit Honig ist es ja ähnlich. Im 300Kg Fass kannst Du ihn lagern, aber im Glas in der Theke muss ein Verfalldatum drauf.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen
    wenn ich mich nicht irre bedeutet ja auch frisch nicht, daß er eben vom Baum gepflückt wurde, sondern ist eigentlich als Gegenteil zu gekocht oder getrocknet gedacht.
    Wenn ich mich nicht irre.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Du darfst ihn auch noch mit 10 Jahren verkaufen.
    Allerdings haftest Du für die Qualität. Deshalb wird empfohlen, auf 2 Jahre zu begrenzen.


     
    Wie Hardy schon schreibt,
    es wird empfohlen das Haltbarkeitsdatum anzugeben , für welches Du unter sachgerechten Lagerbedingungen für eine Mindesthaltbarkeit garantieren kannst.
    Das ist natürlich alles ziemlich "wischi - waschi " da auch keiner auf seinem Glas seinen Kunden darauf hinweist , wie den der Honig zu lagern sei. Das lagern in transparenten Gläsern ist für ein so lichtempfindliches Lebensmittel wie Honig eigentlich sowieso problematisch.
    Ich denke, wenn da mal ein Kunde Stress machen will , ziehst Du als Imker sowieso immer den Kürzeren.:evil:
     
    Sehr traurig findet
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Zusammen,
    gehört zwar nicht ganz hierher, aber passt schon irgendwie.
    Wisst Ihr, das die Klimabilanz bei einen hierzulande geernteten Apfel nicht viel besser ist als zu einem Apfel aus z.B. Neuseeland?
    Es ist die aufwändige Lagerung, die hier zu Buche schlägt.
    Werz.B. mit dem Auto weite Strecken fährt, um Äpfel zu kaufen,
    hat u.U. eine schlechtere Klimabilanz (CO2) als wenn er importierte Äpfel aus dem nahen Supermarkt kauft .
    Erst recht mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
    Fernsehen kann auch bilden:-D.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)


    Sorry, das ich mich kurz ausklinkte, war keine Absicht, war einfach nicht da ;)


    Nein, es geht mir doch nicht das der Apfel schon uralt ist und dann noch als "frisch" bezeichnet werden darf.
    Auch nicht das der Honig ab Abfüllung im Glas 2J. haltbar (Witznummer) ist.
    Sonder , wenn ich den Honig ernte und Ihn im Großen verkaufen will , wird von mir eine Unterschrift verlangt das er im letzten Jahr geerntet worden ist und nicht im vorrletzten.
    Das braucht ein Apfel nicht, wo ist da die Logik?
    Wer wird den wieder verarscht?

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,
     
    deine Empörung verstehe ich. Doch wenn du Honigaufkäufer wärst, würdest du dann nicht auch darauf pochen, dass du frische Ware erhälst und nicht die abgelagerten Reste der Imker und diese erneut auf Lager nimmst. Der Großabfüller kauft Honig, lagert ihn, karrt ihn zum Abfüllen nach Portugal, karrt ihn wieder zurück, lagert wieder und verkauft dann. Er traut den Imkern nicht über den Weg. Ich glaube die Imker ihm auch nicht.
     
    Jetzt ist in Baden-Württemberg alles besser. Der lokale Bäbber darf jetzt auch vom Abfüller benutzt werden, wenn der liefernde Imker auch Bäbbernutzer ist.
    Wer da rom und nomm unterschreibt weiß ich nicht. Auf jeden Fall wurde illegal jetzt legal.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hier werden ein bißchen Äpfel mit Birnen verglichen. Ganz entscheidend ist, wohin der Warenstrom geht, also die Stationen Erzeuger - Händler - Endverbraucher. Werden größere Charchen Äpfel gehandelt, sind Erzeuger, Art des Anbaus und Pflückzeitpunkt sehr wohl von Interesse und werden nachgefragt. Der ganze Käse mit MHD und Frischedefinition bezieht sich nur auf die letzte Stufe, den Verkauf an den Endverbraucher.
    Auch früher war es üblich, Äpfel im kühlen Keller bis zu einem 3/4 Jahr zu lagern. Bei optimierter sehe ich keine Probleme mit längeren Lagerzeiten.


    Ganz ehrlich, wenn ich Großhändler wäre, wollte ich auch möglichst viel über meine Waren wissen wollen, schließlich lebe ich ja davon. Und solange die Möglichkeit besteht, durch Vokabeln wie "Überlagerung" den Preis zu drücken, wird das wohl jeder Einkäufer nutzen.