• Völkerverlust ? 7

    1. Winter zu Warm gewesen (6) 86%
    2. zu früh ausgeflogen (1) 14%

    Ein nettes Hallo


    Ich weiß nicht, wie mir das passieren konnte, imkere ich doch eigentlich schon seit meinem 12 Lebensjahr ! :Biene:


    Ich bin stolzer Besitzer von nur 5 Völker. Alle sind sehr stark in den , man sollte es kalendarisch, Winter, nennen, gegangen.
    Jedenfalls, ein Volk ist vollständig übrig geblieben, drei Totalverlust, eines dümpelt vor sich hin ! Na toll ! Kaum Milben Befall und so weiter. Honig Vorrat mehr als genug und trotzdem dieser Verlust. :roll:
    Wer hat denn von Euch dieses Jahr ähnliche Erfahrungen machen müssen, und woran könnte es denn liegen ? Zumal in den Beuten sind kaum tote Bienen zu finden gewesen, es hat ausgesehen, als ob die mangels Masse eingegangen sind.
    Bedanke mich für einen regen Erfahrungsaustausch, zumal mir so etwas das erste Mal passiert ist !
    Bodo

  • Hallo und willkommen hier,
    aber: gezählt wird erst am 1. Mai.....vorher sind sie nicht über den Berg.

    Zitat

    Zumal in den Beuten sind kaum tote Bienen zu finden gewesen,


    Bevor es Henry schreibt, tu ich es: Varroa.
    Wie und wie oft hast du wann behandelt?
    Wie war dein letztes Jahr wettermäßig, wie hast du vermehrt?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi
    Bei mir sind es noch 7 Völker (meine 7. Besten haben überlebt!) (von 14)
    4 wurden im Sep. von Wespen geplündert (meine schuld, ich hatte sie nicht weitgenug zusammen gerückt) und drei sind im Okt. definitiv an der V-Milbe zusammen gebrochen (vier Zargen Folk im Aug -Sep. innerhalb von 3 Wochen abgeflogen und aufgelöst)


    Ich hoffe dieses Jahr kann ich vieles Besser machen!
    - Naturbau - übergang zu kleinen Zellen über 5.2 und Effektivere Behandlung.... ich muss noch viel, sehr viel lernen!


    Cheers
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.

  • Tag zusammen!
    Ich habe 2007 mit der Imkerei angefangen. Von meinen anfangs 8 Völkern fliegen munter alle 8 und tragen Pollen ein. Bisher keine Verluste. Nur hab ich festgestellt, dass teilweise die Vorräte ziehmlich abgenommen haben. Denke, das liegt an unserem sibirischen Klima hier. Nachts zwischen - 5 und max - 14 Grad und tagsüber wieder + 10 Grad oder mehr. Und dieses Spiel seit Anfang Dezember.


    Grüße
    Andreas

    Jungimker seit 30.03.07, derzeit 12 Wirtschaftsvölker, Carnica auf Zander, Hohenheimer Einfachbeute

  • Hallo,


    ich hab sie noch alle. Nur ein letztjähriger Ableger wirkt es etwas schwach. Der wirds wohl nicht packen. Futtersituation ist ganz gut. Tagsüber können sie derzeit fliegen und tragen Pollen ein.


    Behandelt habe ich bis in den Oktober hinein mit AS 85% durch Nassenheider Verdunster - solange wie es ging, da ich immer wieder erneuten Milbenbefall feststellte. Ich bin also ein fleißiger Milbenzähler :-)


    Anfang Dezember (kurz vort der Kältewelle) dann OX beträufelt.


    Mal sehen wie`s im März aussieht.


    Gruss
    Veet

  • Hallo Bodoherbert Fleischer,
    die ist ein falsches Vorgehen. Wer schon lange imkert und das seither ohne Probleme, sollte seine Schwachstelle suchen und nicht gleich auf bisher nur theoretische Verfahren umsteigen.
     
    Ein alter Mann sagt mal zu mir: "Glaube nur das, was du selbst gesehen hast."
     
    In meinem Dunstkreis sind auch Kleinzellner. Ehrliche Menschen und überzeugt. Einen Jubelschrei habe ich noch nicht gehört.
     
    Gruß
    Remstalimker


    Besucht doch mal http://www.Imkerverein-Waiblingen.de/

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)
    Hey Bodoherbert und alle Anderen,
    Sabine ich will Dir ja nicht an das sprichwörtliche Bein "pi..." aber macht Ihr/Du Euch es mit der Aussage : Varroa !, nicht zu einfach?


    Ich vermute das es am Anfang nicht die Varroa war und ist , Bodoherbert schreibt bei der Behandlung kaum Milbenbefall!
    Was könnte die Ursache dafür auch noch sein, sagt jetzt bloß nicht , er hat nicht richtig behandelt.
    Meiner Meinung war der Pollenmangel letzten Herbst zum großen Teil Mitschuld.
    Hast du nachgeschaut ob unter dem Futter deiner toten Völker ,Pollen ist.
    Erinnert Euch an das Wetter letzten Jahres:
    Sehr früher Frühling, alles mind. 1 Mo. zu früh, dann hat es nicht so lange geblüht wie sonst und danmit bei uns schon im Juni keine Tracht und nur noch etwas Polleneintrag.
    Der sehr verregnete, kalte Sommer (Juli-August), die Bauern konnten erst sehr spät Ihren Weizen ernten und somit kam auch der bei uns dringent für den Herbst benötigte Senf (Pollennahrung) zu spät in die Erde.
    Da keimte er durch das schlechte Wetter sehr spät und kam erst Mitte September voll zu Blüte.
    Da aber die Bienen für Ihre Winterbienenerstellung Pollen in großen Mengen brauchen (wer von Euch hat im Juli-August zu sich gesagt: Mann sind da Pollenbretter drin!?) wurden durch den Mangel nur schlechte Winterbienen erzeugt.
    D.h.: Es wurden Sommerbienen erstellt.
    Die Bienen erholten sich nur scheinbar und nach ca. 8 Wo. im November waren Sie plötzlich nicht mehr da.
    Schadensbild wie bei der Varroa, die am Schluß natürlich mitgeholfen hat.
    Da ja nicht mehr viel Bienen da waren , die die Brut pflegen konnten konzentrierten sich die restlichen Milben auf die Restbrut.
    Upps, und da war das Schadbild. Und natürlich ist wie immer die Varroa schuld.
    Ich streite nicht ab, das im Einzelfall die Milbe ganz schuld ist.
    Aber bei dem Völkerausfall diesem Jahres ist Sie es nicht nur.
    Schlud sind mehrere Faktoren:
    1. Frühes und warmes Frühjahr
    2. Varroabefall
    3. zu frühes Trachtende in einigen Orten Deutschlands
    4. zu viel Monokulturen in der Landwirtschaft und daraus resultierente
    5. schlechte Pollenversorgung
    6. das schlechte Sommerwetter
    7. und das schlimmste der Mensch selber
    Leider muß ich mich auch dazuzählen, das ich mich von der Stärke der Völker habe blenden lassen und nicht genau hingeschaut b.z. wie ich es jetzt gemacht habe, die Wettersituation und damit der ganze Ablauf des Biens nicht überlegt habe.
    Das passiert mir garantiert (hoffentlich) nie wieder.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Bienenfreunde!


    Ich hatte noch keine Verluste und habe noch alle Völker. Aber nach der Restenmilbung am 08. Dez. ist mir beinahe schlecht geworden. Beim "Spitzenvolk" hatte ich über 1000 Milben Abfall. Es hat überlebt und ist zur Zeit noch volksstark.


    Die Fragestellung ist grundsätzlich falsch. Denn bei keiner der beiden Möglichkeiten ist ein Völkersterben damit verbunden. Bei einem bereits abgestorbenen Volk kann doch unmöglich ein früher Ausflug schuld sein und der milde Winter ebenfalls nicht. Diese Parameter könnten sich höchstens in einer guten oder schlechten Volksentwicklung im Frühjahr bemerkbar machen.


    Da waren schon Fehler in der Spätsommerpflege oder andere Haltungsfehler (z.B. unterbrochener oder zu kurzer Zerrweg, zu schwache Einwinterung usw.) verantwortlich. Bei Varroaschaden sind die Fehler nicht im letzten Herbst, sondern bei der vorletzten Varroabehandlung zu suchen. Hätte die vorletzte Behandlung geklappt, wären letzten Herbst nicht zu viele Varroen da gewesen.


    MfG
    Honigmaul

  • Moin, moin, Heike,
    ich fühle mich nicht angepi***, das hier ist schließlich eine Diskussion :wink:
    Genau das, was du schreibst, hatte ich doch letztes Jahr auch.
    Alles viel zu früh, April glühheiß ohne Regen, Mai kalt und komplett verregnet, und Trachtende am 20.Juni statt 25.Juli...danach ging es erst im August wieder weiter.
    Und hier im Forum hat man mich komisch angeguckt, als ich im Juni Pollenpatties gefüttert habe....
    Es war nix an Pollen in den Kisten drin, und die Bienis fast aus der Brut, was sich nach dem Füttern dann aber wieder schlagartig änderte.
    (Und wenn es sein muß, mach ich das dieses Jahr wieder ganz genauso.)


    Natürlich sind die Verluste immer von vielen Faktoren abhängig, und eher selten monokausal, aber den letzten entscheidenden Tritt kriegen die Bienen immer von der Varroa, wenn sie es sonst noch so gerade eben gepackt hätten.
    Aber ich krieg immer Gänsehaut, wenn mir jemand erzählt, wie wenig Milben er hat, denn da frag ich mich immer, wie er den Erfolg seiner Behandlungen kontrolliert.
    Ein Bekannter hat 3 Wochen im Juni/Juli Langzeit-AS gemacht, und meinte, er hätte jetzt kaum noch Milben drin. Eine Woche danach haben wir testhalber 1x OS verdampft, und sein Gesicht drei Tage später angesichts seiner Bodeneinlage war sehenswert....und jetzt hat er einen eigenen Verdampfer.
    AS ist in unserem Klima schlicht zu unsicher als Langzeitbehandlung, dann schon eher Schwammtuch als Blockbehandlung oder eben OS-Dampf.


    Ich mecker ja selbst über Henry (:wink:), der so ziemlich jeden Verlust an Varroa festmacht, aber in letzter Konsequenz hat er leider recht, daß die Milben immer das Zünglein an der Waage sind, entweder direkt oder indirekt durch die Viren.
    Ohne hätten wir viel öfter Mickerlinge im Frühjahr, aber nicht immer sofort diese Wahnsinnsausfälle.
    Und auch wenn hier einige wieder quietschen werden: wenn das so weitergeht, werden wir regelmäßig Pollenersatz füttern müssen, weil von draußen einfach nicht genug oder qualitätsmäßig reinkommt, egal ob das am Wetter oder der Landwirtschaft liegt.
    Eiweiß ist für alle Lebewesen der entscheidende limitierende Faktor, und wer das ignoriert, wird mehr Ausfälle haben.
    Letztendlich ist es wurscht, ob die Bienen das Eiweiß als Pollen fressen oder als Mischung von Aminosäuren, Hauptsache, das Profil stimmt.
    (ich bin mir aber noch sehr unsicher, was die Pollenöle angeht....Hinweise sehr willkommen).
    Natürlich ist das Mist, wenn man so nachhelfen muß, aber solange die Bienen keinen echten Wert in der Gesellschaft haben, wird es eher noch schlimmer als besser werden.
    Vielleicht sollten wir mal eine Werbeagentur mit unserer Interessenvertretung beauftragen, die sind wenigstens Profis...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,moin
    Mein Versuch ein kleines Volk,das keine Pollen mehr hatte,mit Honig zu füttern ist gescheitert.Der Pollenanteil im Honig ist zu gering.Exitus
    Auch ich bin der Meinung,das wir nach Pollenersatz suchen müssen.
    Dieses Jahr geht ja schon genau so los wie das Letzte
    Vielleicht brauchen wir es schneller als uns lieb ist
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Sabi(e)ne,
    was sind Pollenpatties :confused:
     
    Meine Beiden Ableger vom letzten Jahr sind schon schön geflogen:p.
     
    Allerdings hab ich eine Reihe von toten Pollensammlerinnen vor den Beuten gefunden. (haben die alten Tanten gesammelt und sind dann kurz vor dem Ziel zusammengebrochen? Oder gibt es eine andere Erklärung?)
     
    Viele Grüße LULU

  • Moin, Lulu,
    Pollenpatties sind flache Fladen einer Mischung von echtem feinstgemahlenem Pollen (wenn man denn welchen hat), Sirup oder Honig, plus Bierhefe und Trockeneigelbpulver.
    Klebt wie Sau, ist am besten im Betonmischer herzustellen (ersatzweise sehr kräftige Küchenmaschine), und wird bei echtem Pollenmangel von den Bienen geradezu inhaliert.


    Im frühen Frühjahr sind ordentliche Anflugbretter Lebensretter für ausgepowert heimkehrende Bienis, die schwerstbeladen den letzten halben Meter nicht mehr im Flug schaffen.
    Wenn sie auf den kalten Boden fallen, ist das meist das Ende.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • @ sabi(e)ne,
     
     
    aaah ein Anflugbrett tut not! Meine haben nur eine Terrasse. Was ist mit Mäusen? Ist das nicht geradezu eine Einladung? Muß man die abends wegstellen?
     
    Und... machst Du den Ersatzpollen selbst?
    ich guck gleich mal in die Suchfonktion:wink:
     
    Viele Grüße LULU