woran erkenne ich ob der gärstarter funktioniert?

  • hi, ich wollte nun endlich einen met herstellen


    und da ich flüssighefe (portwein) verwende wollte ich einen gärstarter nehmen


    ich nahm also


    0,5 l Apfelsaft
    0,5 g Hefenährsalz
    50 g Zucker
    Reinzuchthefe (Flüssig- oder Trockenhefe)



    nach einem tag (heute vor ner stunden ;) )
    fiel mir auf das im rezept von trübem apfelsaft gesprochen wird, bzw bei klarem mehl empfohlen wird,


    diese mehl habe ich dann heute noch zugegeben
    10g um genau zu sein


    wie lange braucht so ein ansatz bis da was passiert?


    ich hab es mit watte verschlossen,


    wie sehe ich es wenn der gärstarter funktioniert?


    mit dem rest des prozesses hatte ich mich auseinandergesetzt, aber den gärstarter hatte ich nciht so genau bedacht

  • Matthias, schau nach aufsteigenden Bläschen, CO2 Bildung sollte nach einem Tag deutlich zu sehen sein, eine Schaumschicht deutet auch auf Gärung. Das Mehl sollte Nährstoffe und Anhaftung für die Hefezellen bieten, dringend notwendig ist das aber nicht. Mir wäre ein Gärstarter, der erst nach zwei oder drei Tagen anfängt zu gären zu kritisch.


    Ich empfehle Trockenreinzuchthefe, schon nach einer halben Stunde sprudelt der Gärstarter wie Sekt, nach Zugabe des Ansatzes brodelt das Fass innerhalb von 12-24 Stunden.


    Gruß
    Simon

  • Hallo !
     
    @ Michael
     
    ... und Bierhefe würde ich keine nehmen ... schließlich will ich Rein vergären ... da entstehen mir zuviel Stoffe für den dicken Kopf !
     
    @ Bumblebee
     
    ... ja, Trockenhefe ist zu bevorzugen ... geht bei ca. 20°C in spätestens zwei Stunden ab.
    Da ich Mittlerweile fast nur noch Trockenhefe verwende und diese in der Verwendung als sehr sicher gilt, mache ich garkeinen Gärstarter sondern gebe bei kleinen Gebinden die Hefe direkt in den Ansatz, bei größeren Gebinden löse ich die Hefe in einem Liter des Ansatz auf, warte 1 Std. und gib es wieder in den Ansatz. Klappt immer !
     
     
    Mehl: Hingegen sehe ich das Mehl schon als Notwendig an, schließlich soll es sich im Gärstarter auch bewegen. Alleine mit klarem Apfelsaft ist eindeutig zu unsicher und zu langwierig !
     
    @ Matthias Wohnsiedler
     
    Da Du nicht genau geschieben hast welche Art von Hefen: Bei Flüssighefen treten schon mal Probleme auf insb. bei mangelhafter Lagerung (u.a. auch Transport) gehen die schon mal kaputt. Bei Flüssighefe kann es bis zu 24 Std. dauern bis Du einen ausreichenden Starter hast.
     
    Gruß
    .Bienen.Knecht.
    A.l.e.x.a.n.d.e.r

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hier mein Rezept:


    3 -4 L hochwertigen Apfelsaft und ordentlich -etwa 250g- Trockenhefe.


    Der Apfelsaft kommt in einem E-Stahlkübel und wird im Auftauschrank auf 35c erwärmt. Wenn diese Temperatur erreicht ist, wird mit einem Scheebesen die Hefe vorsichtig eingerührt und das ganze kommt abermals für kurze Zeit in den Auftauschrank.


    Nach etwa 15 - 20 Minuten hebt sich bereits das ganze deutlich, nun rühre ich abermals vorsichtig mit dem Schneebesen um und stelle diesen Ansatz wiederum für kurze Zeit in den Auftauschrank. Jetzt geht die Gährung sehr rasch vonstatten und man muss tüchtig aufpassen damit der Kübel nicht überläuft.


    Das wäre also in groben Zügen Jofls Gärstarter. Bitte nachmachen, Ihr werdet echt begeistert sein.

  • Hallo Simon,


    ich hole mir die als Trockenpulver hier bei mir bei "Raiffeisen".
    Die hat den Vorteil, extrem gärfreudig zu sein, das heißt, selbst bei nicht so optimalen Temperaturen überlebt die noch.
    Die Winzer hier nehmen sie, um "stecken gebliebene" Weinmoste wieder anzukurbeln.
    @Lahntaler
    Vom Geschmack her sehe ich keinen Unterschied zu den anderen Hefen. Und welche Stoffe "für den dicken Kopf" da entstehen sollen, weiss ich nicht.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-


  • Die Winzer hier nehmen sie, um "stecken gebliebene" Weinmoste wieder anzukurbeln.


    Na dann wird die "Killerhefe" sicher auch was taugen.
    Wobei die Hefewahl auch eine Auswirkung auf den Geschmack hat.
    Einen besonders guten Met habe ich vor kurzem durch angegorenen Honig erhalten. Der angärende Honig roch sehr blumig/fruchtig, der Geruch blieb über die Gärung hinweg erhalten - sehr lecker. Aber bitte den Honig schön durcherhitzen, sonst wird es nichts!
    Ich verwende die Hefen von Anchor, VIN13 bringt viel fruchtigen Geschmack.
    Auch sehr lecker: trockenen Met mit Edelkastanienhonig abschmecken 50-100g/l, aber vorher ausprobieren!
    Neuerdings wird ein Nährsalz mit inaktivierter Hefe angeboten, die Gärung beginnt meiner Meinung nach noch früher und kräftiger. Dadurch verringert sich die Gefahr einer Fehlgärung oder Infektion durch mögliche Keime im Mehl.


    Jofl , wie viel Ansatz versorgst du mit 250g Trockenhefe? Bei Anchor Hefen reichen 10-20g/hl für einen kräftigen Gärstart innerhalb 24 Stunden.



    Gruß
    Simon

  • Mit Mehl habe ich noch nie gearbeitet.
    Ich nehme aber auch einen Ansatz aus 3 L. Apfelsaft, möglichst frisch gepresst.
    Die Auswahl der Honige ist meines Erachtens wichtiger als die Hefe.
    Der alte Spruch "Nimm den schlechtesten Honig für den Met" bringt auch nur schlechten Met hervor.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-


  • Der alte Spruch "Nimm den schlechtesten Honig für den Met" bringt auch nur schlechten Met hervor.


    Michael, diese Aussage höre ich immer wieder mahnend.
    Angäriger Honig passt hervorragend in die Metverarbeitung, dazu ist der Honig geeignet, solange er noch ein fruchtiges Aroma hat. Honige mit seltsamen Fremdgeschmäckern würde ich allerdings nicht verarbeiten. Grundsatzlich gilt es den Met gut durchzuerwärmen, nicht umsonst werden die Fachmänner in diesem Metier als Metsieder bezeichnet.:) Die Sortenauswahl wirkt sich enorm auf den Geschmack aus, sehr intensives Aroma bekommt der Met durch Obstblütenhonig. Etwas eintönig schmeckt trockener Met aus "Blütenmischhonig".


    Gruß
    Simon

  • Neenee, simon,


    das sehe ich ähnlich wie Du.
    Die Honige werden eh erhitzt, daher ist der Hefegehalt relativ egal.
    Was ich meinte, ist das Verarbeiten von allem möglichen Abfall-Abschaum-Restfutter usw. -Honig, teilweise schimmeligen Waben usw.
    Wenn Du da bei manchen der Branche mal in die Tonnen guckst, wird Dir speiübel.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo !
     
    Wie gesagt bei Trockenhefe gar keinen Gärstarter, (Arauner Trockenhefe Hefe (7g) in ein 60 Liter Speidel Faß zusammen mit dem Ansatz und ein wenig Hefenährsalz). Gär bei 20-25°C innerhalb von 24 Std.
     
    3-4 Liter Gärstarter habe ich hier in der Gegend noch niemanden bauen sehen, gewöhnlich reichen da locker: 1/2 - 1l auf 50 Liter Ansatz !
     
    @ Michael
     
    Warum erhitze ich Honige eh ?
    Bei einem angegorenen Honig mag ich das ja noch einsehen, aber sonst gibt es dafür keinen Grund ! Man muß ja nicht mit Absicht alles im Honig zerstören !
     
    @ Jofl
     
    250g Hefe für ... mind. 1500 Liter Ansätze scheint mir das in Ordnung zu sein - ansonsten Schaden tut es sicher nicht, nötig ist es aber auch nicht !
     
     
    @ Nutzer von Schimmelwaben oder Bier- und Backhefe
     
    ... hier mal ein link - Zum Thema Hefe:
    http://www.fruchtweinkeller.de/Wine/hefe.html
     
     
    Gruß
    Bienenknecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Bienenknecht,


    ich erhitze Honig auf roundabout 70°C.
    Dadurch werden die honigeigenen Hefen inaktiviert.
    Die zugesetzten Hefen können dann nach dem Erkalten ihre Arbeit aufnehmen.
    Und-wie geschrieben- nehme ich keine Nährsalze, sondern setze die Hefe mit Apfelsaft vorher an.
    Aber es gibt sicherlich eine Menge Rezepte, und alle führen irgendwann nach Rom.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-


  • @ Jofl
     
    250g Hefe für ... mind. 1500 Liter Ansätze scheint mir das in Ordnung zu sein - ansonsten Schaden tut es sicher nicht, nötig ist es aber auch nicht !


    Du siehst es richtig, Schaden tut diese Menge überhaupt nicht, garantiert mir aber einen 100 % igen Start. Die Hefe die ich kaufe ist in 1/2 Kilo Packungen, deshalb kann ruhig sehr großzügig sein.


    @ Michl


    erwärmen auf 70 c kostet unnötig Energie und ist auch entbehrlich. Mein Metkeller wird zu Gärbeginn auf + 25 c gebracht und wenn die Gärphase eingeleitet ist, wird diese mittels Thermostat bis zum Ende der Gärung gehalten. Die honigeigenen Hefen kommen bei meiner relativ großen Hefemenge garantiert nicht zum Einsatz.