Sortendifferenzierung durch Laien

  • Hallo,
     
    Gestern habe ich Sommer/Wald Honig abgefüllt. Der Honig war etwas rötlicher (rotbraun) und flüssiger. Jetzt würde ich halt gerne wissen, welche Tracht da noch im Spiel war. Gibt es irgendwie Farbtabellen, Beschreibungen, o.Ä. die mir da weiterhelfen könnten?
     
    Ich weiss, dass nur über eine objektive Messung die Sorte gekennzeichnet werden darf, aber sicher können die alten Imker-Hasen aufgrund der Farbe, Konsistenz und des Geschmackes auf die Tracht schliessen. Ich muss leider zugeben, dass ich Schwierigkeiten habe, ähnliche Honige geschmacklich so zu differenzieren, dass ich die verschieden Trachtanteile bestimmen könnte.
    Ich frage mich auch, wie das bei ner Prämierung läuft, die Prämierer brauchen doch auch halbwegs objektive Vergleichs-Referenzen.
     
    wäre dankbar für Eure Meinung/Hilfe
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • entweder mag mich keiner, oder meine Frage war bullshit, oder beides



    ...oder es hatte keiner Zeit, oder es hat keiner gelesen, der darauf eine Antwort weiß...


    Moin Gerhard,


    meine Meinung als Hobbyimker: Sorten kaufen und immer wieder probieren.
    Ist ein Erlebnis und schult den Geschmack und Du hast was auf´m Butterbrot.


    Andere Möglichkeit: Untersuchung beauftragen. Kostet aber...


    Nur vom anschaun wird nix draus.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Gerd,


    wenn du es SO genau wissen willst, musst du deinen Honig im Labor untersuchen lassen. Ansonsten hilt dir die Beobachtung deiner Region. Du siehst ja, was gerade blüht und kannst dann anhand eines Trachtpflanzenbuches und des Zeitraumes darauf schließen, was deine Bienen Heim gebracht haben. SO machts der "Laie".


    Eine Messung macht man eigentlich nur bei Waldtrachten, da über den Leitwert z.B. Tannenhonig bestimmt werden kann. Bei Blütentrachten in bayersichen Raum kommt im Frühjahr sowieso nur überwiegend Raps oder Löwenzahn oder eine Mischung in betracht - mit Beimengung von vielen anderen Sorten, bei mir z.B. mit Ahornblüte.


    Machs nicht zu kompliziert. Ob beim Waldhonig noch Weidenröschen, Brombeere oder Himbeere mit drinnen ist, ist doch meist nebensächlich, solange ÜBERWIEGEND Honigtautrachten drinnen sind. Das schmeckst du und siehst schon. Zur Eichung deines Geschmackssinnes hilft halt nur Übung. Möglicherweise auch durch Honig von Kollegen.


    Servus
    Reiner


    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo und danke!
     
    was zu dieser Zeit geblüht hat, kann ich schon feststellen. Das Problem ist nur, dass meine 8 Völker im gleichen Zeitraum etwas unterschiedlichen Honig eingetragen und ich jedes Volk separat abgefüllt habe. Diese kleinen Unterschiede beeindrucken mich so sehr, dass ich auf keinem Fall aus der ganzen Ernte eine "Einheitspampe" machen will.
    Wenn mich aber ein Kunde fragt, wieso Geschmack und Aussehen meines Honigs schwanken, muss ich anfagen zu schwafeln (Naturprodukt, usw.), ich kann ja leider nicht sagen, dass (zwar ohne genau Prüfung aber aufgrund der visuellen/geschmacklichen Eindrücke) z.B. diesmal mehr Brombeere drinnen ist. Ich habe keine grosse Vermarktung, aber ein paar sehr interessierte Kunden, was mich eigentlich sehr freut. Ausserdem wurmt mich das selber, keine (einigermassen zuverlässigen) Zuordnungen machen zu können.
     
    @ Reiner, kannst Du es schmecken, oder sehen, dass bei Dir Ahornblüte drinnen ist? Ich tu mich da total schwer. Wie kann man das effizient lernen? Vielleicht muss ich mir wirklich nen Karton verschiedener Sortenhonige anschaffen und immer "Gegenprobieren". Gottseidank ist Honig ja alkohlfrei, wenn ich da an Weinproben denke ....:oops:
     
    nochmal Danke und viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.