Was machen mit ausgeschnittener Drohnenbrut?

  • In die Drohnenwabe gegen die Sonne geschaut - kleine dunkle Punkte in den Brutkammern sind die Milben.

    das geht??

    das wäre ja super!!!!!

    Hast du einen Ahnung bis zu welchem Entwicklungsstadium man was sehen kann?

    ich schneide nämlich bei meinen besten Völker ungern die Drohnen ohne Grund aus.

    muss ich unbedingt ausprobieren!

    VG

    Martin

  • Als wir noch Hühner hatten, war die Drohnenbrut ein Leckerbissen für sie.

    Jetzt habe ich gute Königinnen, deren Drohnen dürfen bleiben.

    Ich denke, Drohnen sind wichtig für das innere Gleichgewicht des Volkes, also schneide ich Drohnenbrut eher selten.

    Besser gegen Varroa ist eine gute und konsequente Sommer- und Winterbehandlung finde ich.

  • Unser Zuchtobmann in Thür. meint, wir Imker (ja, auch die kleinsten Hobbyisten) müßten mit derselben Strenge und Konsequenz (auch) nach Varroatoleranz selektieren, wie das früher bspw. mit Stechern getan wurde. Nur das beste Volk eines Standes dürfe seine Genetik weitertragen, alle anderen nicht. Erst wenn alle so streng verfahren (oder mindestens die Allermeisten), erst dann könnten wir Tendenzen, ja Entwicklungen sehen. Er fügt meist an, daß er sich als Züchter sicher freue, wenn man ihm Königinnen abkauft - aber das sei nach seiner festen Überzeugung nicht der Weg, um das Problem mit Varroa zu lösen. Entscheidend sei, Varroatoleranz mit der genetischen Vielfalt/Anpassung vor Ort zu verbinden und sie so in der Fläche zu etablieren. Das geht freilich nur gemeinsam.

    Oder negativ ausgedrückt: Schon ein einziger Bienenstand kann mit seinem nicht selektierten Drohnenmaterial die Standbegattungs-Ergebnisse sämtlicher Nachbarstände und deren mühsame Selektions- und die davorliegende jahrelange Zuchtarbeit selbst der besten Züchter sabotieren und entwerten.

  • Das ist alles richtig, nur lassen sich alt-eingesessene Imker hier nicht von einer Anfängerin und noch dazu von 'ner Frau überzeugen.

    Zitat : " Ich bin froh über jedes stichige Volk, das hält mir die Vandalen vom Leib ! " und

    "Wir machen das schon immer so, ohne das ganze neumodische Zeugs. "

    Imkern tut man dann im Vollschutz. Und alte Perizinvorräte werden noch aufgebraucht.


    Meine paar Drohnen machen da das Kraut sicher nicht fett...

    Zum Heulen ;(;(

  • Hallo Ingrid,

    es tatsächlich zu heulen, wenn ich diese seit Jahren, leider auch in diesem Forum, Gebetsmühlenhaft wiederholten Sprüche über die alt-eingesessen Imker lesen muss.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Hallo Ingrid,

    es tatsächlich zu heulen, wenn ich diese seit Jahren, leider auch in diesem Forum, Gebetsmühlenhaft wiederholten Sprüche über die alt-eingesessen Imker lesen muss.

    Gruß Eisvogel

    Hallo Eisvogel,

    dann ist ja alles gut und wir können alle gemeinsam heulen und sind wieder vereint. Zum Heulen ist

    es tatsächlich auch, wenn man diese seit Jahren, leider auch in diesem Forum, gebetsmühlenartig

    wiederholten Sprüche über die Anfänger Imker lesen muß.

    Auenbiene, die großen Respekt vor Alt Imkern hat und sie generell ausgesprochen gut leiden mag

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • ...nur lassen sich alt-eingesessene Imker hier nicht von einer Anfängerin und noch dazu von 'ner Frau überzeugen.

    Sag das nicht. Du hast mehrere Möglichkeiten und einen uneinholbaren Vorteil: Deinen Charme! Locke die Kollegen auf ein anderes Spielfeld, dann klappts besser.

    Viele Skeptiker auch bei uns haben erst angefangen, unvoreingenommen nachzudenken, als ihnen eine Autorität - der Zuchtobmann vom Landesverband Thür. - in einem Fachvortrag auf dem Mitteldeutschen Imkertag in Erinnerung gerufen hat, mit welcher Bienengenetik man früher in den 50er, 60er Jahren imkern mußte. Sie haben über eine Stecherstory von damals herzlich lachen müssen und fühlten sich heldenhaft, weil sie schon als Kinder bei Großvater/Vater ohne Widerrede solche Stories selber durchleiden mußten (sonst gab es noch eine Kopfnuß vom Imker obendrauf). Nach dem Gelächter waren sie ganz Ohr und verstanden auf einmal, warum es so entscheidend ist, daß jeder Imker bei der notwendigen Selektionsarbeit mitmacht. Stecher werden nicht geduldet, von keinem, hieß es damals. Und daran hat sich nahezu jeder Imker gehalten und mit den Jahren hatte sich die bessere Genetik dann auch durchgesetzt, die von Spezialisten schon vorher erzüchtet war. Das verstehen gerade die Altimker dann auf einmal, die sich noch nie eine Zuchtkönigin geleistet haben - wenn sie mal ehrlich ihre heutigen Standbegattungsergebnisse vergleichen mit denen aus ihrer Kindheit.


    Leider ist die Beurteilung von Varroatoleranz nicht so einfach und offensichtlich wie bei Stechereigenschaften. Aber das kann und darf uns nicht hindern, trotzdem zu selektieren. Dabei sind Fehlentscheidungen nicht ausgeschlossen, aber in der Summe aller Imker immer noch besser als gar keine Entscheidungen. Das sehen dann auch die alten und erfahrenen Imker ein, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind. Drohnenschneiden ist auch schon eine Entscheidung, die sich kollegial auswirkt, selbst wenn man außer diesem ersten Beitrag nichts weiter zur Verbesserung der Genetik beitragen kann oder will.

  • Es muss doch Platz geschaffen werden für den neuen Vorrat gegen den kleinen Beutenkäfer.

    M.W. gibt es kein TAM gegen den Kleinen Beutenkäfer (KBK), nur Kälte (Tieffrieren von Waben und Beuten >12 h bzw. > -12 Grad Kerntemperatur über > 24 h lt. Schweizer Bienenzeitung Sept. 2015 S.13-15) und das Verbrennen.

    http://www.bienen-nw.ch/burch/kl.-beutekafer-brigitta.pdf

    https://www.fli.de/fileadmin/F…en/Flyer_SHB-201502-2.pdf

  • Ich schneide auch nur von denen Völkern, wo ich die Genetik nicht weiter verbreiten möchte oder als Schwarm Indikator.


    Ich habe kein Dampfwachsschmelzer. Ich koche das alles immer. Aber das gibt dann nur so ein eckelhafter Brei aus dem kaum Wachs raus kommt.

    Das ist irgendwie Mist. Wie kann ich das denn anders/besser machen?

  • Hallo Ingrid,

    es tatsächlich zu heulen, wenn ich diese seit Jahren, leider auch in diesem Forum, Gebetsmühlenhaft wiederholten Sprüche über die alt-eingesessen Imker lesen muss.

    Gruß Eisvogel

    Diese Sprüche wurden zu mir an unserem Küchentisch gesagt, ich wiederhole nichts über 3 Ecken.

    Es war auch nicht verallgemeinernd gemeint, deshalb schrieb ich ja auch "hier".

    Ich respektiere die Leistungen der "Altimker ", von ihnen - wie auch von meinem Vater - , durfte ich sehr viel lernen !

    In jeder Altersgruppe wird es wohl einige Dickschädel geben.

    Und nein, ich zähle mich nicht zu den jungen mit meinen 61 Jahren.;):)

  • Es gibt den Tipp:

    In die Drohnenwabe gegen die Sonne geschaut - kleine dunkle Punkte in den Brutkammern sind die Milben.


    Gegen die Sonne schauen würde ich in diesem Frühjahr gerne aber ich sehe sie bei uns nur so selten. ;(:(

    LG Stefan - Ich lerne die Bienen seit vielen Jahren kennen, bin noch lange nicht am Ziel :):):)