Auszug aus dem Imkerfreund 2/2008

  • Dafür stehen die Ursachen für die aktuellen Verluste bereits fest:


    Während man für die Verluste nach dem Winter 2002/2003 einen multifaktoriellen Ursachenkomplex vermutete, sind es für die nunmehrigen Verluste konkret der Witterungsverlauf des vergangenen Jahres vom Winter 2006/2007 beginnend, bis zum Herbst 2007, der die Entwicklung der Varroamilbe begünstigte sowie Bekämpfungsmaßnahmen und die Entwicklung der Bienenvölker zeitweise erschwerte.
    Damit hat sich das Bienenmonitoring überlebt!

  • Hallo Franz,


    die Verluste haben von meiner Sicht viele Ursachen, der sehr milde Winter 2006/2007 hat einen sehr großen Teil dazu beigetragen.
    Die Völker haben durchgebrütet so war eine sichere und wirksame Winterbehandlung nicht möglich!


    Die Völker hatten schon ende Mai viele Milben wieder, obwohl ich selbst gut geschröpft habe.


    Durch meine Kombinationsbehandlung habe ich meine Völker gut in dem Winter bekommen, und habe bei den großen Völkern 0 Verluste.


    Leider hat ein groß Teil der Imker zu wenig Erfahrung mit der Varroabehandlung und fehlende Kenntnisse!


    Es wird oft bei ungünstigem Wetter behandelt wo eine Wirkung nicht sicher ist.
    Wenn man bei Regen mit AS behandelt ist die Wirkung stark eingeschränkt!


    Der meist kühle August 2007 und der sehr nasse August 2006 mit 116 Liter im Monat, ist für eine AS-Behandlung nicht optimal.


    Wer da nur Schwammtuch von oben oder unten macht hat zu 80% mit den Bienen hinterher Probleme!

  • Der meist kühle August 2007 und der sehr nasse August 2006 mit 116 Liter im Monat, ist für eine AS-Behandlung nicht optimal.


    Wer da nur Schwammtuch von oben oder unten macht hat zu 80% mit den Bienen hinterher Probleme!


    Kannst du das näher erklären? Welche Behandlung käme deiner Meinung nach bei solcher Witterung in Frage?
    Gruß Peter

  • Hi,
     
    das ist schlimm, nur wenn man sich die Bewirtschaftsmethoden der Amis anguckt. Alles 2-4 Wochen die Völker rumfahren und wo anders aufstellen. Naja kein Wunder. Da haben dir Irgend wann kein Bock mehr und sind ausgezogen.
     
    Dürfte das aber nicht zu einen Ansteigen der Honigpreis + Völkerpreise führen?
     
    Micha

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Hi Czar,
     
    also bei uns hat es im August auch stark geregnet(Sachsen) Ich habe als Jungimker mit Nassheider im verregneten August und im Herbst behandelt. Jeweils mit Armeisensäure 85%. Ich habe die letzten 4 Wochen keine einzige Tote Varroramilbe gehabt. Vorher nur 1 pro Woche, aber auch nur bei meinen einem Wirtschaftsvolk.
     
    Ich denke sollte gut bei mir funktioniert haben, besonders im Herbst war die Windel voll mit toten Varroamilben.
     
    Micha

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Hallo Peter,


    es gibt mehre Möglichkeiten, von Apigard, Nassenheider Verdunster Horizontal, Milchsäure.
    Diese Kombination funktioniert immer.


    Man muss Wege und Möglichkeiten suchen und auf dem Teppich bleiben.
    Perizin und Co sind tabu!

  • Hallo Peter,
    Dieter hat es auf seiner Seite beschrieben.
    Meine diesjährigen Erfahrungen mit Schwammtuch ala HS sind leider nicht so gut, deshalb auch mein Interesse am NH.


    http://www.imkerhomepage.de/va…ameisensaeure-teil-1.html
    und
    http://www.imkerhomepage.de/va…ameisensaeure-teil-3.html


    Ich gehe davon aus, dass Du Dieters Seite kennst, aber empfehlenswert ist seine Zusammenstellung zum Thema Varroa (u.a.) allemal:


    http://www.imkerhomepage.de/varroa/varroa.html


    Einen schönen Sonntag wünscht
    Ralph

  • Hallo - an alle Ursachenforscher-


    Ich glaube ( und glauben wird man ja außer der Religionsstunde auch noch dürfen), dass es noch andere Ursachen als rein die Varroatose geben kann, welche die Bienen zum Auszug aus der Beute zwingen.
    Man weiß, dass sich Bienenschwärme auch Strahlen mäßig günstige Plätze suchen. Genau so könnten Bienen bei ungünstige Verhältnissen wieder das Weite suchen.
    Es ist doch ganz außer dem Verhalten des Biens, komplett mit Königin die Beute zu verlassen. Noch dazu waren es vorerst oft starke und vitale Völker. Tage später ist die Beute leer.
    Freilich werden jetzt wieder viele entgegenen, dass es nur die Varroa und deren Fehl *Behandlung* sein muss! Es kann aber sein, dass es eine Mehrzahl - auch unter starker Mithilfe der Varroa - von Beeinflussungen und Gründen für deren Verhalten gibt.
    Vielleicht sind auch unsere Betriebsweisen nur auf unseren Vorteil, und nicht Bienen gercht - ausgerichtet. Vielleicht ist unsere Vergewaltigung oft störender als der Varroabefall?
    Widerlegen kann es mir nur jener Imker, welcher behaupten kann.........*ich hab vorige Woche mit meinen Bienen gesprochen!"


    Jetzt wärs vorteilhaft, nicht in Hickhack auszubrechen und alle Meinungen zu verweisen, sondern viele Beobachtungs Bausteine zu sammeln, und daraus dann eine Meinung bzw. ein Wissen zu bilden.


    Ich wünsch euch einen schönen Sonntag
    "Tschiwi"
    Fritz


    Ich war heute bei meinen Bienen. Ich habe nicht mit ihnen gesprochen, sondern ihnen nur zugehört.
    Alle haben gesungen.....*hurrah - wir leben noch!*
    War ein schöner Chorgesang aller 12 Völker.
    Hatte auch schon andere Jahre, wo ich einen ganzen Chor (26 Völker) eingewintert habe, und im Frühjahr nur mehr ein Quintett die Frühlingslieder gesungen hat.

  • [QUOTE=rst;


    Ich gehe davon aus, dass Du Dieters Seite kennst, aber empfehlenswert ist seine Zusammenstellung zum Thema Varroa (u.a.) allemal:


    [URL='http://www.imkerhomepage.de/varroa/varroa.html']http://www.imkerhomepage.de/varroa/varroa.html[/URL]


    [/QUOTE]


    Kenne ich schon, ist aber trotzdem gut, da ich schon lange nicht mehr da war.
    Wie ist das mit dem Wasserziehen der Säure beim NH? Ich meine unter den Umständen, kühle und feuchte Witterung sowie Langzeitbehandlung.
    Gruß Peter

  • Zitat aus einem Text von Dieters Seite:

    Zitat

    War es vor Jahren noch möglich Völker mit einer sehr hohen Milbenbelastung durch den Winter zu bringen, schaffen es diese heute nicht einmal bis zum Auffüttern. Woran liegt es? Die Milbe hat es in nur wenigen Jahren fertig gebracht sich an unseren Jahresablauf und die Betriebsweise anzupassen. Resistent geworden gegen einige Medikamente unterstreicht die große Anpassungsfähigkeit. Heute ist es nicht mehr möglich mit etwas Baurahmen - Ausschneiden und einer Herbstbehandlung die Varroamilbe unter der Schadensgrenze zu halten! Wie bei unseren Bienen tickt auch in der Varroamilbe die biologische Uhr, die ihr befiehlt, in nur kurzer Zeit soviel wie nur möglich Nachkommen zu produzieren.Wir müssen unsere Betriebsweise daraufhin ausrichten, dass die Varroabekämpfung bereits im Frühjahr beginnt und im Spätherbst mit der Restentmilbung endet!

    Es ist nicht meine Absicht Dieter zu kritisieren.


    Das Zitat widerspricht aber in wesentlichen Teilen meinen, auf meinem Standort gemachten imkerlichen Erfahrungen. Ohne Baurahmen, ohne jegliche Behandlung und ohne besondere Betriebsweise ist es den Bienen möglich, bei einer etwas über dem üblichen Durchschnitt liegenden Verlustrate und bei mindestens ortsüblichen Erträgen zu überleben.
    Toleranzförderer, wie kleine Zellen, kleiner Wabenabstand, Naturbau, Schwarmimkerei finden dabei keine Berücksichtigung. Hingegen liegt die Vermutung nahe, dass auch eine gewisse genetische Kompetenz ein Bestandteil unter vielen sein könnte. Unser Wissen über diese Bestandteile ist sehr lückenhaft und sehr unsicher.

  • Hallo


    Das mit der Milbe ist so eine Sache es sind immer die gleichen die ihre Völker verlieren. Wurde ihr glaube ich schon mal gesagt.
    Wenn man mal die Statistik bei Bienenmonitoring guckt liegt Hohenheim weit vor allen anderen.
    Ich glaube die Experimente mir Thymol Perizin oder sonstigen sachen gehen bei manchen in die Hose.
    Und dann wird nach irgend einem Grund gesucht.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix