Lehrbücher, Einführungen

  • Papier ist geduldig.


    Dass jemand den aktuellen Imker-Boom nutzt, um noch ein (Einsteiger-)Buch zu schreiben, von denen es bereits dutzende gibt (Schritt für Schritt usw.), sagt noch nichts über die Qualität desselbigen aus.


    Bei deinem Anfängerkurs kannst wahrscheinlich besser beurteilen, wie sehr aus der Praxis die Tipps kommen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Hallo Kuden-Imker,

    da magst du sicher grundsätzlich recht haben. Ich würde (ohne ihn zu kennen) Jean Riondet aber jetzt nicht ganz Unerfahrenheit unterstellen.(Er hat vor vielen Jahren schon mal ein Imkerbuch geschrieben, da gabs den Boom noch nicht und er sieht mir jetzt nicht aus wie jemand der sich jedes Jahr neue Völker kaufen muß ;-)

    Aber gerade deshalb hätte ich gerne von den geneigten Mitgliedern dieser Runde mal eine Meinung zu der beschriebenen Aussage. Vielleicht kennt ihn ja auch einer hier...


    Dank Euch


    Alex

  • Hallo Alex,


    habe mir kürzlich das Buch "Das erste Bienenvolk" von Jean Riondet gekauft. Ist auch schön gemacht und gut zu lesen, aber: Dort steht: "Man verwendet Futterteig während der kalten Jahreszeit, um die Honigvorräte der Bienen zu ersetzen, beziehungsweise zu ergänzen..."

    Der Ulmer macht letzlich viel auf "Imker" Bücher ....

    .... aber selten wirklich mehr, als schön geschrieben.

    8)

    Jean Riondet ist, im südfanzösischen Raum Lyon beheimatet.

    Das ist für einen Anfänger bei uns nicht unbedingt hilfreich.

    :/

    Was auch toll in dem Buch ist, sind der Eigenbau von Thymolplatten ....

    =O

    Sind doch ganz andere Verhältnisse ....

    ... wer rät denn zu solchen Büchern ???

    8|

    (hoffentlich hast Du das Buch nicht,

    wie Andere aus unserer "unbrauchbar" Verkauf letzten Winter).

    ;)

    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin, ohne näher auf das Thema einzugehen!

    Wer zwischen November und März füttern muss, hat was falsch gemacht und das fällt dann unter der Kategorie Notfütterung.

    Lg Uwe

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Moin, ohne näher auf das Thema einzugehen!

    Wer zwischen November und März füttern muss, hat was falsch gemacht und das fällt dann unter der Kategorie Notfütterung.

    Lg Uwe


    oder spezielle Betriebsweise!


    Warum muss man immer in das Schema F reinpassen ?

    Wenn Schema F nicht passt, dann ist DER oder DAS was er macht SCHEISSE.

    Ich zumindestens hab bei einem Vortrag schon mal gehört dass ein Berufsimker im März ALLEN seinen Völkern Futterteig auflegt. Er hat sich das so überlegt, es ausprobiert und es scheint zu funktionieren ;)

  • Dann erkläre mir bitte, warum der Vortragende das gemacht hat. Für mich ist und bleibt das in der Kategorie Notfütterung.

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Reizfütterung ist umstritten und von mir nicht praktiziert. Aber vorsorglich etwas unternehmen was evtl. passieren könnte?

    Außerdem soll mir gerne der Soapp den Vortrrag erklären.

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Reizfütterung ist umstritten und von mir nicht praktiziert. Aber vorsorglich etwas unternehmen was evtl. passieren könnte?

    Außerdem soll mir gerne der Soapp den Vortrrag erklären.


    Soweit ich das noch in Erinnerung habe:


    Zander, einzargige Überwinterung, 1 Packung Futterteig im März

  • was bei zweizargigen idR nicht notwendig ist, wird bei einzargiger Überwinterung zur Vorsorge- 2kg Futterteig/Volk für 3€ sind eine überschaubare Menge/Summe für keine verhungerten Völker, genauso wie 1-2 Reservefutterwaben/Volk von den starken Völkern im Spätsommer gefüllt. Die einzargige Überwinterung erfordert mehr Sorge und Überwachung, aber produziert auch wesentlich weniger Futterwaben, die entnommen nie verbraucht werden, wenn auf Vermehrung über Kunstschwärme statt Ableger gesetzt wird.


  • Bernhard Heuvel hat hier schon mal beschrieben, wie man Völker im Mini+ oder Warrė einzargig mit Futterteig erfolgreich überwintert. Allerdings ist das keine Betriebsweise sondern Notfallprogramm .

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • kleine Waben wie Kieler, Miniplus ect meinte ich nicht mit einer Zarge, da ist zuwenig auf einer Wabe bzw bei mehr Zargen steigt die Gefahr des Futterabrisses. Eher Kuntzsch, DNM, Zander... mit 6-12 Waben...


    ob man mit Schieden, Reizfütterung oder Vereinigen frühtrachtreife Völker erreicht ist egal- wer zur Tracht nicht genug Flugbienen und Lagerraum hat, verpennt es als Entwicklungstracht.

  • Moin,

    Bei einzargiger Überwinterung kann es auch im Seegeberger zum Futterabriss kommen, vor allem bei nicht ganz so starken Völkern. Aber gerade deswegen haben sie ja nur eine Zarge.

    Solch Sorgenkind habe ich in diesem Frühjahr gerettet. Ursache war ein schwerer Mäuseschaden. Die Maus hat sich trotz Gitter durch den Unterboden gefressen.

    Als ich bemerkte, dass trotz jeder Menge Müll in der Kiste eine etwa fussballgrosse Bienentraube friedlich unter der Folie vor sich hinmümmelt. nahm ich ein Pfund Futterteig aus Restbestand der Weiselzucht und einfach unter die Folie auf die Traube.

    Eine Lehrzarge und Verpackungskissen drauf, Gitter ergänzt und weiter beobachtet.


    Als dann Frühling wurde, war das ganze Ausmaß des Schadens zu sehen, aber es hat sich gelohnt: eine voll verdeckelte Zarge Robinienhonig und später noch mal eine halbe.


    Wobei es nicht die Regel sein sollte, Notfütterung mit Teig vorzunehmen, aber in einem langen Imkerleben kommt so einiges vor.


    Grüße Ralf