Grün hinter den Ohren!

  • Ich grüße euch liebe Bienenfreunde!


    Ich spiele seit geraumer Zeit mit dem Gedanken mit der Imkerei zu beginnen.
    Da ich ein sehr großes Grundstück bei den Würzburger Hängen besitze wäre der Platz nicht mein Problem.
    Jedoch brauche was brauche ich noch? Muss eine Amtliche Genehmigung vorliegen oder gar noch mehr?
    Ich bin wirklich ... wie auch der Titel sagt ... sehr grün hinter den Ohren was die Imkerei betrifft.


    Ein weiteres Problem ist das ich unter der Woche viel unterwegs bin. Muss ich aufgrund dieses Tatbestandes nun die Imkerei vergessen oder gibts für mich noch Hoffnung?


    Ich freue mich bereits auf eure Hilfe und guten Ratschläge!


    Grüße,
    Johannes

  • Hallo Johannes und herzlich willkommen hier,


    ich denke es ist immer gut, sich vor Ort, d.h. bei einem der Imkervereine zu informieren, die in Deiner Nähe ansässig sind.


    Unabhängig davon stellt es grundsätzlich kein Problem dar, wenn Du nur alle paar Tage zu Deinen Bienen kommst. Die meiste Zeit im Jahr ist das eh schon zuviel - nur in der Schwarmzeit (Ostern bis Pfingsten und ...) ist eine häufige Anwesenheit empfehlenswert (siehe auch das Buch: Weiß "Der Wochenendimker").


    Amtliche Vorgaben gibt es nur insofern, als die Bienenvölker mit ihrem Standort beim zuständigen Veterinäramt angezeigt werden müssen. Das macht aber auch der Imkerverein, in dem Du ggf. Mitglied wirst.


    Ansonsten würde ich Dir empfehlen mit zwei oder drei Ablegern anzufangen, die groß zu ziehen und zu überwintern um im nächsten richtig Honig zu ernten.


    Viel Spass dabei,
    Gruß
    Günter

  • Hallo !
     
    Willkommen !
     
    guenther47 hat ja schon einiges gesagt:
     
    Bestimmt wird auch bei Dir in der Gegend ein Neu/Jungimkerkurs angeboten, mal aufmerksam die Tagespresse lesen oder informieren bei Stadt / Kreisvolkshochschule, Imkerverein, Bienen-Institut ...
     
    Ein sogenannter "Imker-Vater" oder "Imker-Pate" ist auch sehr sinnvoll einfach weil es doch immer wieder zu Fragen kommt die nicht über solch ein Forum oder einen monatlichen Imkerstammtisch o.ä. geklärt werden konnen. Da kann man sich ein paar Kniffe abschauen, vielleicht auch mal ein paar teurere Anschaffungsobjekt erst mal ausleihen u.s.w.
     
    In Bayern gibt es eine direkte Finanzielle - Förderung für Imker, da informierst Du Dich am besten mal vor Ort.
     
    Da Du aus Würzburg (da kommt nicht nur Dr. Tautz her) bis hier ein paar Links aus Deiner Gegend:
     
    Bayrische Landesanstalt (nahe Würzburg in Veitshöchheim):
    http://www.lwg.bayern.de/bienen/
     
    Imkervereine in Deiner Nähe:
    http://www.imker-kreis-wuerzburg.lvbi.de/
     
    Gruß
    Bienen.Knecht
    A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Danke für die Antworten!
    Bin schon echt buff das des so schnell ging!


    Ja also ich komme ansich aus Nürnberg und würde eben nur am Wochenende nach Würzburg kommen.
    Das mit dem Buch "Der Wochenendimker" habe ich bereits in einem anderen Artikel hier gelesen und mir das Buch mal via Amazon bestellt. Dachte mir das wäre sicherlich ein guter Anfang um mich in die Imkerei vorher einzulesen.
    Auch ein Verein habe ich schon in meiner Nähe gesucht... und gefunden.
    Ansich dürfte es ja egal sein ob der Verein näher bei meinem Wohnort liegt oder bei den Bienen in der Umgebung... Ich dachte mir jedoch bei meinem Wohnort wäre sicherlich die beste Variante. Oder irre ich mich da ?

  • Hallo Hotte,
     
    kannst Du evtl. erst mal in Nürnberg anfangen und
    Erfahrungen sammeln?
    Von Null auf "Wochenendimker" ist imho nicht das Wahre.
    Ich nehme an, Du bist beim Zeidlerverein gelandet?
     
    viele Grüsse
    Stefan, der dir gerne weiterhilft

  • Also ich könnte in Nürnberg und Umgebung sicherlich beginnen um Erfahrung zu sammeln.
    Nur da müsste ich mich erst um einen Standort kümmern den ich ja bereits in Würzburg besitze.
    Gut das müsste kein Problem darstellen. Finden wird sich ein Platz allemal...

  • DaHotte
    Du solltest auf jeden Fall auch mit einem Imker aus dem Gebiet in dem Deine Bienen stehen in Kontakt kommen. Die besten Tipps erhält man von einem Ortsansässigen. Nicht so sehr was den Umgang mit den Bienen betrifft, sondern wann welche Tracht kommt. Man erspart sich da einiges an Rumgerätsel. Und wäre ja auch nicht sooo schlecht, wenn Du bei einem benachbarten Imker mitschleudern könntest. :wink:
    Außerdem guck Dir mal lieber vorher die Preise für Zubehör an. Nicht dass Du Dich so auf den Hintern setzt wie ich. Denn Vollvölker könnte ich sofort noch einige bekommen, aber beim Zubehör strecke ich die Waffen. (Wir sanieren ganz nebenbei noch ein Haus und diverse Nebengebäude.)
    Man braucht zwar nicht alles neu zum Anfang, aber die letzte verseuchte Beute von sonstwoher muß es auch nicht sein.


    lg
    Dicksonia, die auch erst angefangen hat

  • Hallo Greenhorn,
    neben Zargen, Böden, Deckeln und Kleinkram sollte man die Kosten für Wachs und Futter nicht unterschätzen. Das Kilo Zucker kostet ja so um die 90 cent, bei 10 Völkern, die man schnell zusammen hat über Schwärme und Ableger, kommt da bei 200 Kilo Zucker und geschätzten 50 Kilo für Ablegerfütterung und Futterteigbereitung doch einiges zusammen. Die Honigschleuder als einmalige Anschaffung ist da ja eher nebensächlich, wenn man in Imkereiauflösungen schaut. Also mein Tip: mit drei Ablegern anfangen und im ersten Spätsommer gnadenlos vereinigen. Sonst ist man, wie ich gerade, immer am Rechnen, wieviele Ableger oder Kunstschwärme man erstellen und wieviele Schwärme man annehmen kann oder fliegen lassen muss.
    Viel Spaß beim Wahnsinn Imkereinstieg!
     
    Wünscht Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Ja also ich komme ansich aus Nürnberg und würde eben nur am Wochenende nach Würzburg kommen.


     
    Bei mir ist es so, dass ich nur am Wochenende richtig Zeit für die Bienen habe, also ist der Standort in Wü für dich vom Zeitfaktor betrachtet, nicht schlecht.
    Ist der potentielle Standort in Wü von Weinbergen oder Streuobstwiesen umgeben? (Wenn ich ans Käppele oder die Gerbrunner Seite denke, so sollten diese Standorte ideal für Bienen sein.....) .
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Bei mir ist es so, dass ich nur am Wochenende richtig Zeit für die Bienen habe, also ist der Standort in Wü für dich vom Zeitfaktor betrachtet, nicht schlecht.


    Das hört sich doch schonmal positiv an.



    Zitat


    Ist der potentielle Standort in Wü von Weinbergen oder Streuobstwiesen umgeben? (Wenn ich ans Käppele oder die Gerbrunner Seite denke, so sollten diese Standorte ideal für Bienen sein.....) .


    Das Grundstück ist wenn man so will ein ehemaliger Weinberg. Mit einigen Obstbäumen darauf sowie an teilen des Hangs freie Felder mit allerlei verschiedenstem Bewuchs. Teilweise ist das Grundstück mit Nadelbäumen bewachsen. Mehrere fast 10 Meter hohe Eichen sorgen für ausreichend Schatten.
    Ich hatte mir schon vor einiger Zeit überlegt was ich mit dem Grundstück anfangen soll. Vorallem da es abgelegen von den Wohnsiedlungen liegt und eben ein Hang ist.
    Bei genauer Betrachtung fiel mir dann auf das mein Nachbar dort auch imkert. Und naja seither bin ich sehr interessiert daran. Auch weil ich festgestellt habe das Imker ein sehr freundlicher Schlag Menschen sind.


    Also vorallem denke ich das ich von dem Nachbarn dort durchaus zu beginn Hilfe bekommen könnte. Bzw auch mit den Gerätschaften ein wenih Hilfe bekommen würde.


    Ebenso der Teil mit den Kosten. Naja ein Hobby kostet halt. Das ist bei jedem anderen Hobby genauso. Da ich früher Hobbytaucher war kenn ich mit mit Kosten im dreistelligen Bereich doch schon sehr gut aus. :-D

  • Hallo,
     
    also bei der Menge Zucker, die in Weinbaugebieten benötigt wird, müsste sich doch ein Sonderpreis verhandeln lassen. :lol:
     
    Jetzt versteck ich mich mal lieber.
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.


  • also bei der Menge Zucker, die in Weinbaugebieten benötigt wird...


    Dadurch das das gerät, wie bereits geschrieben, ein ehemaliger Weinberg ist müssten sich deine Bedenken wohl zerstreuen ^^:wink:


    Also zu dem Grundstück nochmal ansich:


    Mindestens ein dutzend Wildapfelbäume
    Mehrere Kirschbäume (Wildkirsch)
    Etliche Nadelbäume
    Weitlaufende Wiesen (frei wuchernd mit etlichen Kräutern:daumen:)
    Weit und breit keine Wohnsiedlungen
    Ein kleiner Bach direkt vor dem Grundstück
    Keine "behandelten" Felder oder ähnliches in der näheren Umgebung


    Sodala .. nun müsstet ihr einen groben Eindruck von dem Grundstück haben.
    Naja und wie gesagt ... mein direkter Nachbar ist bereits begeisterter Imker und besitzt dort eine mäßige Anzahl an Völkern.

  • Moin,

    Zitat

    Naja und wie gesagt ... mein direkter Nachbar ist bereits begeisterter Imker und besitzt dort eine mäßige Anzahl an Völkern.


    Das ist dann eher von Nachteil, weil jedes Gebiet nur eine bestimmte Menge an Völkern ganzjährig(!!!) ernähren kann.
    Der Knackpunkt ist immer: wieviel Pollen gibt das Gebiet her?
    Und das nicht nur im Frühjahr, sondern eben auch im Sommer.
    Das kann dann von 0,2 Völkern pro Quadratkilometer bis zu 5 reichen.
    Ist es zu voll, sind die Völker ständig in Eiweißnot, und entsprechend schlapp.
    An deiner Stelle würde ich durchaus Ausschau nach einem anderen Platz ohne direkten Imkernachbar halten....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Also letztes Jahr hatte er soweit ich weis 5 Völker dort und nicht den Willen zu vergrößern.
    Da er der einzige Imker in einem Radius von mindestens 10 km ist dachte ich das es sei kein Problem. Es wär halt nicht schlecht da er mir schon angeboten hatte die wichtigsten Gerätschaften auszuleihen wenn ich sie brauchen sollte.