Wachs reinigen

  • Hallo,
    wir haben wiederholt versucht Kerzen aus eigenem Wachs zu giessen. War leider nie ein richtiger Erfolg.
    Das Wachs habe ich mit einem Dampfwachsschmelzer aus den eigenen Waben geschmolzen und danach 2x bis 3x in einem Wecktopf mit Wasser gekocht und jeweils aushärten lassen. Nach dem Aushärten habe ich die auf der Unterseite des Wachsblocks entstandene Schicht mit ausgeschiedenen "Dreckteilen" abgeschnitten.
    Das so erhaltene Wachs habe ich dann im heissen Zustand vor dem Kerzengiessen jeweils noch durch ein Stofftuch gefiltert.
    Die so hergestellten Kerzen brannten meistens eine zeitlang relativ gut (ca 1/4 der Kerzenlänge) und gingen dann aus. Meine Vermutung nach war das Wachs noch nicht sauber genug und hat die Oberfläche des Dochtes verstopft und somit das Nachsaugen des flüssigen Wachses verhindert.
    Was kann ich mit meinen Mitteln als Hobbyimker (mit relativ geringem Aufwand) tun, um ausreichend sauberes Wachs zu erhalten?


    Gruß Hans

  • Hallo, Hans,
    das ganze Geheimnis liegt im extrem langsamen und bewegungslosem Abkühlen des Wachses.
    Wenn du kannst, besorg dir einen alten Kühli, mach deine Wachsmengen so groß wie möglich, und laß sie darin gaaaaaanz langsam abkühlen (meine in alter TK-Truhe brauchen eine Woche).
    Dann die Zankschicht abkratzen und mit insgesamt 2x klären auf diese Art müßte es klappen.:wink: Oder auch mal andere Dochte testen...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Hans


    So ist es, wie Du sagst. Das Bienenwachs enthält noch zuviel Pollen, und dieser verstopft den Docht. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Bienenwachs sehr, sehr rein sein muss, wenn die Kerzen bis zum Schluss schön brennen sollen. Darum muss das Bienenwachs, nachdem Du es durch eine alte Strumpfhose gefiltert hast, noch ca. 24 Stunden lang in einem wärmegesteuerten Kochtopf bei ca 80 Grad Celsius flüssig bleiben, damit sich der Pollen unten absetzen kann. Und dieses Klären musst Du zwei Mal machen. Die mokroskopisch kleinen Pollenkörner dringen auch durch die kleinsten Maschen eines Tuches.


    Gruss Jon

  • hallo wabenhansel
    passiert ihr schon mal,
    nur wir sind die bösen,
    wenn wir darauf so reagieren wie sie auf unsere fehler.

    Gruß Brun0


    Imker sind Kniepsäcke sie schenken anderen nicht mal Glauben

  • Hallo,


    im Buch "Bienenwachs" von Klaus Nowottnick wird empfohlen, in einer "grossen Aluminiumpfanne" jeweils 0,6l Regenwasser auf ein Pfund verschmutztes Wachs mit jeweils 2 Teelöffel Wasserstoffperoxid zu versetzen. Dies soll langsam zum Kochen gebracht werden.


    Hierdurch soll das Wachs zum einen gebleicht werden. Zum anderen sollen die bei der Zersetzung des Wassertoffperoxids entstehenden Blasen dafür sorgen, dass die Schmutzteilchen sehr intensiv mit dem Wasser in Kontakt kommen und der "Schmutz" soll somit besser abscheidbar sein.


    Ich könnte ich mir dies schon als recht wirkungsvoll vorstellen, nur mit der "Aluminiumpfanne" habe ich so meine Probleme.


    Hat jemand mit der beschriebenen Methode praktische Erfahrung?


    Gruß Hans

  • Moin auch


    Wie bekommt Ihr die untere Schmutzschicht wirkungsvoll vom "sauberen" Wachsblock ab?
    Ich versuche immer diese Schicht abzukratzen.
    Es bleibt aber immer etwas zurück.
    Gibt es eine bessere Methode oder eine einfachen Trick?


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hey Sabine


    Schöner Trick, danke.


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935